Die Einführung künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht ruft naturgemäß gemischte Reaktionen hervor. Einige Lehrkräfte sind gespannt darauf, neue Tools auszuprobieren, während andere sich wegen des möglichen Missbrauchs und der ethischen Implikationen sorgen – natürlich sind beide Sichtweisen berechtigt.
Deshalb ist es wichtig, KI als Assistenz und nicht als Ersatz für menschliches Unterrichten zu betrachten. Sie sollte die Unterrichtsplanung beschleunigen, dabei helfen, auf unterschiedliche Lernstile einzugehen, zeitnahes Feedback zu geben und Daten zu analysieren, um relevantere Inhalte für Schülerinnen und Schüler zu erstellen.
Hier sind einige Möglichkeiten, wie Lehrkräfte KI tatsächlich im Unterricht einsetzen.
Personalisiertes Lernen für jede Schülerin und jeden Schüler
Schülerinnen und Schüler lernen auf unterschiedliche Weise und in ihrem eigenen Tempo. Differenzierter Unterricht hilft ihnen, ihr Potenzial optimal auszuschöpfen. Indem Lehrkräfte den Unterricht an den Lernstand, die Interessen und die Lernstile der Schülerinnen und Schüler anpassen, können sie eine ansprechendere und relevantere Lernumgebung schaffen. Wenn Ihre Klasse unterschiedliche Lesestufen aufweist, können Sie Diffit ausprobieren.
Diffit ist eine KI-App, mit der Sie differenzierte Lernmaterialien erstellen können, indem sie beliebige Texte oder Videos an bestimmte Lesestufen anpasst. Außerdem können Sie Zusammenfassungen, Vokabellisten, Fragen zum Textverständnis und offene Impulse erstellen, die Sie anschließend in Formate exportieren können, die Sie im Unterricht verwenden können, etwa Google Docs und Google Slides.
Mit diesem KI-Tool können Sie Schülerinnen und Schüler nach ihrem Lernstand gruppieren, eine passende Version verwenden und trotzdem als Klasse dasselbe Konzept besprechen.

Diffit passt Lernmaterialien automatisch an verschiedene Klassenstufen und unterschiedliche Strategien an, darunter Lesen und Zusammenfassen, Wortschatz, Übungstests und visuelle Hilfsmittel.
Unterricht spielerisch gestalten – auch ohne technische Vorkenntnisse
Auch wenn Sie technisch nicht besonders versiert oder neu bei KI-Apps sind, können Sie Spiele von Grund auf erstellen und Ihren Unterricht unterhaltsamer und ansprechender gestalten. Kahoot! ist eine spielbasierte Lernplattform, mit der sich Lernspiele oder Quizze in wenigen Minuten einfacher erstellen, teilen und spielen lassen.
Diese KI-App hilft Ihnen, Ihre Schülerinnen und Schüler einzubeziehen und ihr Verständnis vor oder nach dem Unterricht zu überprüfen. Sie können unterhaltsame Lernspiele erstellen; Format und Anzahl der Fragen bestimmen Sie selbst. Fügen Sie Videos, Bilder und Diagramme hinzu, um die Fragen ansprechender zu gestalten, oder nutzen Sie KI-Tools, um schneller Quizze zu erstellen. Wählen Sie einfach ein Thema aus, laden Sie ein PDF hoch oder fügen Sie eine URL in die Plattform ein und passen Sie das Quiz an.
Sie können außerdem den Schwierigkeitsgrad und den Ton der Inhalte festlegen, damit sie zum Unterricht, zur Klassenstufe und zu den Lernstilen Ihrer Schülerinnen und Schüler passen.

Mit Kahoot! können Sie interaktive Quizze und Spiele mit verschiedenen Frageformaten erstellen und das Lernen unterhaltsamer und ansprechender gestalten.
Feedback in Echtzeit während des Unterrichts
Feedback ist am wirksamsten, wenn es zeitnah erfolgt. Mit Nearpod kann jede Schülerin und jeder Schüler sofort über Multiple-Choice-Fragen, kurze Antworten oder sogar Zeichnungen reagieren, und Sie können alle Antworten in Echtzeit sehen. Sie können beispielsweise alle 10 Minuten eine kurze Check-in-Frage einfügen, um sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler folgen und den Stoff verstehen.
Die Funktion „AI Create“ erstellt interaktive Unterrichtseinheiten, Quizze und spielerische Lernerlebnisse – ganz gleich, ob Sie ein neues Thema einführen, zentrale Konzepte wiederholen oder Lernmaterial kontextualisieren. An Nearpod gefällt mir besonders, dass jede Unterrichtseinheit auf Lernergebnissen aufbaut und aktives Lernen fördert – insbesondere für Schülerinnen und Schüler, bei denen die Konzepte Backward Design und Universal Design for Learning Guidelines zum Einsatz kommen.

Nearpod bietet Ihnen Zugriff auf fertige interaktive Unterrichtseinheiten für alle Fächer, die Sie für Ihre Schülerinnen und Schüler anpassen können.
Fazit: Mit KI mehr unterrichten und weniger vorbereiten
Die Rolle von Lehrkräften entwickelt sich gemeinsam mit neuen Technologien und KI-Tools weiter. Der Einsatz von KI im Unterricht mag zunächst auf gewisse Zurückhaltung stoßen, doch bei richtiger Anwendung können diese Tools Ihnen helfen, produktiver zu arbeiten und Schülerinnen und Schülern personalisiertere Lernerfahrungen zu bieten.
Wenn Sie ein KI-Tool in Ihrem Unterricht einsetzen möchten, beginnen Sie mit einer App, die einen konkreten Bedarf abdeckt. Registrieren Sie sich für eine kostenlose Version oder Testphase, probieren Sie aus, was für Ihre Klasse funktioniert, und überlassen Sie KI die Routineaufgaben, damit Sie sich auf Kreativität, Feedback und den Aufbau positiver Beziehungen zu Ihren Schülerinnen und Schülern konzentrieren können.

