OpenAI wird am Sonntag eine teure Super-Bowl-Werbung ausstrahlen, wie aus einem Artikel des Wall Street Journal vom 5. Feb. hervorgeht. Die Werbung wird der erste TV-Spot des angesagten Silicon-Valley-Unternehmens sein.
Als eines der frühen Unternehmen im Bereich der generativen KI für Verbraucher und Unternehmen musste OpenAI bislang keinen Schwerpunkt auf Werbung legen. Wie das WSJ jedoch anmerkt, wird das Feld zunehmend umkämpft, und die Werbung (zusammen mit der kürzlich bekannt gewordenen geringfügigen Änderung an OpenAIs Logo und Branding) könnte dafür sorgen, dass mehr Menschen auf den ChatGPT-Hersteller aufmerksam werden.
OpenAI hat bereits große Fortschritte dabei gemacht, sein Vorzeigeprodukt zum Synonym für populäre generative KI zu machen. Doch das Unternehmen von Sam Altman sieht sich nun der Konkurrenz durch Microsoft, Google, Meta, das von Amazon unterstützte Anthropic und andere gegenüber. Insbesondere das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat Diskussionen darüber ausgelöst, dass die Chatbot-Produkte von DeepSeek OpenAI im globalen Wettlauf um wirtschaftliche und informationelle Vorherrschaft überholen könnten.
Laut dem WSJ ist OpenAI weiterhin Marktführer mit 300 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern.
OpenAI holte für seine Marketingoffensive einen Krypto-Veteranen an Bord
2024 stellte OpenAI Kate Rouch ein, eine renommierte Marketingleiterin, die zuvor bei der Kryptobörse Coinbase und Meta tätig war. Zuvor hatte sie eine Super-Bowl-Werbung für Coinbase platziert.
Super-Bowl-Werbung kann 2025 für 30 Sekunden Sendezeit 7 Millionen US-Dollar kosten. 2024 123 Millionen Menschen – damals 36 % der US-Bevölkerung – schalteten das große Spiel ein.
Insgesamt gaben Unternehmen aus dem KI-Sektor im vergangenen Jahr 332 Millionen US-Dollar für Werbung aus, laut dem WSJ.
Ein weiteres Jahr der KI in Super-Bowl-Werbespots beginnt mit einem Patzer
Google, Anthropic und Microsoft schalteten 2024 Super-Bowl-Werbung, und dieses Jahr verspricht erneut einen großen Auftritt von Technologie und KI in Super-Bowl-Werbespots – auch wenn es bereits einen Patzer gegeben hat.
Google änderte diese Woche eine Super-Bowl-Werbung für einen lokalen Markt, weil das KI-Modell eine ungenaue Statistik über Käse wiederholte. Die auf YouTube gezeigte Werbung zeigte, wie Gemini für den Besitzer eines Käsegeschäfts ein Etikett für Gouda erstellte. Nach einer Untersuchung stellte Google fest, dass Gemini die falschen Informationen aus dem Internet übernommen hatte. Google erklärte, das Unternehmen habe den Geschäftsinhaber um eine Reaktion gebeten. Dieser schlug vor, den Gemini-Prompt umzuschreiben, ohne nach einer Statistik zu fragen. Daher verwendete das Unternehmen den aktualisierten Prompt und die aktualisierte Antwort in der bearbeiteten Werbung.

