Melania Trump hat die Veröffentlichung des Hörbuchs zu ihren Memoiren angekündigt, das statt ihrer eigenen Erzählstimme eine KI-generierte Version ihrer Stimme verwendet. Dieser Schritt verdeutlicht einen wachsenden Trend in der Verlagswelt, in der KI die Art und Weise verändert, wie Geschichten erzählt werden und wer sie erzählen darf.
„Ich fühle mich geehrt, Ihnen Melania – The AI Audiobook zu präsentieren – vollständig mithilfe künstlicher Intelligenz und mit meiner eigenen Stimme gesprochen“, schrieb sie in einem Beitrag auf X. „Die Zukunft des Publizierens kann beginnen.“
Für ihre Memoiren „Melania“ arbeitete Trump mit ElevenLabs, einem Start-up für KI-Audioforschung und -technologie, zusammen, um ihre Stimme nachzubilden und KI dafür einzusetzen, das Werk zu lesen und zu vertonen. ElevenLabs bietet auch andere KI-Erzähler mit den Stimmen von Prominenten an, darunter Jerry Garcia von Grateful Dead.
Auswirkungen der KI-gestützten Inhaltserstellung auf Arbeitsplätze
KI-Unternehmen versuchen, die Inhaltserstellung zu dominieren – ein Bereich, der einst qualifizierten menschlichen Kreativen vorbehalten war. So wird KI bereits eingesetzt, um zahlreiche Aufgaben zu erledigen oder dabei zu unterstützen, die zuvor ausschließlich Menschen übertragen wurden, darunter Bücher zu schreiben und Nachrichten, programmanwendungen, Hörbücher zu vertonen und Werbeanzeigen zu erstellen.
Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von KI zur Erstellung von Videos und Audioinhalten, insbesondere von kurzen Videos, die Nutzer in sozialen Medien veröffentlichen können. In derselben Woche wie Melanias Ankündigung veröffentlichte Google Veo 3, einen KI-Videogenerator, der Audio und Dialoge zwischen Figuren erstellen und integrieren kann. Veo 3 ist Googles Antwort auf Sora von OpenAI, ein KI-Modell zur Videoerstellung.
Es ist möglich, dass Trumps Hörbuch den Einsatz von KI bei der Inhaltserstellung beschleunigt und dadurch insbesondere weltweit Tausende Arbeitsplätze in den Medien gefährdet.
Alex Connock, Fellow der Saïd Business School der Oxford University, sagte in einem Interview mit CNN: „Es wäre zu kurz gegriffen zu sagen: Ja, das ist zwangsläufig mit einem Rückgang der Zahl der Arbeitsplätze verbunden.“
Er fügte hinzu: „Aber es wäre auch realitätsfern zu behaupten, dass sich an der Funktionsweise von Beschäftigung nichts ändern wird.“
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