Microsoft hat am 4. April sein neues generatives KI-Modell für Spiele namens WHAMM (World and Human Action MaskGIT Model) vorgestellt, das Echtzeit-Gameplay ermöglicht.
WHAMM ist eine aktualisierte Version des ursprünglichen Modells WHAM-1.6B und erzeugt visuelle Inhalte deutlich schneller. Es kann mehr als 10 Bilder pro Sekunde generieren – ein deutlicher Fortschritt gegenüber WHAM-1.6B, das nur etwa 1 Bild pro Sekunde erzeugen konnte. Microsoft hat außerdem die Auflösung der WHAMM-Ausgabe auf 640×360 erhöht – eine Verbesserung gegenüber der Ausgabe des Modells WHAM-1.6B mit 300×180.
Training mit Quake II durch gezielte Datenkuratierung
Die Ankündigung enthielt eine kostenlose Demo von WHAMM, das mit Quake II trainiert wurde, einem Ego-Shooter mit schnellerem Spieltempo als Bleeding Edge, dem Spiel, mit dem WHAM-1.6B trainiert wurde. Microsoft passte die WHAM-Struktur an dieses neue Spiel an, wobei für das WHAMM-Modell nur eine Woche an Trainingsdaten verwendet wurde. Das Unternehmen erklärt, dass es die Daten gezielter kuratiert und gesammelt habe, wodurch sich die Menge der Gameplay-Daten für das Modelltraining verringerte: Dafür arbeitete es mit professionellen Spieletestern zusammen, um hochwertige Daten zu erfassen.
Das neue Modell bietet eine verbesserte Leistung und kann bestehende Umgebungen verfolgen und gleichzeitig auf Benutzereingaben reagieren, wodurch es schneller und reaktionsfreudiger als frühere Versionen ist. Die Spieler steuern über ihre Controller oder Tastaturen, und das Modell aktualisiert die Spielumgebung dynamisch, um angemessen zu reagieren.
Von Microsoft genannte Einschränkungen von WHAMM
WHAMM ist noch neu, und Microsoft merkte an, dass es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotenzial bei der KI gibt. Das Spiel hat Schwierigkeiten, Statistiken korrekt zu speichern, und die Eingabeverzögerung kann sich negativ auf einen flüssigen Spielablauf auswirken. Derzeit ist das KI-Modell in seiner Anwendung eingeschränkt, da Spieler es nur innerhalb spielbarer Bereiche der Quake-II-Karte verwenden können. In Microsofts Ankündigung wurden außerdem weitere Mängel hervorgehoben, darunter unklare Interaktionen mit Gegnern, eine kurze Kontextlänge und Latenzprobleme.
Auch wenn dieses neue Modell noch in den Kinderschuhen stecken mag, könnte die beschleunigte Entwicklung der KI dazu führen, dass vollständig von KI generierte Videospiele in Zukunft Realität werden.

