Künstliche Intelligenz (KI) erobert die Welt im Sturm. Wir erleben bahnbrechende Tools wie ChatGPT, und Wissenschaftler von Google DeepMind haben sogar den Nobelpreis 2024 dafür gewonnen, mithilfe von KI Proteinstrukturen besser vorherzusagen und zu entwerfen. Die Möglichkeiten der KI sind zwar nahezu grenzenlos, doch einige warnen vor dem Potenzial für Missbrauch – zu den häufigsten Befürchtungen zählen eine von KI ausgelöste Finanzkrise, ein durch den steigenden Energiebedarf der KI verursachter Zusammenbruch des Stromnetzes oder von KI der nächsten Generation entwickelte biologische Waffen. Während die meisten Wissenschaftler und Forscher optimistisch in die Zukunft der KI blicken, befürchten andere schon bald eine von KI ausgelöste Katastrophe.
„Ich denke, es ist nahezu unausweichlich, dass es zumindest zu meinen Lebzeiten irgendeine Art von KI-Fukushima geben wird“, sagte der Forscher der Columbia University und Pulitzer-Preisträger Siddhartha Mukherjee, in Anspielung auf den Atomreaktorunfall in Japan im Jahr 2011.
Mit Energie gegen die Klimakrise
Der Klimawandel ist eines der größten Hindernisse für KI. Einerseits setzen Unternehmen bereits fortschrittliche KI-Algorithmen ein , um Überschwemmungen, Hitzewellen und andere Naturkatastrophen besser vorherzusagen. Andererseits verbrauchen einige dieser Systeme selbst exorbitant viel Energie. Das ist ein zweischneidiges Schwert, das nicht ignoriert werden darf.
Bestimmte Prozesse, etwa das Training großer Sprachmodelle (LLMs), verbrauchen genug Energie, um 1.000 Haushalte mit Strom zu versorgen – und das ein ganzes Jahr lang. Probleme wie dieses vergrößern die Zahl der potenziellen Gefahren der KI nur noch, und viele Wissenschaftler und Forscher sind zu Recht besorgt.
„KI-Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, investieren viel in erneuerbare Energien, und hoffentlich wird das den schnelleren Übergang weg von fossilen Brennstoffen vorantreiben“, sagte Asmeret Asefaw Berhe, ehemalige Direktorin des Office of Science des US-Energieministeriums. „Aber reicht das aus?“
Einigen Berechnungen zufolge wird KI der nächsten Generation jährlich bis zu 134 Terawattstunden verbrauchen, genug, um ein Land von der Größe der Niederlande mit Strom zu versorgen. Eine aktuelle Studie der International Energy Agency stützt diese Aussagen zusätzlich: Sie schätzt, dass Rechenzentren weltweit bis 2026 bis zu 1.050 Terawattstunden pro Jahr verbrauchen könnten. Da sich in den USA etwa 33 Prozent aller Rechenzentren weltweit befinden, lässt sich leicht erkennen, wie daraus schnell eine eigene Energiekrise entstehen könnte.
Die Gefahren der KI-Technologie vermeiden
Obwohl künstliche Intelligenz noch in den Kinderschuhen steckt und scheinbar endlose Möglichkeiten bietet, warnen einige Wissenschaftler und Forscher die Verbraucher bereits vor den Gefahren der KI-Technologie. Trotz dieser Gefahren konzentrieren sich Nachrichtenberichte über KI im Allgemeinen auf die Vorteile. Wie die Zahlen jedoch zeigen, darf und kann das Potenzial für eine KI-Katastrophe auf Fukushima-Niveau nicht ignoriert werden.

