Dieses winzige KI-Startup krempelt das Programmieren still und leise um – und verdient damit Millionen

Stock photo of people writing code.

Image: Envato/Media_photos

Apr 14, 2025
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Ein KI-Programmiertool namens Cursor hat geschafft, wovon die meisten Startups nur träumen: mehr als eine Million Nutzer zu gewinnen – ganz ohne Marketingbudget und ausschließlich durch Mundpropaganda.

Cursor, entwickelt von dem kleinen, 60-köpfigen Startup Anysphere, entwickelt sich rasant zu einem der meistdiskutierten Tools in der Softwareentwicklung. Cursor wurde dafür konzipiert, den Programmierprozess zu vereinfachen, und fungiert als besonders leistungsfähiger Begleiter. „Es macht einfach etwas, das man jeden Tag tut, besser und schneller“, sagte Oskar Schulz, Präsident von Anysphere, laut Bloomberg.

Was macht Cursor so erfolgreich?

Cursor funktioniert ähnlich wie ChatGPT, ist aber speziell fürs Programmieren entwickelt. Das Tool lässt sich nahtlos in Visual Studio Code integrieren und fungiert als kollaborativer Copilot. Es kann Code vervollständigen, auf Fragen antworten, Korrekturen vorschlagen und sogar proaktiv Fehler erkennen. Das Tool wird von mehreren fortschrittlichen KI-Modellen angetrieben, darunter Modelle von OpenAI und Anthropic sowie eigene proprietäre Systeme.

Entwickler beschreiben das Tool als intuitiv und kontextbewusst, sodass sie sich auf die kreativen Aspekte der Softwareentwicklung konzentrieren können. Manche Nutzer bezeichnen es sogar als Quelle für „kreativen Schwung“.

Daniel Destefanis, ein Produktdesigner, der Cursor zum Entwickeln einer iOS-App nutzt, sagte, das Tool übernehme den Großteil der Programmierarbeit. „So kann ich mich einfach auf den spaßigen Teil, den Design-Teil, konzentrieren, während es sich um Dinge kümmert, für die mir entweder die nötigen Fähigkeiten fehlen oder die einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen würden“, wird er in dem Bloomberg-Artikel zitiert.

Cursor ist jedoch nicht ohne Einschränkungen. Ein Entwickler berichtete, dass Cursor nach 800 Zeilen aufhörte, Code für ein Rennspiel zu generieren und folgende Meldung ausgab: „Ich kann keinen Code für dich generieren … du solltest die Logik selbst entwickeln.“

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Der Umsatz von Cursor hat sich 2025 bereits verdoppelt

Trotz seines gerade einmal 60 Personen großen Teams hat Anysphere Cursor in einen bedeutenden Umsatzbringer verwandelt. Im Januar 2025 erreichte das Unternehmen einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 100 Millionen US-Dollar; bis März 2025 hatte sich diese Zahl verdoppelt. Der Großteil dieses Umsatzes stammt von Einzelkunden, die 20 US-Dollar pro Monat für ein Pro-Konto oder 40 US-Dollar pro Monat für einen Business-Tarif zahlen.

Schulz erklärte gegenüber Bloomberg, dass inzwischen mehr als 14.000 Unternehmen zahlende Kunden seien. Diese Zahl dürfte weiter steigen, da Anysphere damit beginnt, sein Enterprise-Vertriebsteam auszubauen und seine Aktivitäten zu skalieren.

Zu den Investoren gehört ein OpenAI-Mitgründer

Bei einem solchen öffentlichen Interesse werden auch Investoren aufmerksam. Anysphere hat bereits 175 Millionen US-Dollar von Geldgebern wie Andreessen Horowitz und Thrive Capital sowie von KI-Pionieren eingesammelt, darunter OpenAI-Mitgründer John Schulman (heute bei Thinking Machines Lab) und Jeff Dean von Google DeepMind. Berichten zufolge befindet sich das Unternehmen in Gesprächen über eine weitere Finanzierungsrunde, die eine Bewertung von knapp 10 Milliarden US-Dollar anstrebt.

Die Herausforderungen und größte Stärke von Cursor

Rasantes Wachstum bringt häufig weitere Herausforderungen mit sich, etwa steigende Kosten für Cloud-Computing und den zunehmenden Wettbewerb durch genau jene KI-Riesen, auf die Cursor angewiesen ist, darunter OpenAI und Anthropic.

Dennoch erklärte CEO Michael Truell, die Stärke des Unternehmens liege in seiner Fokussierung. „Wir interessieren uns weniger für Dinge, die vollständig automatisiert von Anfang bis Ende ablaufen“, sagte er. „Wir wollen den Menschen deutlich mehr Kontrolle geben.“

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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