China stellt den weltweit ersten „biomimetischen KI-Roboter“ mit menschenähnlichem Gang vor

China's Biomimetic AI Robot

Image: GodfreyDubon via X

Feb 5, 2026
3 minute read
eWeek content and product recommendations are editorially independent. We may make money when you click on links to our partners. Learn More

Nicht aus Metall, nicht cartoonhaft und ganz sicher nicht darauf bedacht, seine Identität zu verbergen.

Chinas Wettrennen in der humanoiden Robotik nahm Ende Januar eine bemerkenswerte Wendung, als DroidUp Moya vorstellte – einen humanoiden Roboter, den das Unternehmen als weltweit ersten vollständig biomimetischen, verkörperten intelligenten Roboter bezeichnet.

Der Roboter wurde bei der Eröffnung der neuen Zentrale und des Showrooms von DroidUp im Zhangjiang Robotics Valley in Shanghai präsentiert. Moya wurde sowohl bei der Veranstaltung als auch online schnell zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. 

Der 1,65 Meter große und etwa 32 Kilogramm schwere humanoide Roboter ist mit Proportionen gebaut, die denen eines erwachsenen Menschen ähneln. DroidUp zufolge erreicht die Körperhaltung des Roboters beim Gehen eine Übereinstimmung von 92 % mit menschlichen Bewegungen. 

Anders als viele für Fabriken oder Labore entwickelte humanoide Roboter, sind Moyas Bewegungen bewusst langsam, geschmeidig und auf soziale Interaktion ausgerichtet. Ein weiteres Detail erregte Aufmerksamkeit: Moya hält eine Körpertemperatur zwischen 32 °C und 36 °C, damit sich Interaktionen natürlicher anfühlen.

Verkörperte KI im Kern

DroidUp beschreibt Moya als Beispiel für verkörperte KI: Systeme, die nicht nur rechnen, sondern auch die physische Welt wahrnehmen, Schlussfolgerungen ziehen und in ihr handeln.

Vom South China Morning Post veröffentlichtes Videomaterial (SCMP) zeigt, wie der Roboter subtile Gesichtsbewegungen ausführt, die oft als Mikroexpressionen bezeichnet werden und bei herkömmlichen Robotern normalerweise fehlen. Diese kleinen Signale – Nicken, Lächeln, Augenbewegungen und Blickkontakt, Veränderungen im Gesicht, Körperhaltung – sind zentral für DroidUps Bestreben, langfristige Mensch-Roboter-Interaktionen weniger mechanisch wirken zu lassen.

Das Unternehmen hat nur wenige technische Details bekannt gegeben, doch Berichte von RoboHorizon, zitiert von Interesting Engineering, legen nahe, dass Moya auf einer Plattform mit einem als „Walker 3“ bezeichneten Chassis basiert. 

Die öffentliche Reaktion, insbesondere in den chinesischen sozialen Medien, ist ein klassischer Fall des Uncanny Valley. Berichten zufolge sind einige Menschen fasziniert, während andere Moyas realistische Gesichtsausdrücke und Bewegungen als verstörend empfinden.

Advertisement

Wo DroidUp den Einsatz von Moya sieht

DroidUp positioniert Moya weder als Haushaltsgerät noch als Industriearbeiter.

Laut SCMP stellt sich das Unternehmen vor, den Humanoiden im Gesundheitswesen einzusetzen, im Bildungsbereich und in kommerziellen Umgebungen, in denen Aussehen, Körpersprache und anhaltende Interaktion wichtiger sind als Geschwindigkeit oder Kraft.

Moya soll Ende 2026 auf den Markt kommen. Der gemeldete Einstiegspreis liegt laut Zahlen aus der SCMP-Videoberichterstattung bei etwa 1,2 Millionen Yuan (rund 173.000 US-Dollar). 

Ein anderer Weg für humanoide Roboter

Weltweit teilt sich die humanoide Robotik in klar erkennbare Lager. Einige Unternehmen verzichten ganz auf Realismus und setzen stattdessen auf cartoonartige Designs. Andere bevorzugen deutlich mechanische Formen, die für Fabriken geeignet sind. DroidUp hat sich für den riskanteren Weg entschieden und strebt direkt nach menschlicher Ähnlichkeit. 

Ob Moyas nahezu menschliches Erscheinungsbild zu einer Stärke oder zu einem Stolperstein wird, bleibt abzuwarten. Sein Debüt hat jedenfalls bereits etwas Bedeutendes bewirkt: Es hat die Diskussion darüber hinausgeführt, was Roboter leisten können, und den Fokus darauf gelenkt, wie wohl sich Menschen fühlen, wenn Maschinen beginnen, fast wie einer von uns auszusehen und sich zu verhalten.

Lesen Sie auch: Roboter übernehmen Arbeiten, die für Menschen zu gefährlich sind und zeigen, wo Automatisierung Risiken bereits durch Maschinen ersetzt.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Property of TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. All Rights Reserved

Advertiser Disclosure: Some of the products that appear on this site are from companies from which TechnologyAdvice receives compensation. This compensation may impact how and where products appear on this site including, for example, the order in which they appear. TechnologyAdvice does not include all companies or all types of products available in the marketplace.