Foundation, ein Robotikunternehmen aus San Francisco, schlägt seinen humanoiden Roboter Phantom als potenzielles Überwachungs- und Aufklärungstool für die südliche US-Grenze vor.
CEO Sankaet Pathak erklärte gegenüber Fox News, das Unternehmen habe seine Technologie Vertretern des Department of Homeland Security vorgeführt und diskutiere mit mehreren Behörden der nationalen Sicherheit über mögliche Anwendungen.
"Wir sprechen mit fast allen staatlichen Einrichtungen der nationalen Sicherheit, also mit Luftwaffe, Marine, Armee und DHS", sagte Pathak. "Wir führen diese Gespräche weiter. Wir beginnen, Verträge und einige Anwendungen für diese Behörden auszuhandeln."
Doch aus dem Vorschlag ist bislang kein Regierungsprogramm geworden. Ein Sprecher des DHS erklärte gegenüber Fox News: "Das Department of Homeland Security hat derzeit keinerlei nichtvertragliche Vereinbarungen, Pilotprojekte oder aktive Hauptaufträge mit Foundation."
Foundation zufolge könnte Phantom unebenes Gelände überqueren, Menschen von anderen Objekten unterscheiden und Karten seiner Umgebung erstellen. Das Unternehmen stellt sich vor, dass der Roboter autonom arbeitet, verdächtige Aktivitäten erkennt und menschliche Einsatzkräfte alarmiert, anstatt selbst über Maßnahmen zu entscheiden.
Von militärischen Tests bis zur Grenze
Der Vorschlag für die Grenze baut auf Foundations umfassenderem Vorhaben auf, Phantom für gefährliche Umgebungen zu positionieren.
Das Unternehmen schickte zuvor zwei Phantom-MK-1-Roboter in die Ukraine für Pilotvorführungen mit Schwerpunkt auf Logistikmissionen in gefährlichen Gebieten. Foundation hat sich Forschungsaufträge der US-Regierung im Wert von 24 Millionen US-Dollar gesichert, um mögliche Einsatzbereiche wie Logistik, Inspektion und den Umgang mit Waffen.
zu untersuchen. Diese Vorgeschichte macht den Vorschlag für die Grenze bemerkenswert: Foundation verfolgt dieselbe grundlegende Idee weiter und schickt humanoide Maschinen an Orte, die als für Menschen riskant gelten – von militärischen Umgebungen hin zur inneren Sicherheit. Pathak sagte, auch Tunnel und andere schwer zugängliche Bereiche könnten zu Zielen für die robotergestützte Überwachung werden.
"Das Wichtigste für uns ist, dass wir unsere Einsatzkräfte an einem sicheren Ort halten können und diese Roboter rund um die Uhr weiter überwachen können", sagte Pathak gegenüber Fox News.
Die Technologie hat weiterhin Grenzen
Foundations aktuelles Phantom ist noch nicht für jede Art von Außenbedingungen ausgelegt. Die Wetterfestigkeit sei weiterhin eine wesentliche Einschränkung, erklärte Pathak.
Pathak sagte, das Unternehmen plane, später in diesem Jahr ein Modell der zweiten Generation vorzustellen, das wasserdicht, staubdicht und für den Einsatz im Freien robuster sein werde. Foundation erklärt außerdem, dass Phantom auf dem KI-System Cortex basiert, das visuelle, sprachliche und multimodale Fähigkeiten kombiniert, damit Roboter physische Umgebungen verstehen und in ihnen handeln können.
Die größte Hürde könnte weniger darin liegen, ob Phantom unwegsames Gelände überqueren kann, sondern darin, ob der Roboter unter den unvorhersehbaren Bedingungen entlang der rund 1.950 Meilen langen Grenze zwischen den USA und Mexiko zuverlässig arbeiten kann.
Ein Roboter, der den Strom verliert, mit extremem Wetter zu kämpfen hat, eine Person falsch identifiziert oder einen Kommunikationsausfall erleidet, könnte neue Probleme schaffen, statt alte zu lösen. Die menschliche Aufsicht bedeutet zudem, dass das System die Einsatzkräfte ergänzen würde, anstatt sie überflüssig zu machen.
Für Foundation könnte das die Überwachung zum realistischeren ersten Schritt machen. Pathak sagte, ein Pilotprojekt könne schnell beginnen, doch das DHS hat ein solches Programm nicht angekündigt. Sollte sich das ändern, könnte die Grenze zu einem weiteren realen Testgelände für humanoide Roboter werden – diesmal außerhalb des Schlachtfelds und deutlich näher an der Heimat.
Mehr dazu: Während Foundation häusliche Überwachungsanwendungen für Phantom untersucht, testet Taiwan Roboterhunde für Aufklärungs-, Überwachungs- und Patrouillenaufgaben und zeigt damit, wie Regierungen robotische Systeme für Sicherheitsaufgaben prüfen, während die formelle Beschaffung weiterhin ungeklärt ist.

