Vier US-amerikanische Unternehmen werden 2026 voraussichtlich zusammen 650 Milliarden US-Dollar für KI ausgeben.
In einem schnellen, aggressiven Wettlauf um die Vorherrschaft im KI-Sektor haben vier der größten US-Technologiekonzerne in diesem Jahr gewaltige Summen in KI investiert. Bloomberg berichtet, dass Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft in diesem Jahr sage und schreibe 650 Milliarden US-Dollar für KI ausgeben werden.
Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass das Geld nicht nur in alles rund um KI fließt, sondern konkret in den Ausbau ihrer Rechenzentren. Das ist nicht überraschend, denn mehr Rechenzentren gehen mit mehr Rechenleistung für fortgeschrittene KI-Funktionen einher.
Große Wetten im Streben nach globaler KI-Vorherrschaft
Die vier großen Technologiekonzerne und andere Unternehmen, die massiv in KI investieren, wollen alle dasselbe: einen großen Anteil am KI-Markt.
Der Wettbewerb nimmt zu – von neuen KI-Start-ups mit schnellem Wachstum bis hin zu älteren, etablierteren Unternehmen, die auf KI umschwenken. Das Ergebnis ist ein noch härteres Umfeld für KI-fokussierte Unternehmen und möglicherweise auch für andere Softwareunternehmen.
Schätzungen von Bloomberg zufolge liegt das geplante Budget jedes Unternehmens deutlich über den Summen, die es in den vergangenen Jahren für KI ausgegeben hat.
Bloomberg analysierte außerdem die erwarteten Ausgaben von 21 weiteren Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Die Analyse ergab, dass ihr gemeinsames Budget von 180 Milliarden US-Dollar für 2026 nicht annähernd an die von den vier großen Technologiekonzernen geplanten 650 Milliarden US-Dollar herankommt.
Zu der Gruppe der 21 gehören Unternehmen aus bedeutenden US-Branchen wie dem Automobilbau, dem Baugewerbe und dem Rüstungssektor. Selbst mit großen Namen wie Exxon Mobil Corp., Intel Corp. und Walmart Inc. verblassen ihre geplanten Ausgaben gegenüber den KI-Investitionen dieser vier Technologiegiganten.
Ein ironischer Wertverlust und die Unruhe der Anleger
Trotz dieser Ausgaben, die eigentlich auf ein wachsendes KI-Potenzial hindeuten sollten, sind die Anleger ziemlich besorgt.
Fragen nach einer möglichen Rentabilität, die diese Ausgaben rechtfertigen würde, werden laut. Google etwa, das den Großteil seines Umsatzes mit Werbung erzielt, will bis zu 185 Milliarden US-Dollar ausgeben. Amazon wiederum plant Ausgaben von bis zu 200 Milliarden US-Dollar. Die Anleger befürchten, dass diese Ausgaben im Verhältnis zu den Gewinnen übermäßig hoch sein könnten – trotz der großen Barreserven dieser Unternehmen.
Der Bloomberg-Bericht zeigt außerdem, dass die Unruhe auch durch die Sorge ausgelöst wird, wie sich KI auf andere, nicht auf KI fokussierte Softwareunternehmen auswirken könnte.
Tomasz Tunguz, ein ehemaliger Google-Mitarbeiter, der zum Investor wurde, schrieb im vergangenen Jahr in einem Blogbeitrag , dass solche Szenarien oft schlecht enden, wirtschaftlich jedoch vorteilhaft sind, solange sie andauern. Das könnte erklären, warum diese Anleger nicht nur besorgt sind, sondern Geld aus diesen Unternehmen abziehen. Die negative Stimmung unter diesen Anlegern hat nach den Ankündigungen der Unternehmen zu einem gemeinsamen Verlust von mehr als 950 Milliarden US-Dollar geführt.
Worauf die vier großen Unternehmen jetzt ihren Fokus legen
Die vier Unternehmen bauen nicht nur LLM-Chatbots oder ersetzen Mitarbeiter durch KI. Sie konzentrieren sich allesamt auf einen harten Kampf um die Vorherrschaft bei der Produktion von KI-Rechenleistung.
Rechenzentren treiben alle Formen von KI an, die wir um uns herum sehen, und das Unternehmen, das mehr davon besitzt und sie besser betreibt, wird als Sieger hervorgehen. Diese einfache Tatsache hat den Wettlauf um den Bau weiterer Rechenzentren ausgelöst – trotz ihrer Umweltfolgen.
Elon Musk hat bereits Pläne für den Aufbau von Rechenzentren im Weltraum angekündigt. Musk zufolge nutzt der Betrieb von Rechenzentren im Weltraum die unendliche Energie der Sonne, die Weite des Weltraums und andere Ressourcen, um hocheffiziente Rechenzentren zu schaffen, die fortschrittliche KI-Modelle produzieren werden.
Sollte dies Realität werden, könnte SpaceX, das kürzlich mit xAI fusionierte, diese vier im Wettlauf überholen – oder sie ebenfalls dazu bringen, diesen Weg mit doppeltem Einsatz zu verfolgen.
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