Waymo tritt aufs Gaspedal.
Der selbstfahrende Autohersteller, der durch eine frische Finanzierungsrunde über 16 Milliarden US-Dollar unterstützt wird, kündigt seine bislang größte Expansion an: 2026 sollen Fahrdienste in mehr als 20 neuen Städten weltweit eingeführt werden.
In einem am Montag veröffentlichten Blogbeitrag gab Waymo die neue Investition bekannt, durch die das Unternehmen aus dem Alphabet-Konzern nach der Finanzierung mit 126 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Die Runde wurde von Dragoneer Investment Group, DST Global und Sequoia Capital angeführt, während Alphabet weiterhin Waymos Mehrheitsinvestor bleibt.
Waymo zufolge signalisiert die Finanzierung, dass autonomes Fahren kein Experiment mehr ist, sondern ein Geschäft, das bereit für die globale Skalierung ist.
„Wir beweisen kein Konzept mehr, sondern skalieren eine kommerzielle Realität und schaffen die Grundlage für Fahrdienstangebote in über 20 weiteren Städten im Jahr 2026, darunter Tokio und London“, schrieb das Unternehmen in seinem Blog.
Expansionspläne nehmen Gestalt an
Das Unternehmen ist vor Kurzem in Miami gestartet und hat seinen Service auf wichtige US-Metropolregionen ausgeweitet, darunter San Francisco, Los Angeles, Austin und Atlanta. Waymo zufolge bietet das Unternehmen in sechs großen US-Metropolregionen jede Woche mehr als 400.000 Fahrten an.
Dieses Wachstum verlief rasant. Waymo berichtete, dass sich allein 2025 die Zahl seiner jährlichen Fahrten auf 15 Millionen mehr als verdreifacht habe. Damit stieg die Gesamtzahl der Fahrten seit dem Start auf über 20 Millionen.
Waymo stützt sich stark auf seine Sicherheitsdaten, um dieses explosive Wachstum zu rechtfertigen. Das Unternehmen berichtet, dass es bei 127 Millionen Meilen vollständig autonomen Fahrens im Vergleich zu menschlichen Fahrern einen Rückgang schwerer Unfälle mit Verletzten um 90 % verzeichnet habe.
„Dieser Meilenstein basiert auf einem Sicherheitsfundament, das dem menschlichen Fahren inzwischen statistisch überlegen ist“, erklärte das Unternehmen.
Der schnelle Ausbau verlief jedoch nicht ohne Rückschläge. Bundesbehörden prüfen derzeit Waymos Verhalten in sensiblen Bereichen. NHTSA und NTSB haben kürzlich Untersuchungen zu Vorfällen eingeleitet, bei denen Robotaxis in Austin und Atlanta Berichten zufolge nicht für Schulbusse anhielten.
Zuletzt wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem ein Waymo-Fahrzeug in Kalifornien in der Nähe einer Schule ein Kind angefahren hatte, das dabei leichte Verletzungen erlitt.
Der weitere Weg
Während Rivalen wie Tesla und Uber ihnen dicht auf den Fersen sind, ermöglicht Waymos neue Kriegskasse dem Unternehmen, sich mit dem Tempo zu bewegen, das die Co-CEOs Tekedra Mawakana und Dmitri Dolgov als „beispiellos“ bezeichnen.
Mit 16 Milliarden US-Dollar auf dem Bankkonto konzentriert sich das Unternehmen darauf, „branchenführende Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten“, während es eine „explodierende globale Nachfrage“ erfüllt.
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