Apple hat ein neues, auf Datenschutz ausgerichtetes KI-Trainingssystem für iOS 18.5 angekündigt. Es soll die Funktionen von Apple Intelligence verbessern, indem Nutzungstrends analysiert werden, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden.
Apple setzt darauf, intelligentere KI entwickeln zu können, ohne den Datenschutz zu opfern; dieser Balanceakt könnte das Unternehmen jedoch ausbremsen.
Apple tut sich schwer damit, die Privatsphäre der Nutzer mit Trainingsdaten für KI in Einklang zu bringen
Unter den KI-Unternehmen genießt Apple den besten Ruf, wenn es um den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer geht. Der Technologiekonzern stellte unmissverständlich fest: „Apple verwendet die privaten personenbezogenen Daten unserer Nutzer oder deren Interaktionen nicht beim Training unserer Basismodelle“, wie das Unternehmen erneut bekräftigte in seinem Blogbeitrag vom 14. April 2025.
Dieses Versprechen hat jedoch seinen Preis. Da Apple weniger Daten sammelt, stehen dem Unternehmen weniger hochwertige Informationen zur Verfügung, um Apple Intelligence und andere KI-Tools zu trainieren. Andere Konkurrenten wie Meta und xAI trainieren ihre KI-Modelle seit Jahren mit von Nutzern erstellten Daten, sodass Apple nun aufholen muss.
Eine Folge dieser Herausforderung zeigte sich im März, als Apple eine Überarbeitung seines KI-Assistenten Siri verschob. Das war ein seltener Schritt für ein Unternehmen, das ein Produkt nach seiner Ankündigung so gut wie nie verschiebt. Die neue Siri wurde 2024 angekündigt und soll 2025 auf den Markt kommen, wird sich aber voraussichtlich um mindestens ein Jahr verzögern.
Apple setzt beim KI-Training auf synthetische Daten und differentielle Privatsphäre
In seinem jüngsten Blogbeitrag erläuterte Apple mehrere Methoden, mit denen das Unternehmen Apple Intelligence verbessern will, ohne dabei die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden.
Der Technologiekonzern will differentielle Privatsphäre auf Nutzerebene nutzen, um identifizierbare Nutzerdaten zu verschleiern und Genmoji, ein Tool zur Erstellung von Emojis, zu verbessern. In künftigen Versionen plant Apple, dieselbe Technik auf weitere Funktionen auszuweiten, darunter Image Playground, Image Wand, Memories Creation und Writing Tools in Apple Intelligence sowie Visual Intelligence.Apple wird außerdem synthetische Daten – also von KI erzeugte Beispieldaten – verwenden, um Trainingsdatensätze für KI-Modelle zu erstellen, die die Privatsphäre der Nutzer nicht gefährden. Apple zufolge werden die synthetischen Daten aggregierte Trends aus echten Nutzerdaten abbilden, ohne tatsächlich E-Mails oder Textnachrichten von Geräten zu sammeln. An dieser Kampagne zur Verbesserung der E-Mail-Funktionen nehmen nur Nutzer teil, die dem Senden von Geräteanalysedaten an Apple zugestimmt haben.

