UBTechs humanoide Roboter halten im Rahmen der globalen Fertigungsoffensive Einzug in Airbus-Fabriken

UBTech humanoid robot

Image: UBTech

Jan 20, 2026
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Das chinesische Robotikunternehmen UBTech unternimmt einen seiner bislang größten Schritte auf dem Weg zur weltweiten Verbreitung humanoider Roboter: Gemeinsam mit dem europäischen Luftfahrtriesen Airbus will das Unternehmen seine Walker-S2-Roboter in der Flugzeugfertigung einsetzen. 

Durch die Vereinbarung kommen UBTechs Walker-S2-Roboter in eine der komplexesten und am strengsten regulierten Industrieumgebungen der Welt. Zugleich unterstreicht sie Chinas beschleunigten Vorstoß, die nächste Phase der industriellen Automatisierung anzuführen.

Im Rahmen der Vereinbarung hat Airbus UBTechs humanoide Walker-S2-Roboter gekauft und wird gemeinsam mit dem in Shenzhen ansässigen Unternehmen untersuchen, wie sie in seinen Flugzeugfertigungsanlagen eingesetzt werden können. Keine der beiden Seiten hat mitgeteilt, wie viele Roboter beteiligt sind oder welchen Wert die Vereinbarung hat. Es scheint sich jedoch um eine Zusammenarbeit in einer frühen Phase zu handeln, bei der Erprobungen und nicht der großflächige Einsatz im Mittelpunkt stehen.

Warum die Flugzeugfertigung

Die Flugzeugproduktion gehört zu den anspruchsvollsten Branchen der Welt und stellt die industrielle Automatisierung vor besonders große Herausforderungen. Montageprozesse erfordern äußerste Präzision, die strikte Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und ständig wechselnde Aufgaben, die auf großen, dicht belegten Fabrikflächen ausgeführt werden. Herkömmliche Industrieroboter, die meist fest installiert und für eine einzige Aufgabe programmiert sind, stoßen in einer solchen Umgebung an ihre Grenzen.

Hier kommt die Erprobung humanoider Roboter ins Spiel. Mit der Erprobung humanoider Roboter signalisiert Airbus Interesse an Maschinen, die traditionell von Menschen ausgeführte Aufgaben übernehmen können – etwa Komponenten zu bewegen, Werkzeuge zu bedienen oder an mehreren Stationen zu arbeiten. Gleichzeitig würden die Roboter für gleichbleibende Leistung und Ausdauer sorgen. Humanoide Roboter gelten als besonders attraktiv, weil sie in bestehende Fabriken integriert werden können, ohne dass diese umfassend umgebaut werden müssen – anders als herkömmliche, fest installierte Automatisierungssysteme.

Die Entscheidung von Airbus, humanoide Roboter zu testen, deutet darauf hin, dass das Unternehmen ernsthaft prüft, ob sich diese Flexibilität in tatsächliche Produktivitätsgewinne umsetzen lässt.

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Im Inneren von UBTechs Walker S2

UBTechs Walker S2, der im Juli vergangenen Jahres vorgestellt wurde, ist das Flaggschiff des Unternehmens – ein humanoider Roboter für den Einsatz in industriellen Umgebungen. Laut Berichten der South China Morning Post ist der Roboter etwa 1,76 Meter groß und wiegt rund 70 Kilogramm – ungefähr so viel wie ein erwachsener Mensch. Er verfügt über geschickte Arme und Hände, ein Sichtsystem zur Erfassung seiner Umgebung sowie eine drehbare Hüfte, mit der er sich um fast 180 Grad drehen kann, ohne die Füße zu bewegen.

Er kann Lasten von bis zu 15 Kilogramm tragen und sich mit einer Geschwindigkeit bewegen, die einem zügigen menschlichen Gang oder dem Tempo eines Menschen auf dem Fabrikboden entspricht. Zu seinen auffälligsten Merkmalen gehört die Fähigkeit, seine Akkus autonom selbst zu wechseln. Dadurch kann er ohne lange Ladepausen weiterarbeiten. Ein solcher Dauerbetrieb ist besonders für Fabriken attraktiv, die in mehreren Schichten arbeiten.

Auf Softwareebene wird der Walker S2 von UBTechs selbst entwickeltem System für künstliche Intelligenz namens „Co-Agent“ angetrieben. Es koordiniert Bewegung, Wahrnehmung und Aufgabenausführung und hilft dem Roboter dabei, Bewegungen abzustimmen, Objekte zu erkennen und sich bei der Navigation durch eine Produktionsumgebung an unterschiedliche Aufgaben anzupassen.

Von Chinas Fabriken zu globalen Produktionslinien

Die Vereinbarung mit Airbus folgt auf eine ähnliche Auslandspartnerschaft, die im vergangenen Monat mit dem US-amerikanischen Halbleiterhersteller Texas Instruments bekannt gegeben wurde. Dieser testet den Walker S2 bereits an seinen Produktionslinien. Zusammengenommen deuten die Vereinbarungen auf eine aggressive Expansionsstrategie im Ausland hin, mit der UBTech beweisen will, dass chinesische humanoide Roboter die Standards globaler Hersteller erfüllen können.

UBTechs aggressive Expansion über China hinaus zielt auf Branchen wie die Luftfahrt, die Halbleiterindustrie, den Automobilbau und die Unterhaltungselektronik. In China hat UBTech Walker-S2-Roboter bereits bei großen Kunden platziert, darunter der Elektrofahrzeughersteller BYD und der Elektronikfertigungsriese Foxconn.

Bis Ende Dezember waren im UBTech-Werk in Liuzhou im Süden Chinas rund 1.000 Walker-S2-Einheiten produziert worden. Damit zählt UBTech gemessen an der Zahl ausgelieferter Exemplare zu den weltweit führenden Herstellern humanoider Roboter.

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Schnelles Wachstum und Rückenwind von Investoren

UBTech wurde 2012 in Shenzhen gegründet und war das erste chinesische Start-up für humanoide Robotik, das an die Börse ging, als es Ende 2023 in Hongkong notiert wurde. Das Unternehmen meldete im vergangenen Jahr Aufträge für seine humanoiden Roboter im Wert von 1,4 Milliarden Yuan (rund 201 Millionen US-Dollar). Für dieses Jahr rechnet es mit der Auslieferung von Zehntausenden Industrierobotern mit humanoider Gestalt, da die Produktion hochgefahren wird.

Die Anleger reagierten nach der Auslandsoffensive schnell und zuversichtlich. UBTechs Aktienkurs stieg nach Bekanntwerden der Airbus-Vereinbarung um fast 7 Prozent. Das zeigt, dass der Optimismus wächst, humanoide Roboter könnten dem großflächigen kommerziellen Einsatz näher kommen.

Ein neues Robotikrennen nimmt Fahrt auf

Die Partnerschaft spiegelt zudem den breiteren weltweiten Wettbewerb in der humanoiden Robotik wider. Angesichts des Arbeitskräftemangels, steigender Kosten und des zunehmenden Automatisierungsdrucks beobachten Hersteller aufmerksam, ob humanoide Roboter ihr Versprechen einlösen können. Einige Branchenführer haben die Entwicklung humanoider Roboter als modernes „Weltraumrennen“ bezeichnet. China will sich dabei durch eine schnellere kommerzielle Einführung und eine größere Skalierung frühzeitig eine führende Position sichern.

Für Airbus ist die Zusammenarbeit ein bedeutendes Experiment für die Zukunft der Flugzeugfertigung. Für UBTech ist sie ein öffentlichkeitswirksamer Vertrauensbeweis und ein weiteres Zeichen dafür, dass chinesische humanoide Roboter allmählich einen Platz auf den fortschrittlichsten Fabrikflächen der Welt finden.

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Madeline Clarke

Madeline is a writer specializing in copywriting and content creation. After studying Art and earning her BFA in Creative Writing at Salisbury University she applied her knowledge of writing and design to develop creative and influential copy. She has since formed her business, Clarke Content, LLC, through which she produces entertaining, informational content and represents companies with professionalism and taste.

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