Nach Jahren voller Versprechen und Verzögerungen rückt Apples lang erwartetes Siri-Upgrade nun endlich näher.
Der nächste große KI-Vorstoß des Unternehmens für seinen Sprachassistenten soll nun später in diesem Jahr erscheinen; mehrere Berichte deuten auf einen Start im Frühjahr zusammen mit iOS 26.4 hin.
Branchenbeobachter sagen, dass dieses Update die bedeutendste Veränderung an Siri seit der Einführung vor mehr als einem Jahrzehnt markieren könnte. Laut Berichten von 9to5Mac wird Apple die neue Siri voraussichtlich zusammen mit iOS 26.4 veröffentlichen, das traditionell im März erscheint. Während iOS 26.3 noch als Betaversion vorliegt, liefern Apples bisherige Veröffentlichungstermine einige Hinweise.
Die jüngsten x.4-Updates wurden Anfang bis Ende März veröffentlicht, was auf ein ähnliches Zeitfenster in diesem Jahr hindeutet. Wenn Apple die erste iOS-26.4-Betaversion im Januar veröffentlicht, könnte das Update bereits Anfang März erscheinen. Eine spätere Betaversion würde die öffentliche Veröffentlichung wahrscheinlich auf das Monatsende verschieben.
Bloomberg hat ebenfalls wiederholt berichtet, dass iOS 26.4 das Update ist, mit dem Siris KI-Überarbeitung verbunden ist – eine Aussage, die durch Codefunde in aktuellen iOS-Versionen gestützt wird.
Ein neues Gehirn auf Basis von LLMs
Das Geheimrezept hinter diesem Update ist ein vollständiger Architekturwechsel. Apple verabschiedet sich von den inzwischen zehn Jahre alten Grundlagen von Siri und setzt stattdessen auf Large Language Models (LLMs). Dadurch kann Siri die Feinheiten menschlicher Gespräche verstehen, anstatt lediglich auf bestimmte Aktivierungswörter zu warten.
Interessanterweise geht Apple diesen Weg nicht allein. Berichten zufolge gibt es eine wegweisende Partnerschaft, bei der Apple Googles Gemini AI für die Verarbeitung komplexer Anfragen einsetzt, während das Unternehmen für einfachere, datenschutzsensible Aufgaben die eigene Verarbeitung auf dem Gerät beibehält.
„Wir freuen uns auch auf eine stärker personalisierte Siri. Wir machen gute Fortschritte dabei. Und wie wir bereits mitgeteilt haben, erwarten wir, sie im kommenden Jahr zu veröffentlichen“, sagte Apple CEO Tim Cook während eines Earnings-Calls im Oktober 2025.
Die neue Grundlage ermöglicht außerdem Funktionen, die Apple bereits angekündigt, aber verzögert hatte, darunter:
- App Intents, mit denen Siri Aktionen innerhalb von Apps – auch von Drittanbietern – ausführen kann
- Persönliche Kontextkenntnis, durch die Siri auf deinem Gerät gespeicherte Informationen nutzen kann, um Aufgaben zu erledigen
- Bildschirmerkennung, dank der Siri mit dem aktuell Angezeigten arbeiten kann
Diese Werkzeuge sollen Siri über einfache Befehle hinausführen und sie einem echten digitalen Assistenten
näherbringen.
Für Apple steht bei dieser Einführung mehr auf dem Spiel als nur ein Software-Update: Es geht um die eigene Relevanz in einer Welt, in der KI-Chatbots zur wichtigsten Schnittstelle zwischen Menschen und Technik werden. Analysten zufolge könnte ein erfolgreicher Neustart von Siri ein erheblicher Impuls für die Geräteverkäufe sein, da Nutzer nach Hardware suchen, die diese fortschrittlichen Apple-Intelligence-Funktionen.
ausführen kann. Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach. Diese Überarbeitung wurde ursprünglich bereits 2024 angekündigt, verzögerte sich aber mehrfach aufgrund interner Bedenken hinsichtlich Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Da der März-Termin immer näher rückt, wächst der Druck auf Apple zu beweisen, dass Siri endlich der „intelligente Begleiter“ sein kann, als der sie immer versprochen wurde.
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