Ransomware setzt Organisationen auf der ganzen Welt weiterhin zu. Die häufigsten Einfallstore für Ransomware in IT-Umgebungen von Unternehmen sind Phishing-E-Mails, schädliche Links und zweifelhafte Websites, laut dem 2022 Ransomware Trends Report.
Der Anbieter von Backup, Wiederherstellungs- und Datenmanagement-Lösungen stellte fest, dass 44 Prozent der Organisationen im vergangenen Jahr solche Cyberangriffe erlebt haben, während 41 Prozent infizierte Patches und Softwarepakete als weitere Ursachen für Ransomware nannten.
Veeam befragte 1.000 unabhängige IT-Führungskräfte in 16 Ländern, um die Auswirkungen von Ransomware auf verschiedene Organisationen zu ermitteln. Alle Befragten hatten 2021 mindestens einen Cyberangriff erlebt, viele sogar mindestens zwei. Ungefähr die Hälfte (47 Prozent) ihrer Daten wurde durch Ransomware verschlüsselt.
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Ransomware-Angriffe sind weit verbreitet
Sobald sich Angreifer Zugang zur IT-Umgebung verschafft haben, nehmen sie typischerweise gängige Plattformen wie Backup-Repositories (94 Prozent) und Produktionsplattformen (80 Prozent) ins Visier. Viele Ransomware-Angriffe basieren auf bekannten Schwachstellen in gängigen Hypervisoren sowie Betriebssystemen oder Datenbankservern. Daher sollten Organisationen umfassendere Gespräche nicht nur mit ihrem Cybersecurity-Team, sondern auch mit Datenbankadministratoren führen, um sicherzustellen, dass Datenbankserver geschützt, Hypervisoren gepatcht und Updates routinemäßig eingespielt werden.
Veeam befragte in einem separaten 2022 Data Protection Trends Report außerdem 3.393 Organisationen. Diesen Ergebnissen zufolge haben 76 Prozent der Organisationen im vergangenen Jahr mindestens einen Ransomware-Angriff erlebt, während 24 Prozent entweder Angriffen entgingen oder nichts von einem Angriff wussten. Diese Daten unterstreichen, dass Ransomware-Angriffe äußerst häufig vorkommen und die meisten Organisationen betreffen.
Die Zahlung eines Lösegelds garantiert keine Wiederherstellung
Die schockierendsten Datenpunkte der Studie drehten sich um die Folgen einer Lösegeldzahlung. Nur etwa die Hälfte (52 Prozent) derjenigen, deren Daten verschlüsselt worden waren, konnte ihre Daten nach Zahlung des Lösegelds erfolgreich wiederherstellen.
Erstaunliche 24 % der Organisationen konnten ihre Daten nicht zurückerlangen, selbst nachdem das Lösegeld gezahlt worden war. Bei einer Lösegeldzahlung nutzten die meisten (72 Prozent) der Organisationen irgendeine Form von Versicherung. 57 Prozent der Befragten gaben an, über eine Cyberversicherung mit Ransomware-Schutz zu verfügen, 30 Prozent hatten eine Cyberversicherung ohne Ransomware-Schutz und 13 Prozent hatten keine Cyberversicherung.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Organisationen nach einem Cyberangriff ein Lösegeld zahlen, ist hoch – nicht nur, weil sie den Wert ihrer Daten schätzen, sondern auch, um die Behebung erheblicher Teile ihrer Infrastruktur zu vermeiden. Veeams Ransomware-Bericht ergab, dass die meisten Organisationen noch am selben oder am folgenden Tag mit der Behebung beginnen konnten. Diese Befragten gaben an, dass die Wiederherstellung durchschnittlich 18 Tage dauerte.
Die üblichen Optionen zur Behebung eines Ransomware-Befalls bestehen entweder darin, aus sichere Backups haben, die schnell wiederhergestellt werden können. Aus diesem Grund sollte eine Backup-Infrastruktur Bestandteil des Cybersecurity-Abwehrplans jeder Organisation sein.
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen dem Schutz von Backup-Repositories und sauberen Daten innerhalb dieser Repositories zu verstehen. Nur weil ein Repository geschützt ist, bedeutet das nicht, dass sein Inhalt malwarefrei ist. Die Verwendung sauberer Backups ist entscheidend für eine erfolgreiche Wiederherstellung. Nahezu ein Drittel (31 Prozent) der von Veeam befragten Organisationen setzte auf Unveränderbarkeit, während 46 Prozent eine Sandbox verwendeten und 36 Prozent direkt in die Produktion wiederherstellten und anschließend einen Sicherheitsscan durchführten.
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Gute Backup-Strategien schützen vor Ransomware
Ein sicheres Backup ist die letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware. Organisationen sollten mindestens drei Kopien ihrer Daten auf zwei unterschiedlichen Medien aufbewahren, wobei sich eine Kopie an einem anderen Standort befinden und eine weitere offline, physisch vom Netzwerk getrennt oder unveränderlich sein sollte. Durch die Anwendung dieser modernen 3-2-1-1-0-Regel können sich Organisationen besser auf den Umgang mit Cyberangriffen vorbereiten – insbesondere, da die Bedrohung durch Ransomware weiter zunimmt.
Glücklicherweise verwenden inzwischen 95 Prozent der Organisationen mindestens eine Methode zur Aufbewahrung isolierbarer Backup-Daten. Dem Bericht zufolge nutzen 74 Prozent der Organisationen irgendeine Form von Cloud-Service und 67 Prozent On-Premises-Speicher.
Die meisten Organisationen verwenden eine Kombination aus Cloud-Services und Bandspeicher für Daten, der eine kostengünstigere Alternative zu anderen Speicherlösungen darstellt. Kleinere Organisationen entscheiden sich eher für Cloud-Services, während große Unternehmen bei der langfristigen Datenaufbewahrung aufgrund von Größenordnungs- und regulatorischen Herausforderungen selektiver vorgehen.
Obwohl Backup für die Datenwiederherstellung von grundlegender Bedeutung ist, fehlt es derzeit in den meisten Organisationen an einer Abstimmung zwischen Cybersecurity- und Backup-Teams. Tatsächlich gaben 52 % der Befragten an, dass ihre Organisation erhebliche Verbesserungen vornehmen muss, damit Cybersecurity- und IT-Backup-Teams erfolgreich zusammenarbeiten.
Daher werden Organisationen neben der Einrichtung von Backup-Lösungen und umfassenden Notfallreaktionsplänen vor allem dadurch ihre Reaktion auf Sicherheitsvorfälle verbessern, dass sie diese Pläne mit anderen Security-Teams teilen.
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