ChatGPT erreicht 1 Milliarde App-Nutzer, während Bedenken hinsichtlich des Vertrauens in KI fortbestehen

Smartphone showing the ChatGPT app on a bright work desk

Image: Generated via ChatGPT

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eWEEK Staff
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Jun 14, 2026
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Der Vorzeige-Chatbot ChatGPT von OpenAI erreichte im Mai 2026 schätzungsweise 1 Milliarde monatlich aktiver App-Nutzer, wie Daten von Sensor Tower zeigen. Damit wurde ein neuer Meilenstein bei der Reichweite erreicht, während die Nutzung von KI in Verbraucher- und Geschäftsanwendungen weiter zunimmt.

Der Meilenstein verdeutlicht, wie tief generative KI inzwischen in alltägliche Arbeitsabläufe eingebettet ist – von Suche und Schreiben bis hin zu Programmierung und Recherche. Doch während die Nutzung weiter rasant zunimmt, bleiben grundlegende Fragen zu Vertrauen, messbaren Produktivitätsgewinnen und Governance entscheidend für die langfristige Verbreitung der Technologie.

Was die Schätzung von 1 Milliarde App-Nutzern misst

Die Zahl von Sensor Tower erfasst ausschließlich die App-Nutzung, nicht die gesamte Web- und Mobile-Zielgruppe von ChatGPT. OpenAI hatte unabhängig davon Ende Februar 2026 mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer genannt – eine andere Kennzahl als die App-Schätzung von Sensor Tower.

ChatGPT bleibt beim Nutzungsvolumen dominant, doch die Konkurrenten wachsen von einer kleineren Ausgangsbasis aus schneller. Sensor Tower bezifferte das Wachstum der monatlichen App-Nutzer von ChatGPT im Jahresvergleich auf 62 %, verglichen mit 640 % bei Claude und 973 % bei Meta AI. Der Abstand bringt die Wettbewerber zwar noch nicht in die Nähe der Reichweite von ChatGPT, zeigt aber, dass der Markt für KI-Assistenten weiterhin im Fluss ist – insbesondere, da entwicklerorientierte Tools wie Claude Code den Konkurrenten eine deutlichere Verankerung im Unternehmensbereich verschaffen.

Die Nutzung von KI wird breiter, bleibt aber uneinheitlich. Das Pew Research Center berichtete im März 2026, dass 31 % der US-Amerikaner mindestens mehrmals täglich mit KI interagieren – gegenüber 22 % im Februar 2024. Pew stellte außerdem fest, dass die Hälfte der Erwachsenen in den USA wegen der zunehmenden Nutzung von KI im Alltag eher besorgt als begeistert ist; nur 10 % sind eher begeistert als besorgt.

Warum die Vertrauenslücke für Unternehmen wichtig ist

Für Unternehmenskunden ist die Nutzung im Verbrauchermarkt lediglich der Ausgangspunkt. Die größere Herausforderung besteht darin, ob KI-Anbieter zuverlässige Systeme im Produktivbetrieb unterstützen können, einschließlich sicherer KI-Coding-Agenten die unter den Kontrollen eines Unternehmens arbeiten.

Die Daten zur Nutzung am Arbeitsplatz sind weiterhin uneinheitlich. Pew stellte fest, dass 65 % der US-amerikanischen Arbeitnehmer angeben, bei ihrer Arbeit wenig oder gar keine KI zu nutzen. Eine im Februar 2026 veröffentlichte Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research auf Grundlage einer Befragung von rund 6.000 Führungskräften ergab, dass fast neun von zehn Unternehmen in den vergangenen drei Jahren keine Auswirkungen von KI auf die Produktivität festgestellt hatten.

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Eine fortgesetzte Nutzung bedeutet außerdem kein unkritisches Vertrauen. Viele Nutzer scheinen eine pragmatische Haltung einzunehmen: Sie setzen KI dort ein, wo sie hilfreich ist, überprüfen die Ergebnisse und beziehen bei wichtigen Entscheidungen weiterhin menschliches Urteilsvermögen ein. IT-Verantwortliche steuern dieses Verhalten bereits im Umgang mit Schatten-KI, Experimenten von Mitarbeitern und dem Druck von Anbietern.

Damit wird die Reichweite von ChatGPT zu einem Governance-Problem: Unternehmen benötigen Regeln dafür, welche Daten in KI-Tools eingegeben werden dürfen, welche Ergebnisse überprüft werden müssen und welche Anwendungsfälle für den Produktivbetrieb sicher sind.

Für OpenAI und seine Konkurrenten wird die nächste Phase weniger an der Dynamik bei den Downloads als an Belegen für den Einsatz in Unternehmen gemessen werden – von der Zuverlässigkeit der Modelle bis hin zur Datenreife die erforderlich ist, um KI sicher in großem Maßstab einzusetzen. Kunden werden klarere Sicherheitskontrollen, Grenzen der Datennutzung, administrative Aufsicht und messbare Produktivitätsgewinne verlangen.

Außerdem lesen: Googles Vorgehen gegen KI-Suche zeigt, warum das Vertrauen von Unternehmen in KI-generierte Antworten inzwischen über Chatbots hinausgeht und auch Sichtbarkeit in der Suche, Markenrisiken und die regulatorische Prüfung umfasst.

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