Apples nächstes bahnbrechendes Gerät könnte auf deinem Gesicht sitzen – und nicht in deiner Hand.
Der Technologiekonzern arbeitet Berichten zufolge intensiv an seiner ersten KI-gestützten Smartbrille – einem Wearable ohne Display, das direkt auf Metas äußerst beliebte Ray-Ban-Smartbrillen zielen soll. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman soll das intern unter dem Codenamen N50 geführte Produkt bereits Ende 2026 oder in den ersten Monaten des Jahres 2027 vorgestellt werden, der Verkauf soll noch im selben Jahr beginnen.
Apple hat sich den Ruf erarbeitet , spät in eine Produktkategorie einzusteigen und anschließend alle anderen hinter sich zu lassen. Der iPod war nicht der erste MP3-Player. Das iPhone war nicht das erste Smartphone. Die Apple Watch war nicht die erste Smartwatch. Die Brille scheint derselben Philosophie zu folgen – nur tut das Unternehmen diesmal nicht einmal so, als wolle es das Rad sofort neu erfinden.
Was Apple entwickelt, ist keine Augmented-Reality-Brille. Es gibt kein Head-up-Display und keine digitale Einblendung in der realen Welt. Stattdessen soll die Brille als Begleiter für dein iPhone dienen, alltägliche Aufgaben wie das Aufnehmen von Fotos, das Annehmen von Anrufen und Gespräche mit Siri erledigen, ohne dass du dein Smartphone aus der Tasche holen musst.
Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman will Apple mit Metas Ray-Ban-Kollektion konkurrieren und dabei auf eine „hochwertigere Verarbeitung“ setzen. Während viele Konkurrenten auf gewöhnlichen Kunststoff setzen, entscheidet sich Apple Berichten zufolge für Acetat – ein Material, das in der Modewelt dafür bekannt ist, langlebiger und hochwertiger als eine durchschnittliche Brille zu sein.
Vier Looks, ein Ziel
Das Apple-Designteam hat Berichten zufolge mindestens vier verschiedene Fassungsstile entwickelt. Gurman schreibt, das Unternehmen plane, „einige oder alle davon sowie zahlreiche Farbvarianten“ auf den Markt zu bringen.
Laut Bloomberg werden derzeit folgende Designs getestet:
- Ein großes rechteckiges Gestell, ähnlich der Ray-Ban Wayfarer
- Ein schmaleres rechteckiges Design wie die Brille, die Apple-CEO Tim Cook trägt
- Größere ovale oder runde Gestelle
- Eine kleinere, elegantere ovale oder runde Variante
Zu den in Betracht gezogenen Farben gehören Schwarz, Ozeanblau und Hellbraun.
Die Brille kommt nicht allein. Bloomberg berichtet, dass sie Teil einer „dreigleisigen Strategie für KI-Wearables“ ist, zu der auch neue AirPods mit Kameras sowie ein tragbarer Anhänger mit Kameras.
gehören. Jedes Gerät soll Computer Vision nutzen, um die Umgebung zu erfassen und diese Informationen an Siri und Apple Intelligence weiterzugeben. Dadurch könnten Funktionen wie eine verbesserte Turn-by-Turn-Navigation und visuelle Erinnerungen ermöglicht werden.
Apple entwickelt also nicht einfach nur eine Brille. Das Unternehmen baut ein Ökosystem aus KI-Wearables auf, die miteinander und mit deinem iPhone kommunizieren.
Wie Apple Meta schlagen will
Meta hat einen enormen Vorsprung. Die Ray-Ban-Smartbrillen des Unternehmens sind bereits ein Erfolg. Doch Apple glaubt, Vorteile zu haben, mit denen Meta nicht mithalten kann.
Laut Mitarbeitern, die an dem Projekt arbeiten und mit Bloomberg gesprochen haben, besteht Apples Strategie darin, „die Konkurrenz durch eine enge Integration der Brille mit dem iPhone und eine hochwertigere Verarbeitung zu übertreffen“.
Anders als Meta, das sich bei den Fassungen auf seinen Partner EssilorLuxottica verlässt, übernimmt Apple das Design vollständig intern. Das unterscheidet das Unternehmen auch von Google und Samsung, die mit Warby Parker zusammenarbeiten.
„Wenn diese Brille mit einer funktionierenden Siri richtig umgesetzt wird, könnte sie eine ähnliche Entwicklung wie die Apple Watch nehmen: nicht als Erste auf dem Markt, aber letztlich marktbeherrschend“, merkt Gurman an.
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