Seit der Veröffentlichung von Open AIs ChatGPT im Jahr 2022 sind KI-gestützte Chatbots allgegenwärtig, da auch andere Unternehmen ihre Versionen generativer KI-Anwendungen veröffentlicht haben, etwa Microsofts Copilot oder Googles Gemini. Large Language Models (LLMs) können Daten speichern und Informationen aus vergangenen Interaktionen herausfiltern – Grund genug, skeptisch zu sein, dem Modell vertrauliche persönliche Informationen anzuvertrauen.
KI-Unternehmen trainieren ihre Modelle mit Daten, darunter auch Informationen aus den Interaktionen des Modells mit Nutzern. Ein KI-Modell verarbeitet die Daten, die es von Ihnen lernt, und archiviert Informationen in seinem Speicher. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihre vertraulichen Daten im Internet weitergegeben werden und dadurch Datenschutz und Sicherheit gefährdet sind. Denken Sie bei der Interaktion mit einem KI-gestützten Chatbot daran, dass die von Ihnen geteilten Informationen nicht privat bleiben. Vertrauliche Informationen sollten vertraulich bleiben.
Arten von Informationen, die Sie niemals mit KI teilen sollten
Bestimmte Arten von Informationen sollten aus Sicherheits- und Datenschutzgründen niemals mit KI-gestützten Chatbots geteilt werden. Dazu gehören Unterlagen mit personenbezogenen Identifikationsdaten, Finanzkonten, firmeneigenen Geschäftsgeheimnissen und digitalen Zugangsdaten.
Personenbezogene Identifikationsdaten
Sozialversicherungsnummern, Schulunterlagen oder Führerscheine enthalten Informationen über Ihre Identität und sollten am besten den Blicken datenhungriger KI-Unternehmen fernbleiben, die damit ihre Modelle trainieren. Das gilt auch für medizinische Befunde – und wenn Sie ChatGPT zur Analyse der Krankengeschichte eines Patienten verwenden, sollten alle personenbezogenen Informationen, die die Identität des Patienten offenlegen, geschwärzt werden.
Firmeneigene Unternehmensdaten
Firmeneigene Informationen eines Unternehmens sollten dessen Räumlichkeiten nicht verlassen – wer einem KI-gestützten Chatbot davon erzählt, riskiert, die Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens offenzulegen. Es sollte strenge unternehmensweite Regeln für den Einsatz von KI geben, insbesondere wenn die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens auf dem Spiel steht.
Finanzkonten
Kontonummern oder Anlageunterlagen sollten geschützt und nicht weitergegeben werden, damit sie nicht Cyberkriminellen in die Hände fallen, die im virtuellen Dunkel auf ihre Opfer lauern. Wenn Sie Chatbots vertrauliche Finanzinformationen mitteilen, machen Sie es Hackern und Betrügern leichter, sich Zugang zu verschaffen. Bedenken Sie, dass Cyberkriminalität eine Milliarden-Dollar-Industrie ist – teilen Sie ChatGPT oder Gemini keine Informationen mit, die zum finanziellen Ruin führen könnten.
Digitale Zugangsdaten
Das Leben der meisten Menschen ist digital vernetzt – sei es durch Apps auf Mobiltelefonen oder institutionelle Datenbanken, für die digitale Zugangsdaten erforderlich sind. Zugangsdaten wie Benutzernamen, Passwörter, PINs und Einmalpasswörter sind riskant und gefährlich, wenn man sie Chatbots mitteilt.
Je mehr Informationen Sie mit dem Chatbot teilen, desto mehr lernt der Chatbot über Sie – und desto größer ist das Risiko, dass solche persönlichen Informationen öffentlich werden. ChatGPT, Copilot und Gemini haben davor gewarnt, persönliche und vertrauliche Nutzerinformationen zu teilen, die offengelegt werden könnten, sobald sie von Chatbot-Modellen erfasst wurden.
ChatGPT, Copilot oder Gemini könnten Sie auffordern, weitere Informationen zu teilen, damit das Gespräch fortgesetzt werden kann. Das könnte jedoch eine Falle sein, um weitere vertrauliche Nutzerinformationen zu erlangen. Denn sie sind darauf ausgelegt und darauf trainiert, mit Nutzern zu interagieren.
„Denken Sie einfach daran“, schrieb Nicole Nguyen im Wall Street Journal. „Die Chatbots sind so programmiert, dass sie das Gespräch am Laufen halten. Es liegt an Ihnen, sich zurückzuhalten – oder auf ‚Löschen‘ zu klicken.“

