KI-Suchmaschinen bevorzugen „weniger populäre“ Websites gegenüber den Top-Ergebnissen von Google

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David Curry
David Curry
Oct 28, 2025
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Es hat sich gezeigt, dass sich KI-gestützte Suchmaschinen deutlich von herkömmlichen Google-Suchen unterscheiden und häufig weniger populäre Quellen anzeigen, die in den Top 20 der konventionellen Ergebnisse nicht auftauchen.

Das geht aus einer in diesem Monat veröffentlichten Studie von Forschern der Ruhr-Universität Bochum und des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme hervor. Sie verglichen die herkömmlichen Ergebnisse von Google mit denen von Googles AI Overviews, Gemini 2,5, der Websuche von GPT-4o und GPT-4o mit Search Tool.

Die Suchanfragen reichten von konkreten Fragen und politischen Themen bis hin zu den meistverkauften Produkten auf Amazon und Einträgen aus dem WildChat-Datensatz.

KI-Suche geht über Top-Domains hinaus

KI-Suchen griffen tendenziell auf Domains zurück, die weit außerhalb sowohl der Top 1.000 als auch der Top 1 Million der vom Domain-Ranking-Dienst Tranco erfassten Websites lagen – ein Hinweis auf eine deutlich größere Bandbreite an Quellen.

Bei Produktsuchen überschnitten sich die KI-Ergebnisse zu weniger als 30 % mit den herkömmlichen Google-Ergebnissen und stammten häufig von schwächeren oder weniger bekannten Domains. Über alle Suchanfragetypen hinweg lag die Überschneidung zwischen KI-generierten und Google-Suchergebnissen unter 50 %.

„Unsere Analyse offenbart interessante Unterschiede. Die meisten generativen Suchmaschinen decken im Vergleich zur Websuche ein breiteres Spektrum an Quellen ab“, sagte Elisabeth Kirsten, die Erstautorin und Doktorandin an der Ruhr-Universität. „Sie unterscheiden sich darin, wie stark sie sich auf das in den Modellparametern enthaltene interne Wissen im Vergleich zu externen, aus dem Web abgerufenen Informationen stützen. Generative Suchmaschinen zeigen unterschiedliche Konzeptgruppen an und schaffen dadurch neue Möglichkeiten, die Vielfalt und den Zufallscharakter der Suche zu verbessern.“

Es ist angesichts ihrer unterschiedlichen Zielsetzungen nicht überraschend, dass KI-Modelle Quellen anders bewerten als Google. Die traditionelle Suche priorisiert Autorität und Relevanz, um die bestmöglichen Links bereitzustellen, während KI darauf abzielt, die Suchanfrage direkt zu beantworten, indem sie Informationen aus mehreren Quellen zusammenführt. Das bedeutet häufig, ein weiteres Netz für detaillierte Daten auszuwerfen, während Google sich darauf konzentriert, dem Nutzer die maßgeblichsten oder relevantesten Domains zu nennen.

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Eine neue Grenze: Optimierung für Antwortmaschinen

Die Forscher hüteten sich davor, einem der beiden Ansätze einen höheren oder niedrigeren Wert zuzuschreiben. Sie betonten, ihr Ziel sei es gewesen, hervorzuheben, wie die KI-Suche grundlegend verändern wird, wie Nutzer mit Websites und Datensätzen in Kontakt treten.

Frühe Analysen deuten darauf hin, dass die Stärke einer Domain für die Generierung von Traffic an Bedeutung verlieren könnte, obwohl OpenAI, Google und andere im Jahr 2024 Lizenzverträge unterzeichnet haben und 2025 mit großen Nachrichtenorganisationen entsprechende Vereinbarungen geschlossen haben – ein Zeichen dafür, dass Inhalte mit hoher Autorität beim Training von Modellen weiterhin eine Rolle spielen.

Der Markt für das Verständnis dieser neuen Welle der KI-Suche hat einen Namen erhalten: Answer Engine Optimization (AEO), möglicherweise der Nachfolger des stark wachsenden SEO-Marktes. Im SEO zählen zu den wichtigsten Maßnahmen für ein höheres Ranking bei Google die Qualität der Inhalte, die Platzierung von Keywords, Metadaten, Backlinks, Sitemaps und einige weitere Faktoren. Bei AEO geht man derzeit davon aus, dass kurze, strukturierte Formate wie FAQs, hervorgehobene Snippets und Schema-Markup diese KI-Suchwerkzeuge ansprechen werden. 

Der SEO-Markt war äußerst erfolgreich und bot Tipps und Tricks, um Googles Suchmaschine auszutricksen, höhere Rankings und letztlich mehr Traffic zu erzielen. Ob diese Analysten ebenso erfolgreich darin sein werden, die Grundlagen dieser Antwortmaschinen zu verstehen, ist umstritten – insbesondere angesichts der Geschwindigkeit, mit der sie derzeit neue Produkte auf den Markt bringen und ihre Crawling-Parameter und -Werte ändern.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Googles KI-Zusammenfassungen das erzeugen, was viele als eine „Traffic-Apokalypse“ für Online-Publisher beschreiben.

David Curry

David Curry is a tech journalist and analyst with over a decade of experience writing for established outlets. He holds a master’s degree in International Journalism from the University of Leeds and has covered the technology sector since the early 2010s. His work focuses on B2B technology, data journalism, mobile apps and app markets, artificial intelligence, digital platforms, and emerging technologies. He earned a BA from the University of Lincoln and an MA from the University of Leeds.

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