Google arbeitet daran, dir nächstes Jahr eine neue Art Superkraft vors Gesicht zu setzen: KI-gestützte Brillen, die auf der Gemini-Plattform und Android XR basieren.
Die kommende Brille verfügt über eine Kamera, Mikrofone und Lautsprecher und wird mit deinem Smartphone synchronisiert, um Apps und Informationen ins Blickfeld zu holen – ganz ohne das vertraute Ritual, in der Tasche zu kramen. Die Idee, wie Google-Führungskräfte bei einer Präsentation am Montag darlegten, ist es, die Hände freizubekommen, damit man „den Kopf oben, die Hände frei und den Blick in der realen Welt“ behält.
Das Unternehmen arbeitet bei der Entwicklung der Brille mit den Brillenherstellern Warby Parker und Gentle Monster zusammen, unterstützt durch eine Zusage von bis zu 150 Millionen US-Dollar an Google-Mitteln für Warby Parker, und baut zudem seine Partnerschaft mit Samsung aus.
Was du mit Googles KI-Brille machen kannst
Das Unternehmen plant, zwei Arten von Brillen auf den Markt zu bringen: Brillen ohne Display mit Kameras, über die Nutzer mit Gemini chatten und Fotos aufnehmen können, sowie eine Version mit In-Lens-Display, die visuelle Funktionen wie die Anzeige von Terminen, Abbiegehinweise, Live-Untertitel und mehr bietet. Damit die Gestelle leicht genug für das Tragen den ganzen Tag bleiben, wird die Brille für die nötige Rechenleistung auf ein Smartphone zurückgreifen.
Google erklärte, man habe außerdem eine Live-Sprachübersetzung zwischen zwei Personen vorgeführt. Damit zeige die Brille, wie sie Sprachbarrieren überwinden kann, indem sie Untertitel für die reale Welt bereitstellt.
Die Brille wird außerdem über ein optionales In-Lens-Display verfügen, auf dem Informationen diskret angezeigt werden können. Statt dich lediglich zu benachrichtigen, nutzt die Brille Gemini, um deinen Kontext zu verstehen und dich bei Aufgaben wie dem Scannen eines Bücherregals oder dem Erkennen von Zutaten für ein Rezept zu unterstützen, wie Googles jüngste Demonstration zeigte.
Der Markt für Smart Glasses wächst
Google konkurriert mit Meta, das in Zusammenarbeit mit EssilorLuxottica erfolgreich die KI-gestützte Ray-Ban Meta auf den Markt gebracht hat. Meta verlagert seinen Schwerpunkt derzeit auf Smart Glasses und fährt zugleich die massiven Investitionen in das Metaverse zurück. Die$799 Brille ermöglicht es Nutzern, über einen Neural-Band-Handgelenk-Controller Befehle zu erteilen.
Google kündigte im Mai an, wieder in den Markt für Smart Glasses einzusteigen, nachdem Mitgründer Sergey Brin erklärt hatte, aus früheren Fehlern mit der Google Glass gelernt zu haben – etwa aus dem Einsatz weniger ausgefeilter KI und dem fehlenden Wissen über die Lieferkette für Unterhaltungselektronik.
Der kleine Markt für Smart Glasses wird zunehmend umkämpft, da auch andere Unternehmen, darunter Snap und Alibaba, KI-Brillen entwickeln.
Wenn du KI nutzen möchtest, um schneller Fortschritte zu machen, zeigt unser Leitfaden zu KI-Tools, um jede Fähigkeit zu erlernen praktische Optionen für alle, die im Alltag lernen.

