Hat ChatGPT beim Schreiben des Stranger-Things-Finales geholfen? Fans glauben, Beweise entdeckt zu haben

stranger things 5 on tv screen

Image: Adobe

Written By
Kezia Jungco
Kezia Jungco
Jan 15, 2026
3 minute read
eWeek content and product recommendations are editorially independent. We may make money when you click on links to our partners. Learn More

Eine kurze Szene in Netflix’ „Stranger Things: One Last Adventure“ hat eine neue Debatte über künstliche Intelligenz und kreative Arbeit ausgelöst. 

Zuschauer, die sich die Hinter-den-Kulissen-Dokumentation ansahen, glaubten, ChatGPT-Tabs auf einem Laptop im Autorenzimmer der Serie entdeckt zu haben, während das Team an der letzten Folge arbeitete. 

Das Bild verbreitete sich schnell online, nährte Behauptungen, generative KI habe das Serienfinale beeinflusst, und entfachte erneut die Diskussion darüber, wie generative KI-Tools in der Fernsehproduktion.

Ein Screenshot sorgt bei Fans für genaue Prüfung 

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht ein Ausschnitt, der die unter Druck stehenden Macher Matt und Ross Duffer zeigt, während sie das Drehbuch für die letzte Folge „The Rightside Up“ fertigstellen. Aufmerksame Fans hielten die Dokumentation an und teilten online Screenshots mit der Behauptung, ChatGPT sei neben einem Google-Dokument geöffnet gewesen.

Laut Euronews, „scheint das Subreddit der Serie, r/StrangerThings, gespalten zu sein: Viele sehen darin einen Verrat, während andere das Kreativteam verteidigen und sagen, der Screenshot sei nicht eindeutig.“ Der Screenshot ist viral gegangen, doch es gibt keine konkreten Beweise dafür, dass die Duffer-Brüder generative KI zum Schreiben der Folge verwendet haben. 

Die erneute Prüfung folgte auf frühere Spekulationen von Fans, die als „Conformity Gate“ bekannt wurden – eine Theorie, der zufolge Netflix eine geheime zusätzliche Folge verheimlichte. Als sich diese Theorie nicht bewahrheitete, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Dokumentation selbst.

Dokumentarfilm-Regisseurin weist Vorwürfe zurück

Ein großer Teil der Reaktionen auf die Kontroverse konzentrierte sich auf Äußerungen von Martina Radwan, der Regisseurin von „One Last Adventure“, die rund ein Jahr lang an der Produktion von Stranger Things beteiligt war. 

In einem Interview mit The Hollywood Reporter stellte Radwan infrage, ob die Zuschauer überhaupt sicher sein könnten, dass ChatGPT geöffnet war. „Ich meine, sind wir überhaupt sicher, dass ChatGPT geöffnet war?“, sagte Radwan. 

Radwan fügte hinzu, dass es online viele Spekulationen von Menschen gebe, die ohne stichhaltige Beweise voreilige Schlüsse zögen. Sie fragte, warum es ungewöhnlich sein sollte, ChatGPT für Recherchen geöffnet zu haben, und sagte, die meisten Menschen nutzten es für schnelle Suchanfragen.

Advertisement

Sie ging auch auf die Annahme ein, generative KI könne zum Schreiben eines komplexen Fernsehdrehbuchs eingesetzt werden. „Wie soll man bitte eine Handlung mit 19 Figuren schreiben und ChatGPT verwenden? Das verstehe ich überhaupt nicht“, sagte sie. 

Yahoo Entertainment merkte außerdem an, dass Radwan ihre Frustration über die Reaktionen auf die Dokumentation zum Ausdruck gebracht habe. „Was ich herzzerreißend finde, ist, dass alle die Serie lieben und wir sie plötzlich auseinandernehmen müssen“, sagte sie.

Die KI-Angst geht über die Serie hinaus

Die Debatte um Stranger Things macht deutlich, dass es größere Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit generativer KI in der kreativen Arbeit gibt – selbst wenn ihr Einsatz unbestätigt bleibt. 

Yahoo Entertainment wies darauf hin, dass es trotz der viralen Verbreitung des Screenshots keine stichhaltigen Beweise dafür gebe, dass die Duffer-Brüder generative KI zum Schreiben der Folge verwendet haben. Das hat die Fans jedoch nicht davon abgehalten, zu spekulieren. 

Wie Gizmodo berichtete, geht die Kontroverse auf die Interpretationen der Zuschauer zurück und nicht auf einen bestätigten KI-Einsatz. Radwan erklärte, sie habe während ihrer Zeit an der Produktion nie einen unethischen Einsatz generativer KI beobachtet.

Diese Reaktionen zeigen, wie die Präsenz von KI-Tools, selbst wenn ihr Einsatz nicht eindeutig ist, schnell Debatten über Kreativität, Urheberschaft und Vertrauen bei hochkarätigen Projekten auslösen kann.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie künstliche Intelligenz die Kreativbranchen verändert, lesen Sie unsere Einschätzung zur zunehmenden Auseinandersetzung über die Rolle von KI in Hollywood.

Kezia Jungco

Kezia Jungco is a staff writer with five years of hands-on experience testing and analyzing generative AI platforms, chatbots, and NLP tools. She writes in-depth coverage for both enterprise and consumer audiences, focusing on artificial intelligence, data analytics, CRM solutions, cloud infrastructure, cybersecurity, and emerging tech trends. Her work appears in TechRepublic, eWEEK, Datamation, TechnologyAdvice, and Selling Signals.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Property of TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. All Rights Reserved

Advertiser Disclosure: Some of the products that appear on this site are from companies from which TechnologyAdvice receives compensation. This compensation may impact how and where products appear on this site including, for example, the order in which they appear. TechnologyAdvice does not include all companies or all types of products available in the marketplace.