Tausende Läufer werden nächste Woche in Peking auf die Straße gehen … aber nicht alle von ihnen werden Menschen sein.
Die Stadt hat einen groß angelegten Test ihres Halbmarathons für humanoide Roboter abgeschlossen. Mehr als 70 Teams nahmen im Vorfeld des Rennens am 19. April teil, mehr als 100 werden voraussichtlich antreten. Die Veranstaltung im Wirtschafts- und Technologiegebiet E-Town in Peking bringt humanoide Roboter aus kontrollierten Laborumgebungen in reale Bedingungen.
Das Rennen wird Autonomie, Ausdauer und Entscheidungsfindung in Echtzeit auf einer 21-Kilometer-Strecke testen.
Generalprobe im großen Maßstab testet reale Bedingungen
Die Organisatoren erklärten, dass der Test in der Nacht vom 11. bis 12. April die gesamte Rennstrecke simulierte, einschließlich städtischer Straßen und des Geländes im Ökopark. Die Übung umfasste Navigation, die Koordination von Zeitplänen und Notfallreaktionssysteme, um die Rennbereitschaft sicherzustellen.
Laut CGTN, nahmen mehr als 70 Teams, darunter vier internationale Teilnehmer, an dem Test teil und setzten sowohl autonome als auch ferngesteuerte Roboter ein. Beim offiziellen Rennen werden voraussichtlich mehr als 100 Teams antreten – fast fünfmal so viele wie im vergangenen Jahr.
Teams verlassen sich immer weniger auf menschliche Steuerung
Global Times berichtete , dass fast 40 % der Teams mit autonomer Navigation antreten werden – ein Teil der Bestrebungen, menschliches Eingreifen in der Robotik zu verringern.
Chen Jing, Vizepräsident des Technology and Strategy Research Institute, erklärte, die Regeländerungen zeigten einen Wendepunkt für verkörperte KI.
„Die zunehmende Verbreitung autonomer Navigation signalisiert, dass das ‚Gehirn‘ der verkörperten KI endlich mit dem ‚Körper‘ gleichzieht“, sagte Chen.
Die Organisatoren haben die Wettbewerbsregeln aktualisiert, um Autonomie zu fördern. Dazu gehören Strafpunkte für ferngesteuerte Teams und strengere Grenzen für menschliches Eingreifen. Diese Änderungen sollen die Entwicklung von Robotern beschleunigen, die in komplexen Umgebungen unabhängig agieren können.
Roboter müssen während des Rennens mehrere technische Herausforderungen bewältigen:
- Wahrnehmung und Entscheidungsfindung in Echtzeit in dynamischen Umgebungen
- Energieeffizienz und Batteriemanagement über lange Distanzen
- Gleichgewicht, Gangsteuerung und millisekundengenaue Anpassungen der Körperhaltung
Ein Praxistest für Robotik in der realen Welt
Der Halbmarathon für humanoide Roboter gilt weithin als mehr als eine technische Leistungsschau. Branchenbeobachter betonten, dass er einen Praxistest dafür darstellt, wie Roboter funktionieren außerhalb kontrollierter Umgebungen.
Chen fügte hinzu, dass Ausdauerrennen einen doppelten Maßstab für Robotersysteme bieten.
„Sie testen sowohl die Spitzenleistung als auch den dauerhaften Betrieb unter komplexen Bedingungen und bewerten dabei Geschwindigkeit und Robustheit“, sagte Chen gegenüber Global Times.
Das breitere Ökosystem der Robotik in China wächst rasant. Von Global Times zitierte Regierungsdaten zeigen, dass 2025 mehr als 140 Hersteller humanoider Roboter im Land tätig waren und mehr als 330 Modelle auf den Markt gebracht hatten.
Ein Teil dieser Dynamik zeigt sich in neueren Konstruktionen wie Unitrees humanoidem Roboter R1, der auf Agilität ausgelegt ist. Der Roboter kann dynamische Bewegungen wie Räder und Bergablaufen ausführen, ermöglicht durch seinen leichten Rahmen und seine flexiblen Gelenke.
Das Rennen am 19. April wird als viel beachteter Praxistest für diese Fortschritte dienen, während die Teams zeigen, wie humanoide Roboter unter realen Bedingungen in großem Maßstab funktionieren.
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