Mehrere Unternehmen haben Roboter für eine der schwierigsten Aufgaben im Lager verkauft, die sich automatisieren lässt: das Be- und Entladen von Lkw.
Laut dem Wall Street Journal sind das Be- und Entladen der „Heilige Gral der Lagerlogistik“. Diese Durchbrüche wurden erst durch die Entwicklung neuerer Bildsensoren, intelligenterer KI-Algorithmen und blitzschneller Bildverarbeitungsfähigkeiten.
Welche Unternehmen sind daran beteiligt?
The Journal stellte mehrere Unternehmen vor:
- Ambi Robotics: Entwickler des robotergestützten Stapelsystems AmbiStack, das Gewicht, Zerbrechlichkeit und Schwerpunkt analysiert, um eine optimale Palettierung zu ermöglichen.
- Boston Dynamics: Entwickler von Stretch, einem großen Roboterarm mit einem Vakuum-Sauggreifer zum Aufnehmen von Paketen.
- Dexterity: Liefert Lkw-Laderoboter an FedEx und trägt damit zur Automatisierung der Logistikabläufe des Paketdienst-Riesen bei.
- Fox Robotics: Hersteller autonomer Gabelstapler, die mit minimalem menschlichem Eingreifen sowohl Be- als auch Entladeaufgaben übernehmen.
- DHL: Setzt bereits sieben Stretch-Roboter in seinen Lagern ein und hat einen Vertrag über weitere 1.000 Exemplare unterzeichnet, was das starke Engagement für die Automatisierung unterstreicht.
Warum ist das Be- und Entladen von Lkw für Roboter schwierig?
Obwohl diese Unternehmen Fortschritte machen, bleibt die Aufgabe eine der schwierigsten in der Lagerlogistik, die sich automatisieren lässt. Die Automatisierung des Be- und Entladens von Lkw bleibt eine Herausforderung, weil sie einen großen Bewegungsumfang erfordert und Entscheidungen über die Platzierung der Pakete notwendig macht.
Der Mitarbeiter oder Roboter muss bis in die hintersten Winkel eines Aufliegers gelangen. Beim Beladen müssen die schwersten Kartons außerdem unten gestapelt werden, um Schäden zu vermeiden, wobei zugleich berücksichtigt werden muss, wie sich der gesamte verfügbare Platz nutzen lässt.
Beispielsweise analysiert das AmbiStack-System Gewicht, Zerbrechlichkeit und Schwerpunkt eines Artikels, um die optimale Platzierung auf einer Palette zu bestimmen. Außerdem soll die höchstmögliche Anzahl an Kartons pro Palette verpackt werden.
Selbst die fortschrittlichsten Roboter sind weiterhin mit Einschränkungen konfrontiert. Das Stretch-Modell kann keine weichen Taschen aufnehmen und hat Schwierigkeiten mit dünnen oder unregelmäßig geformten Paketen.
Wie in anderen Bereichen haben Beschäftigte in Lagern ihre Besorgnis über einen möglichen Verlust von Arbeitsplätzen geäußert. Befürworter der Automatisierung argumentieren jedoch, dass das Be- und Entladen von Lkw körperlich anstrengende Arbeit ist, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen wie im Winter oder Sommer.
Obwohl die Herausforderungen bestehen bleiben, signalisiert die zunehmende Beteiligung von Robotern am Beladen von Lkw einen Wendepunkt darin, wie Menschen und Maschinen die Lagerfläche gemeinsam nutzen.
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