Das Vereinigte Königreich startet kostenlose KI-Schulungen für alle Erwachsenen im Land

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Image: Jud Mackrill/Unsplash

Jan 29, 2026
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Das Vereinigte Königreich öffnet die Türen für KI-Schulungen.

In einer Initiative, die als größte Weiterbildungsmaßnahme seit der Gründung der Open University in den 1970er-Jahren beschrieben wird, hat die britische Regierung offiziell die Türen für kostenlose Schulungen im Bereich künstliche Intelligenz für alle Erwachsenen im Land geöffnet. 

Das in dieser Woche angekündigte Programm soll 10 Millionen Beschäftigte auf einen sich wandelnden Arbeitsmarkt bis zum Ende des Jahrzehnts vorbereiten.

Das Department for Science, Innovation and Technology (DSIT) treibt diesen massiven Ausbau federführend voran und nimmt dabei fast ein Drittel der britischen Erwerbsbevölkerung ins Visier. Ziel ist es, das Vereinigte Königreich zum schnellsten KI-Anwender in der G7 zu machen – ein Schritt, der nach Ansicht der Regierung jährlich bis zu 140 Milliarden Pfund zusätzliche Wirtschaftsleistung freisetzen könnte.

Um diese Größenordnung zu erreichen, hat die Regierung führende Vertreter der Tech-Branche ins Boot geholt. Größen wie Google, Microsoft, Amazon und IBM arbeiten mit Schwergewichten des öffentlichen Sektors, darunter der NHS, zusammen, um Schulungen anzubieten, die von 20-minütigen Lektionen in kleinen Häppchen bis hin zu mehrstündigen vertiefenden Einheiten reichen.

„Wir wollen, dass KI für Großbritannien arbeitet, und das bedeutet, dass die Britinnen und Briten mit KI arbeiten können. Veränderung ist unvermeidlich, aber die Folgen der Veränderung sind es nicht“, sagte Liz Kendall, Secretary of State for Science, Innovation and Technology, in der Ankündigung.

„Wir werden die Menschen vor den Risiken der KI schützen und zugleich sicherstellen, dass alle an ihren Vorteilen teilhaben können. Das beginnt damit, den Menschen die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen zu geben, die sie benötigen, um die Chancen der KI zu ergreifen und die Macht und Kontrolle in ihre Hände zu legen“, fügte sie hinzu.

Die Vertrauenslücke schließen

Die Kurse werden auf dem AI Skills Hub angeboten, wo Nutzer nach Abschluss ein „virtuelles Grundlagenabzeichen für KI“ erhalten können. Diese Module richten sich nicht nur an Programmiergenies; im Mittelpunkt stehen praktische Aufgaben im Arbeitsalltag, etwa das Verfassen von E-Mails, die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben und die Erstellung von Inhalten.

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Auch wenn die Technologie futuristisch klingt, ist die aktuelle Realität bodenständiger. Von der Regierung angeführte Forschungsergebnisse zeigen, dass sich nur 21 % der Beschäftigten im Vereinigten Königreich im Umgang mit KI sicher fühlen und kleine Unternehmen bei der Einführung deutlich hinter größeren Konzernen zurückliegen.

Die Strategie im Überblick:

  • Ziel: 10 Millionen Beschäftigte bis 2030 (darunter 2 Millionen Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen)
  • Finanzierung: 27 Millionen Pfund für das Programm „TechLocal“ zur Schaffung von 1.000 kommunalen Tech-Arbeitsplätzen
  • Stipendien: Bis zu 100 Spärck-KI-Stipendien für Masterstudierende an neun Universitäten
  • Neue Aufsicht: Die Gründung der „AI and the Future of Work Unit“, um wirtschaftliche Auswirkungen zu beobachten und die Rechte von Beschäftigten zu schützen

Kritiker fordern mehr als „Prompting“

Trotz der Begeisterung warnen einige Experten, dass kurze Kurse möglicherweise nur an der Oberfläche kratzen. Das Institute for Public Policy Research (IPPR) mahnte, dass „das Prompten eines Chatbots“ kein Allheilmittel für eine langfristige berufliche Perspektive sei.

Wie Roa Powell, Senior Research Fellow am IPPR, der BBC sagte: „Fähigkeiten für das Zeitalter der KI lassen sich nicht allein auf kurze technische Kurse reduzieren. Beschäftigte brauchen außerdem Unterstützung beim Aufbau von Urteilsvermögen, kritischem Denken, praktischen Fähigkeiten, Führungskompetenz und dem Selbstvertrauen, diese Werkzeuge sicher einzusetzen.“

Darüber hinaus merkte der Branchenverband für IT, BCS, an, dass Schulungen für Beschäftigte zwar sinnvoll seien, aber auch Unternehmensvorstände geschult werden müssten. Sharron Gunn, Leiterin von BCS, sagte der BBC, es brauche ein „weitaus größeres Verständnis von Technologie auf Vorstandsebene“, damit Entscheidungen der Führungsebene über KI ordnungsgemäß geprüft werden.

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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