Apple bereitet ein umfassendes Siri-Upgrade vor, das das iPhone deutlich stärker sprachgesteuert machen könnte. Das neue System soll es Nutzern ermöglichen, per Sprachbefehl zwischen Apps zu wechseln und Aufgaben zu erledigen.
Bloomberg berichtet, dass die Überarbeitung Siri in die Lage versetzen wird, komplexere Anweisungen zu verarbeiten und mühelos zwischen Aufgaben zu wechseln. Das Medium sagt, das Upgrade könnte „ein Erfolg werden, den viele Nutzer nicht kommen sahen“.
Wie das Upgrade die tägliche iPhone-Nutzung verändern könnte
Die erstmals auf Apples Worldwide Developers Conference 2024 (WWDC) vorgestellte aktualisierte Siri wurde dabei gezeigt, wie sie Details aus Apps abruft wie Messages, Mail und Maps, um einen Reiseplan zusammenzustellen. In dieser Demonstration konnte eine einzige gesprochene Anfrage ein Dokument öffnen, von einem Freund gesendete Musik abspielen oder eine in Photos gespeicherte ID-Nummer abrufen.
Laut Bloomberg, wird die neue Version auf einem erweiterten App-Intents-Framework laufen. Dadurch kann Siri direkt in App-Oberflächen navigieren und dort Aktionen ausführen – ähnlich, wie ein Nutzer selbst durch den Bildschirm tippen würde.
Das könnte bedeuten, per Sprachbefehl ein Foto zu finden und zu bearbeiten, in einer Shopping-App zu stöbern und Artikel in einen Warenkorb zu legen oder sich bei einem Konto anzumelden.
Dieses Sprachsteuerungssystem dürfte außerdem eine zentrale Rolle in Apples kommender Hardwarepalette spielen, darunter ein für nächstes Jahr angekündigtes Smart Display und ein Tischroboter, der zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen soll.
Das Upgrade soll im Frühjahr 2026 starten, nach einem umfassenden Neuaufbau der zugrunde liegenden Siri-Architektur. Laut Bloomberg testet Apple die Funktion derzeit mit großen Drittanbieterdiensten wie YouTube, Facebook, Uber und Amazon sowie mit den eigenen Apps.
Das nächste Siri wird nicht jede App steuern
Das aktualisierte Siri wird mit einem kontrollierten Start eingeführt und zunächst auf bestimmte Apps beschränkt sein, statt auf dem gesamten iPhone aktiviert zu werden. Apple priorisiert laut Bloomberg Bereiche, in denen Sprachbefehle mit gleichbleibender Genauigkeit und minimalem Risiko verarbeitet werden können.
Funktionen, die mit sensiblen Informationen zusammenhängen, etwa Finanztransaktionen oder Gesundheitsdaten, dürften Siri zunächst nicht zugänglich sein. Die Sorge besteht darin, dass selbst geringfügige Fehlinterpretationen in Apps für Bankgeschäfte oder private medizinische Informationen schwerwiegende Folgen haben könnten.
Apple lotet außerdem Partnerschaften aus mit externen KI-Anbietern , um Siris Fähigkeiten weiter auszubauen. Durch den Start mit einer kleineren Einführung kann Apple die Genauigkeit verbessern, mit der Siri Befehle versteht und ausführt, und so eine zuverlässige Leistung sicherstellen, bevor die Funktion auf weitere Kategorien ausgeweitet wird.
Wenn Apple seine Pläne umsetzt, könnte sich Siri von einer Hilfe im Hintergrund zu einer bevorzugten Möglichkeit entwickeln, sich durch Apps und Dienste zu bewegen.

