Während sich große Teile der KI-Branche darauf konzentrieren, menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen, richtet ein neues Startup seine Technologie stattdessen auf den Menschen aus. Hier kommt Humans& ins Spiel, ein frisch gestartetes KI-Labor, das bereits im Silicon Valley für Aufsehen sorgt und Investoren anzieht.
Das in San Francisco ansässige Unternehmen hat die beeindruckende Summe von 480 Millionen US-Dollar an Startkapital eingeworben und wird damit sofort mit etwa 4,48 Milliarden US-Dollar bewertet – noch bevor überhaupt ein öffentlich verfügbares Produkt auf den Markt gekommen ist. Zu den Geldgebern zählen einige der einflussreichsten Namen aus Technologie und Venture-Capital, darunter Nvidia, Google Ventures, Jeff Bezos, SV Angel und Emerson Collective.
Das Team im Überblick
Gegründet von fünf KI-Experten, ist das Team hinter Humans& bereits bestens aufgestellt, um seine Ziele zu erreichen. Zu den Gründern des Startups gehören:
- Andi Peng: Zuvor war Andi als Forscher bei Anthropic tätig und spielte eine wichtige Rolle beim Training der KI-Plattform Claude
- Georges Harik: Georges, der als siebter Mitarbeiter von Google gilt, spielte eine zentrale Rolle beim Aufbau der ursprünglichen Werbesysteme des Technologiekonzerns
- Eric Zelikman: Ein ehemaliger Forscher bei xAI, der an der laufenden Entwicklung von Grok
- Yuchen He: Ein weiterer ehemaliger Forscher bei xAI, der ebenfalls an der laufenden Entwicklung von Grok beteiligt war
- Noah Goodman: Ein Professor für Psychologie und Informatik an der Stanford University
Laut Humans& besteht das Team derzeit aus insgesamt mehr als 20 Beschäftigten. Weitere Teammitglieder kommen aus den Reihen von Meta, OpenAI, MIT, Reflection und AI2. Zu den bekannteren Namen zählen Alexis Ross, Charlie George, Jeremy Berman, Ray Ramadorai, Taylor Sorensen, Varuna Jayasiri und Ziang Li.
Das Team von Humans& hat bereits KI-Modelle und andere Produkte veröffentlicht, die bislang von Milliarden Menschen genutzt wurden. Sollte das neue KI-Labor erfolgreich sein, lässt sich kaum abschätzen, wie viele weitere Menschen es in den nächsten Jahren erreichen könnte.
Was macht Humans& einzigartig?
Abgesehen von ihrem menschenzentrierten Ansatz wollen die Verantwortlichen von Humans& ein KI-Modell, das interaktiver ist als aktuelle KI-Systeme.
Statt einen externen Chatbot zu entwickeln, auf den bei Bedarf zugegriffen werden kann, möchte das Team von Humans& einen Chatbot schaffen, der sich nahtlos in den Alltag von Smartphone- oder PC-Nutzern einfügt. Das könnte auf vielfältige Weise geschehen, etwa indem die KI-Plattform automatisch in Textnachrichten integriert wird, die zwischen Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen ausgetauscht werden.
In den kommenden Monaten werden wir wahrscheinlich weitere Einzelheiten zu den geplanten Projekten erfahren.
Wird der menschenzentrierte Ansatz funktionieren?
Es wird interessant sein zu sehen, was aus dem neuen KI-Labor von Humans& wird.
Der menschenzentrierte Ansatz ist zwar zweifellos eine neuartige Idee, doch solange wir kein funktionierendes Produkt gesehen haben, lässt sich nur schwer einschätzen, wie er sich von den aktuellen KI-Angeboten unterscheiden könnte. Bis dahin sind wir gespannt darauf, wie Humans& die KI, wie wir sie kennen, neu erfinden wird.
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