Bei Diskussionen über Unternehmenssysteme liegt der Fokus oft auf traditionellen RAS-Leistungsmerkmalen (Resilienz, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit), wobei auch auf neue Herausforderungen wie den Schutz von Unternehmen vor sich rasant entwickelnden Sicherheitsbedrohungen.
hingewiesen wird. Ein entscheidender Punkt, der jedoch bei Weitem nicht so viel Aufmerksamkeit erhält, ist die Anpassungsfähigkeit – also die Frage, wie Unternehmen bestehende Systeme am besten und effektivsten mit neuen, zukunftsorientierten Strategien und Vorhaben wie Hybrid Clouds und der Anwendungsmodernisierung integrieren können.
Anpassungsfähigkeit ist insbesondere bei Unternehmenslösungen entscheidend, etwa bei den IBM-Z-Mainframe-Angeboten, die zentrale, geschäftskritische Anwendungen und Prozesse unterstützen. Daher verdient die Ankündigung des neuen IBM Z and Cloud Modernization Center des Unternehmens besondere Aufmerksamkeit.
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Das IBM Z
Was genau ist das IBM Z and Cloud Modernization Center? Wie das Unternehmen in seiner Ankündigung erläutert, handelt es sich um eine zentrale digitale Anlaufstelle, über die Kunden Briefings vereinbaren, sich mit Partnern vernetzen, an Workshops teilnehmen oder eigene Workshops veranstalten, mit Fachexperten sprechen und Informationen sowie Ressourcen rund um die Anwendungsmodernisierung und die Hybrid Cloud finden können.
Im Kern soll das Center Kunden dabei helfen, den Wert ihrer IBM-Z-Umgebungen durch neue Workloads vollständig auszuschöpfen und zu erweitern. Dazu arbeitet IBM mit Kunden zusammen, um gemeinsam Roadmaps zur Modernisierung bestehender Anwendungen und Daten zu entwickeln und umzusetzen, diese Ressourcen auf Hybrid Clouds auszuweiten, neue cloudnative Anwendungen zu entwickeln und sie vollständig in bestehende Anwendungen und Daten zu integrieren, die bereits auf IBM Z unterstützt werden.
Ist das für die Kunden des Unternehmens wichtig? Offenbar schon. Laut einer Umfrage des IBM Institute for Business Value vom Juli 2021 erklärten 71 % der Befragten, dass Mainframe-Anwendungen für ihre Geschäftsstrategien von zentraler Bedeutung seien. Außerdem gaben vier von fünf Umfrageteilnehmern an, dass die rasche Umsetzung transformativer Maßnahmen – darunter die Modernisierung von Mainframe-Anwendungen und die Einführung offener Technologien – entscheidend dafür sei, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Ebenso ergab eine weitere Umfrage des IBM Institute for Business Value, dass hybride Multi-Cloud-Technologien und Betriebsmodelle einen deutlich höheren Wert lieferten als Ansätze mit einem einzelnen Cloud-Anbieter beziehungsweise einer einzelnen Plattform oder mit ausschließlich öffentlichen Clouds.
Angesichts der zentralen Rolle, die IBM-Z-Mainframes in vielen der weltweit größten Finanzunternehmen, Banken, Einzelhandelsunternehmen, Fluggesellschaften und anderen Unternehmen spielen, hätte das IBM Z and Cloud Modernization Center zu keinem besseren Zeitpunkt starten können.
Die Bedeutung der IBM-Partner
Auch wenn IBM-Berater und -Teams viele der angebotenen Services und Leistungen anführen werden, kann der praktische und strategische Wert, den die IBM-Partner zu diesem Vorhaben beitragen, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Zum Ökosystem der IBM-Partner, die an den Aktivitäten des Centers beteiligt sind, gehören:
- Services: Systemintegratoren mit Angeboten und Kompetenzen für die Modernisierung bestehender Systeme sind unter anderem Capgemini und Deloitte Consulting LLP, weitere sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.
- Technologiepartner: Zu den Softwareanbietern und Managed-Service-Partnern gehören Episode Six, Fiorano Software,Fujitsu Limited, Software Business Unit, HEXANIKA, Illumio, Luxoft, a DXC Technology Company, MuleSoft, Pennant Technologies, Software AG, Suntec Business Solutions, und Zafin.
IBM selbst wird fachspezifisches Know-how bereitstellen, darunter IBM-Systems-Elite-Methoden, Demos, Testläufe, Minimum Viable Products (MVPs), Workshops und weitere punktuelle Services, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Zu den Beschleunigern gehören Referenzarchitekturen und -muster für Systeme, Code-Snippets, Sandboxes und andere technische Lösungen.
Das Unternehmen wird außerdem Links zur IBM’s Skills Academy anbieten, um Architekten und Entwickler bei Techniken zur Anwendungsmodernisierung zu unterstützen, sowie zu einem Referenzzentrum mit relevanten Kundenanwendungsfällen, Analystenberichten und weiteren Materialien.
Siehe auch: Warum die Cloud cloudnativen Charakter hat
Wie bedeutend ist diese Nachricht?
Bietet das IBM Z and Cloud Modernization Center Unternehmenskunden in der Praxis etwas Neues oder Einzigartiges? Und wie groß ist die Sache überhaupt? Kurz gesagt: insgesamt nein, ja und ziemlich groß.
Unternehmen können individuelle Projekte zur Anwendungsmodernisierung und für Hybrid Clouds auf eigene Faust entwickeln und starten – manchmal allein, manchmal mit Unterstützung vertrauenswürdiger Anbieter und Systemintegratoren. Das Problem: Zwar sind viele dieser Vorhaben erfolgreich, doch ebenso viele scheitern. Das liegt teilweise an der schieren Komplexität, die solche Projekte mit sich bringen. Ein weiterer Punkt sind die oft verwirrenden oder widersprüchlichen Darstellungen mancher Anbieter und Experten.
Im deutlichen Gegensatz dazu versetzen IBMs umfassende Expertise in Z-Mainframe-Systemen und Hybrid Clouds sowie seine jahrzehntelange Erfahrung mit Beratungsleistungen – allein und gemeinsam mit strategischen Partnern mit Fokus auf Unternehmen – das Unternehmen in die ideale Position, um die über das IBM Z and Cloud Modernization Center angebotenen Services und Leistungen zu prüfen, zu steuern und bereitzustellen.
Könnten große Unternehmen ähnliche Wege einschlagen und vergleichbare Lösungen selbst entwickeln? Vielleicht. Können sie das ebenso einfach oder mit ebenso vorhersehbaren Ergebnissen umsetzen wie IBM und seine strategischen Partner? Das erscheint weniger wahrscheinlich.
Insgesamt sollten diese neuen Services und Leistungen IBM-Kunden aus dem Unternehmensbereich dabei helfen, zuverlässige neue Lösungen und reproduzierbare Prozesse für die Modernisierung von Anwendungen und die Nutzung hybrider Cloud-Infrastrukturen zu entwickeln. Ebenso wichtig ist, dass das Unternehmen und seine Partner den Kunden die Möglichkeit geben werden, IBM Z an neue, zukunftsorientierte Geschäftsprozesse und Anwendungsfälle anzupassen. Damit können Kunden ihre oft beträchtlichen Mainframe-Investitionen kurz- wie langfristig weiter nutzen.

