Das in Norwegen gegründete Robotikunternehmen 1X Technologies hat in Hayward, Kalifornien, eine neue Produktionsstätte eröffnet, um die Produktion humanoider Roboter hochzufahren.
Die 58.000 Quadratfuß große Anlage ist darauf ausgelegt, im ersten Jahr bis zu 10.000 Roboter zu produzieren. Laut Bloomberg soll die Produktion bis 2027 auf mehr als 100.000 Einheiten jährlich steigen. Die Fabrik soll als wichtiges Produktionszentrum dienen, während das Unternehmen die kommerzielle Einführung seines humanoiden Roboters Neo.
vorantreibt. Die neue Anlage steht für den Versuch, die Fertigung zu lokalisieren. Während die meisten humanoiden Roboter heute in China produziert werden, setzt 1X auf eine vertikal integrierte Produktion in den USA. In der Anlage arbeiten bereits mehr als 200 Menschen, und sie soll mit dem Hochfahren der Produktion weiter wachsen.
Anders als viele Wettbewerber fertigt das Unternehmen wichtige Komponenten selbst, darunter Motoren, Batterien, Elektronik und Sensoren. Dieser Ansatz soll Produktverbesserungen beschleunigen und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten verringern.
Diese Philosophie reicht bis zum Gehirn von NEO. Jeder Roboter läuft auf der Computerplattform Jetson Thor von NVIDIA, die eine Echtzeit-KI-Verarbeitung an Bord ermöglicht, und wird mithilfe des Simulations-Frameworks Isaac von NVIDIA trainiert, bevor er überhaupt in ein Zuhause einzieht.
NEO kennenlernen
NEO ist 5 Fuß 6 Zoll groß und wiegt rund 66 Pfund. Er wurde bewusst so gestaltet, dass er sich weich anfühlt. Es gibt keine Quetschstellen und keine harten Kanten – eine bewusste Sicherheitsentscheidung für einen Roboter, der mit Menschen zusammenleben soll.
Frühkäufer können zwischen drei Farbvarianten (Tan, Gray und Dark Brown) und zwei Kaufmodellen wählen: einem einmaligen Early-Access-Preis von 20.000 US-Dollar oder einem monatlichen Abonnement für 499 US-Dollar. Die Vorbestellungen starteten im Oktober 2025, und die Produktionskapazität des ersten Jahres war Berichten zufolge innerhalb von fünf Tagen ausverkauft.
Laut 1X kann NEO aufräumen, Gegenstände holen, Türen öffnen, an Geburtstage erinnern, den Terminkalender verwalten, sich an frühere Gespräche erinnern und künftig möglicherweise beim Zusammenlegen der Wäsche helfen. Das Unternehmen hat außerdem die Betreuung älterer Menschen als langfristigen Anwendungsfall ins Gespräch gebracht. Nutzer können dem Roboter neue Aufgaben beibringen, indem sie sie mit einem VR-Headset und Controllern vorführen. Er kann sich auch unterhalten – etwas, das Bernt Børnich, CEO und Gründer von 1X, mit der Interaktion mit ChatGPT verglichen hat.
Auslieferungen, Zeitplan und erste Tests
Die Produktion hat zwar begonnen, die Auslieferung an Kunden steht jedoch noch bevor. Die meisten Berichte gehen davon aus, dass die Auslieferungen 2026 beginnen, wobei die ersten Einheiten interne Test- und Validierungsprogramme durchlaufen. Das Unternehmen hat erklärt, dass es auf Grundlage von Rückmeldungen aus der Praxis schnell weiterentwickeln will – eine Strategie, die durch sein eigenes Fertigungsmodell erleichtert wird.
1X entwickelt nicht im luftleeren Raum. Tesla arbeitet daran, seinen Optimus-Roboter in größerem Maßstab zu produzieren, ebenfalls mit dem Ziel eines Preises von unter 20.000 US-Dollar. Figure AI hat die Produktion und die Auslieferungen drei Monate in Folge verdoppelt. Und Chinas humanoider Sektor, der durch staatliche Subventionen und eine umfangreiche heimische Lieferkette unterstützt wird, hatte bereits den Großteil der weltweit im vergangenen Jahr ausgelieferten rund 13.000 humanoiden Einheiten auf sich vereint.
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