Die Konsistenz von Nutzungserlebnis, Betrieb und Ergebnissen ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg von Technologieprodukten. Während dies in der Consumer-Technologie jedoch ein allgegenwärtiges Thema ist, wird es bei Lösungen und Services für die Unternehmens-IT nur selten hervorgehoben. Umso bemerkenswerter ist die vergangene Woche angekündigte Übertragung des Datenspeicher-Portfolios und der Teams von Red Hat an IBM Storage. Sehen wir uns das einmal an.
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Der Wert von Konsistenz in Rechenzentren und beim Storage
Warum ist Konsistenz so wichtig? Betrachten wir dies aus der Perspektive von Verbrauchern: Eine konsistente, einfache, wiedererkennbare und zuverlässige Benutzeroberfläche beseitigt einen Großteil der Probleme und Verwirrung, die komplexe Vorgänge und Interaktionen häufig mit sich bringen. Die Entwicklung zuverlässig konsistenter und einfach zu bedienender Benutzeroberflächen ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Lösungsanbietern wie Microsoft, Apple und Google sowie von webbasierten Unternehmen wie Amazon, eBay und vielen anderen.
Dieselben Vorteile – weniger Komplexität und Verwirrung sowie höhere Effizienz und Produktivität – liegen eindeutig auch im Interesse von Unternehmen. Die grundlegende Beschaffenheit der Unternehmens-IT steht jedoch meist im Widerspruch zur Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen oder Plattformen beziehungsweise zur Ausrichtung an ihnen. Stattdessen beauftragen Unternehmen in der Regel bestimmte Anbieter mit der Unterstützung bestimmter Workloads, Anwendungen und Geschäftsprozesse.
Das kann durch Wechsel in der Führungsebene noch komplizierter werden. Neue CTOs oder IT-Entscheider, die bestimmte Anbieter und Plattformen bevorzugen oder mit ihnen besser vertraut sind, wählen häufig neue Lösungen und Tools, um bestehende Systeme und Anwendungen zu ersetzen oder parallel zu ihnen zu betreiben. Erschwerend kommt die allgemein lange Lebensdauer von Hardware für die Unternehmens-IT hinzu. Deshalb bestehen viele IT-Infrastrukturen in Unternehmen aus einem heterogenen Sammelsurium von Hard- und Software.
Fügen wir der Problemflut der Unternehmens-IT noch zwei weitere Aspekte hinzu. An erster Stelle müssen all diese Systeme und Anwendungen erfolgreich auf die gespeicherten Informationsressourcen eines Unternehmens zugreifen und sie nutzen können sowie die Erstellung, Erfassung und Verwaltung neuer Daten konsistent unterstützen. Zweitens müssen dieselben lokalen Systeme, Anwendungen und Datenbestände über lokale Grenzen hinweg konsistent unterstützt und verwaltet werden – über Cloud-Plattformen.
hinweg. Anders gesagt: Ohne die entscheidenden Vorteile, die ein konsistentes Nutzungserlebnis, konsistente Ergebnisse und verlässliche Erwartungen bieten, kann die Unternehmens-IT schnell auf dem direkten Weg zu Frustration und Misserfolg sein.
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Der Storage-Plan von Red Hat und IBM
Wie trägt die Übertragung der Storage-Ressourcen und Teams von Red Hat an IBM dazu bei? Zunächst ist es wichtig, die Arbeit zu betrachten, die beide Unternehmen in die Bewältigung der Komplexität heterogener Storage-Umgebungen investiert haben. Im Fall von IBM wurde die IBM Spectrum Storage Suite so konzipiert, dass sie sowohl die hauseigenen Storage-Systeme von IBM als auch zahlreiche Lösungen von Drittanbietern unterstützt.
Zum Beispiel wurden IBM Spectrum Control und IBM Storage Insights dafür entwickelt, komplexe Storage-Umgebungen in Unternehmen effektiv zu überwachen, zu analysieren und zu verwalten. Darüber hinaus konzentriert sich IBM Spectrum Virtualize auf die Verwaltung von Block-Storage, während sich IBM Spectrum Scale zur Verwaltung unstrukturierter Datenspeicherung einsetzen lässt.
Schließlich ist IBM Spectrum Fusion eine für Container ausgelegte File-Storage-Plattform für Kubernetes-Anwendungen, die auf der Red Hat’s OpenShift Container Platform (OCP) ausgeführt werden. Alle diese Lösungen können mit ausgewählten Angeboten von Dell EMC, Hitachi Data Systems (HDS), Huawei, HP/3PAR, Lenovo, NetApp und Pure Storage eingesetzt werden.
Red Hat’s Ceph Storage ist eine hochgradig skalierbare Open-Source-Software-Defined-Storage-Lösung, die auf die Anforderungen von Unternehmen an Block-, File- und Object-Storage ausgelegt ist. Sie ist eng in die Red Hat’s OpenStack Platform integriert und bildet den Kern der OpenShift Data Foundation (ODF).
Viele Unternehmen betreiben Red Hat Rook als Ceph-Operator in Kubernetes-Clustern. Ceph kann jedoch überall sicher ausgeführt werden, wo OpenShift läuft – lokal und in der Cloud – und soll Unternehmen dabei helfen, den Betrieb zu vereinfachen und die Markteinführungszeit von Anwendungen zu verkürzen.
IBM zufolge wird das Unternehmen die Storage-Technologien aus Red Hat ODF als Grundlage für IBM Spectrum Fusion integrieren und damit die Container-Technologien der beiden Unternehmen zusammenführen. Darüber hinaus beabsichtigt IBM, neue Ceph-Lösungen anzubieten, um eine einheitliche, softwaredefinierte Storage-Plattform bereitzustellen, die die architektonische Kluft zwischen Rechenzentren und Cloud-Anbietern überbrückt.
Wie Denis Kenneally, GM of IBM Storage, anmerkte in einem Blogbeitrag zur Ankündigung: „Die heutige Nachricht bedeutet schnellere Bereitstellungen in hybriden Umgebungen und Multi-Cloud-Umgebungen, mit größerer Einfachheit und umfassenderer Plattformunterstützung durch die globalen Vertriebs- und Lifecycle-Services von IBM. IBM wird Red Hats Engagement für bestehende Kunden und die Open-Source-Community fortsetzen und unsere Roadmap mit neuen Produkten und Services beschleunigen, die in den kommenden Monaten angekündigt werden.“
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Abschließende Analyse
Was sind also die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Ankündigung? Zunächst und ganz praktisch werden die Storage-Ressourcen und Teams von IBM und Red Hat gemeinsam die bestehenden Lösungen und Initiativen beider Unternehmen unterstützen. Außerdem dürften daraus zahlreiche neue Storage-Angebote und -Services hervorgehen, mit denen ihre Kunden ihre Datenressourcen konsistent verwalten und überwachen können. Das gilt unabhängig davon, wo diese liegen – lokal, außerhalb des eigenen Rechenzentrums sowie in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen.
Ebenso wichtig ist, dass die Ankündigung für IBMs fortgesetzte Bemühungen zur Entwicklung innovativer Lösungen für heterogene Storage-Umgebungen und für das anhaltende Engagement des Unternehmens zur Unterstützung von Open-Source-Projekten und -Technologien steht. Sie unterstreicht außerdem den Wert der Übernahme von Red Hat durch IBM und die Vorteile, die sich aus diesem Geschäft ergeben haben.
Insgesamt dürfte die Zusammenführung der Storage-Ressourcen und Teams von IBM und Red Hat beiden Unternehmen und ihren Kunden aus dem Enterprise-Bereich zugutekommen. Sie dürfte auch andere Großunternehmen interessieren, die Schwierigkeiten haben, aus ihren Investitionen in Datenspeicherung konsistente Leistung und Vorteile zu erzielen.
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