Australiens Firmus nimmt 2 Milliarden US-Dollar für KI-Rechenzentren bei einer Bewertung von 10,5 Milliarden US-Dollar auf

Aerial view of the Firmus logistics and distribution center complex featuring large modern industrial warehouses, loading docks, and cargo trucks.

Nvidia, Blackstone Back Firmus in $2B AI Infrastructure Deal. Image: Firmus

Aug 10, 2026
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Firmus teilte am 7. August mit, dass das Unternehmen in einer strategischen Eigenkapitalrunde 2 Milliarden US-Dollar aufgenommen habe. Damit stieg die Bewertung nach der Finanzierung auf mehr als 10,5 Milliarden US-Dollar. Das ist fast doppelt so viel wie die Bewertung von 5,5 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen nach einer Finanzierungsrunde im April bekannt gegeben hatte.

An der Runde beteiligten sich mit Nvidia und Coatue Management auch bestehende Investoren erneut. Zudem nahmen von Blackstone verwaltete Fonds und das Handelsunternehmen Jane Street teil. Nach Angaben des Unternehmens hat Firmus in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital aufgenommen.

Die Finanzierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren weiterhin große Summen in die physische Infrastruktur investieren, die für den Betrieb immer anspruchsvollerer KI-Modelle erforderlich ist – obwohl die Sorgen über die enormen Ausgaben für KI zunehmen. Firmus will das neue Kapital nutzen, um Project Southgate zu beschleunigen. Dabei handelt es sich um eine Initiative zum Aufbau von KI-Trainings- und Inferenzinfrastruktur in ganz Australien sowie zur Expansion in weitere Märkte der Asien-Pazifik-Region.

„Diese Investition ermöglicht es uns, an mehreren Fronten gleichzeitig voranzukommen. Wir bauen unsere Präsenz in Australien aus und beschleunigen zugleich unsere Kapazitäten für die Expansion in die gesamte Asien-Pazifik-Region – einschließlich der ersten Schritte für unser kürzlich angekündigtes Entwicklungsprojekt in Indonesien, das KI-native Kunden bedienen wird“, sagte Firmus-Co-CEO Oliver Curtis.

Das Unternehmen entwickelt in Launceston auf Tasmanien ein Rechenzentrum mit 90 Megawatt Leistung und hat Pläne für einen größeren Campus mit 288 Megawatt Leistung auf der Insel vorgestellt. Zudem arbeitet es mit CDC zusammen, um die Kapazitäten auf dem australischen Festland auszubauen, und strebt bis 2028 eine Infrastrukturleistung von rund 1,6 Gigawatt an, laut Data Center Dynamics.

Firmus hat außerdem Pläne für die Entwicklung eines 360-Megawatt-Campus für eine Nvidia DSX AI Factory in Batam, Indonesien, angekündigt. Dieser soll bis zu 170.000 Nvidia-KI-Beschleuniger unterstützen.

Nvidia-Partnerschaft stärkt Position

Firmus baut seine Infrastruktur auf Grundlage der DSX AI Factory Reference Architecture von Nvidia auf. Die Unternehmen vereinbarten im Juni, dass Firmus Nvidia-Infrastruktur kaufen und von Nvidia betriebene Cloud-Dienste anbieten würde.

Die Beteiligung von Jane Street bringt ein globales Handelsunternehmen in eine Investorengruppe ein, zu der auch große Technologie- und Alternative-Asset-Unternehmen gehören.

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„Da KI-Modelle größer und leistungsfähiger werden, wird der Zugang zu zuverlässiger Hochleistungsrechenleistung immer wichtiger“, sagte Daniel Pontecorvo, Leiter der Abteilung für physische Ingenieurtechnik bei Jane Street, in einer Stellungnahme. „Firmus hilft dabei, die Infrastruktur aufzubauen, die für die nächste Generation von KI erforderlich ist.“

Die größere Wette auf KI-Infrastruktur

Der rasante Anstieg der Bewertung von Firmus spiegelt einen umfassenderen Wandel bei KI-Investitionen wider: Der Engpass liegt zunehmend nicht nur bei der Software, sondern auch bei den Rechenzentren, GPUs, der Stromversorgung und den Kühlsystemen, die für ihren Betrieb erforderlich sind.

Das schafft Chancen für spezialisierte Infrastrukturunternehmen wie Firmus, erhöht aber auch den Einsatz. Der Aufbau von KI-Fabriken erfordert enorme Vorabinvestitionen, während die Nachfrage stark genug bleiben muss, damit die teure Rechenausrüstung produktiv genutzt wird.

Firmus wurde 2019 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf Kryptowährungen und Hochleistungsrechnen, bevor sich das Unternehmen der KI-Infrastruktur zuwandte, berichtet Data Center Dynamics. Zu den früheren Projekten gehörte Immersionskühlung für dichte Rechenlasten. Das Unternehmen erklärt, seine australischen Projekte seien darauf ausgelegt, erneuerbare Energiequellen zu nutzen.

Die neue Finanzierung verschafft Firmus deutlich mehr Kapital für die Expansion. Die nächste Herausforderung des Unternehmens wird jedoch darin bestehen, dieses Kapital schnell genug in betriebsbereite KI-Kapazitäten umzuwandeln, um die rasant steigende Bewertung zu rechtfertigen.

Weiterführende Lektüre: Während Firmus die konventionelle KI-Infrastruktur in der Asien-Pazifik-Region ausbaut, prüfen Google und SpaceX einen unkonventionelleren Ansatz: solarbetriebene Rechenzentren im Weltraum.


Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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