Zscaler verleiht der Cloud-Sicherheit einen KI-Schub

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Zeus Kerravala
Zeus Kerravala
Jun 19, 2023
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Der Cloud-Sicherheitsanbieter Zscaler veranstaltete kürzlich sein jährliches ZenithLive-Event unter den strahlenden Lichtern von Las Vegas. Das Unternehmen war Vorreiter beim Security Services Edge, bei dem sich die Sicherheitsfunktionen von lokalen Firewalls und VPNs weg hin zu Zero Trust über einen Cloud-Proxy verlagern.

Vor der Pandemie hatte das Unternehmen ein starkes Wachstum verzeichnet, doch dann beschleunigte sich das Geschäft, als sich die Proxy-Architektur für eine Remote-Belegschaft als einfacher und effektiver als herkömmliche VPNs erwies. Jetzt, da die Menschen ins Büro zurückkehren, habe ich beobachtet, ob Unternehmen wieder auf Firewalls und VPNs umsteigen würden. Es scheint jedoch, dass die meisten beim weiterentwickelten Cloud-Modell bleiben.

Auf der jüngsten Veranstaltung stellte Zscaler mehrere Sicherheitsprodukte und -dienste vor und demonstrierte damit seinen proaktiven Ansatz, fortschrittliche Technologien und künstliche Intelligenz (KI) zu nutzen, um Unternehmen vor sich wandelnden Cyberbedrohungen zu schützen.

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Generative KI von Zscaler nutzt riesige kuratierte Datenbestände

Die neuen Produkte nutzen generative KI, um die Erkennung, Verhinderung und Reaktion auf Bedrohungen zu verbessern, wobei der Schutz geistigen Eigentums und von Kundendaten im Mittelpunkt steht. Zscalers Zero Trust Exchange (ZTE) liefert dem Unternehmen eine enorme Menge kuratierter Daten. In Kombination mit seinen Large Language Models (LLM) sollte dies Zscaler ermöglichen, künstliche Intelligenz bereitzustellen, die präzise und zuverlässig ist.

Zscaler hat eine Produktsuite entwickelt, mit der Unternehmen generative KI zur Vorhersage und Verhinderung von Sicherheitsverletzungen einsetzen können:

  • Zscaler Data Loss Prevention (DLP) zeichnet Abfragen und Ausgaben generativer KI sicher auf und bewahrt sie auf. DLP gewährleistet die Sicherheit und vereinfacht Audits in der Umgebung des Unternehmens.
  • AITotal ist ein umfassendes Risikobewertungssystem, das die Risikoprofile und Datenschutzrichtlinien verschiedener KI-Anwendungen bewertet. Es hilft Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Sicherheitsauswirkungen der Nutzung von KI-Apps zu verwalten.
  • AI Visibility and Access Control ist ein neues Angebot zur Überwachung der Nutzung von KI-Apps. Mit dem Tool können Unternehmen Richtlinien für verschiedene Benutzergruppen festlegen und den Zugriff auf KI-Apps präzise kontrollieren. Außerdem ermöglicht das Tool eine cloudbasierte Isolation von Remote-Browsern und fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, indem potenziell schädliche Aktionen eingeschränkt werden.
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Zscaler hat kürzlich mehrere weitere Produkte auf Basis generativer KI vorgestellt, die sich derzeit in der Vorschauphase befinden. Security Autopilot ist beispielsweise ein Tool, das KI-Systeme kontinuierlich aus sich ändernden cloudbasierten Richtlinien und Protokollen lernen lässt. Es empfiehlt Richtlinien, führt Auswirkungsanalysen durch und vereinfacht den Sicherheitsbetrieb – wodurch letztlich die Sicherheit verbessert und künftigen Sicherheitsverletzungen vorgebeugt wird.

Ein weiteres Tool, Zscaler Navigator, ist eine vereinfachte Oberfläche in natürlicher Sprache, die Kunden eine benutzerfreundliche Möglichkeit bietet, Zscalers Produkte zu verwalten und darin zu navigieren. Schließlich Multi-Modal DLP integriert generative KI und multimodale Funktionen, indem der Datenschutz auf verschiedene Medienformate wie Video und Audio ausgeweitet wird. Herkömmliche DLP-Tools sind typischerweise auf text- und bildbasierte Daten beschränkt.

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Neue Produkte für Cloud-Plattformen

Auf seiner jüngsten Messe stellte Zscaler außerdem vier neue Erweiterungen seiner ZTE-Plattform vor. Die Dienste wurden entwickelt, um komplexe Cyberangriffe zu bekämpfen, eine neue Möglichkeit zur sicheren Vernetzung von Zweigstellen zu bieten und den Verwaltungsprozess für IT-Fachleute zu vereinfachen.

Die Ankündigungen:

  • Zscaler Risk360 nutzt Signale aus dem Unternehmen und von außerhalb, um IT- und Sicherheitsverantwortlichen anhand von mehr als 100 datenbezogenen Elementen ein umsetzbares Bild potenzieller Bedrohungen zu vermitteln. Der Dienst liefert ein Bild der finanziellen Risiken und bietet Empfehlungen in einem Format, das sich für Präsentationen auf Führungsebene eignet. Darüber hinaus hebt Risk360 die kritischsten Sicherheitsprobleme eines Unternehmens hervor und liefert detaillierte Pläne zu deren Untersuchung und Behebung. Risk360 verlagert Zscaler aus dem Security Operations Center (SOC) in den Sitzungssaal. Allerdings sind heute bereits mehrere Tools zur Risikobewertung auf dem Markt, wobei die meisten ihre Daten ausschließlich aus einem externen Scan beziehen. Zscaler fügt interne Daten hinzu, wodurch das Unternehmen theoretisch zu einem weiteren Anbieter im Risikomarkt wird. Die Risikoindustrie ist sehr gut etabliert, und Zscalers Fähigkeit, in diesen Markt vorzudringen, hängt davon ab, ob das Unternehmen Dinge „sehen“ kann, die herkömmliche Anbieter nicht erkennen.
  • Zero Trust Branch Connectivity ist ein weiteres neues Angebot, das mithilfe einer Appliance für Zweigstellen deren Vernetzung vereinfacht. Das Gerät ist als Plug-and-play-Lösung konzipiert: Es muss lediglich angeschlossen werden und konfiguriert sich anschließend automatisch aus der Cloud. Zwar handelt es sich nicht um eine vollständige SD-WAN-Appliance, die mit Zscalers Partnern konkurrieren würde, doch kann man sie als „SD-WAN light“ oder sogar als Zero-Trust-WAN betrachten, da sie grundlegende Konnektivität bereitstellt und den Standort an die Zscaler Cloud anbindet.
  • Zscaler Identity Threat Detection, and Response (ITDR) Solution überwacht kontinuierlich Fehlkonfigurationen und Berechtigungen bei Identitäten. Das ist entscheidend, da Cyberkriminelle zunehmend Benutzeranmeldedaten stehlen, um sich unbefugten Zugriff zu verschaffen. Die Zscaler ITDR Solution verfolgt den Sicherheitsstatus der Identitätsangriffsfläche und alarmiert bei neuen Risiken, wenn sich Konfigurationen ändern. Darüber hinaus kann sie bestimmte Arten von Angriffen im Falle eines Sicherheitsverstoßes erkennen und stoppen.
  • ZSLogin vereinfacht die Authentifizierung für IT-Administratoren. Die Lösung bietet eine einfache Möglichkeit, alle Berechtigungen zu überprüfen, und unterstützt passwortlose Multi-Faktor-Authentifizierung. Der Dienst ermöglicht außerdem die automatisierte Verwaltung von Administratoridentitäten, wodurch der Prozess effizienter, weniger fehleranfällig und weniger anfällig für Phishing-Angriffe wird.

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Fazit: Der Wechsel von On-Premises zur Cloud

Auf der Veranstaltung hatte ich Gelegenheit, mit mehreren Zscaler-Kunden über den Wechsel von On-Premises-, VPN- und firewallbasierter Sicherheit zu einer cloudbasierten Proxy-Architektur zu sprechen. Die meisten bestätigten diese Einschätzung: Der Wandel hin zu hybrider Arbeit, Mobilität und Cloud treibt den Bedarf an einer Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen voran.

Die meisten sagten außerdem, dass die größte Herausforderung beim Wechsel zu Zscaler in der dadurch notwendigen betrieblichen Veränderung lag. Viele der neuen KI-Funktionen sollen den Betrieb vereinfachen und für ein höheres Maß an Transparenz sorgen, damit Sicherheits- und IT-Teams die Auswirkungen des Wechsels der Sicherheitsfunktionen in die Cloud auf die Leistung verstehen können.

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Zeus Kerravala

Zeus Kerravala is an eWEEK regular contributor and the founder and principal analyst with ZK Research. He spent 10 years at Yankee Group and prior to that held a number of corporate IT positions. Kerravala is considered one of the top 10 IT analysts in the world by Apollo Research, which evaluated 3,960 technology analysts and their individual press coverage metrics.

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