Der Seriengründer aus der Tech-Branche Brett Adcock hat das neue Start-up Hark gegründet, das eine Familie von Geräten mit künstlicher Intelligenz entwickeln will.
Der Gründer und CEO von Figure AI steigt in ein aufstrebendes, viel beachtetes Segment ein, da OpenAI, Apple, Meta und Google allesamt planen, speziell für den Einsatz von KI entwickelte Hardware auf den Markt zu bringen.
Das Startdatum dieser Geräte wurde zwar noch nicht bekannt gegeben, doch Adcock sagte gegenüber Bloomberg, sie würden kurz nach dem großen Sprachmodell (LLM) des Start-ups auf den Markt kommen, dessen Veröffentlichung für diesen Sommer geplant ist. Laut Adcock wird sich dieses LLM auf Sprache und Gedächtnis konzentrieren und verbesserte Fähigkeiten bieten, um die Bedürfnisse der Nutzer vorherzusehen.
„Wir sind überzeugt, dass es hier mehr als ein Gerät geben wird, das die Welt beherrscht“, sagte Adcock. „Wir arbeiten an einer Familie von KI-Geräten – sowohl für den persönlichen Gebrauch als auch für zuhause.“
Formfaktor des KI-Geräts
Der Formfaktor des KI-Geräts steht noch nicht fest. Manche sehen einen KI-Anhänger wie den Humane AI Pin als eine mögliche Option, bei der Nutzer mit dem Chatbot sprechen und ihm erlauben, zu sehen, was sich vor ihnen befindet.
Ein anderer Formfaktor könnte ein vernetzter Smart Hub sein, der über mehrere Geräte im Haushalt hinweg kommunizieren und Antworten per Text und Sprache liefern kann. OpenAI soll Berichten zufolge einen smarten Lautsprecher prüfen , der über ähnliche Vernetzungsfunktionen verfügt.
Smarte Brillen scheinen der Schwerpunkt von Meta, Google und Apple zu sein. Berichten zufolge arbeiten alle drei an Brillen, bei denen KI im Mittelpunkt des Nutzungserlebnisses steht. Meta führt den Markt für smarte Brillen bereits an und hat seinen Zeitplan mit einer Investition von 3,5 Milliarden US-Dollar in den Brillendesigner EssilorLuxottica beschleunigt.
Apple soll außerdem andere Pläne für Wearables auf Eis gelegt haben, um den Start seiner smarten Brille zu priorisieren, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen könnte.
Versunkene Kosten im Kampf gegen das Smartphone?
In gewisser Hinsicht ist das Smartphone bereits ein bestens ausgestattetes Gerät für die Interaktion mit KI. Als Formfaktor für textbasierte KI-Anwendungen ist es nach wie vor deutlich besser geeignet als ein Anhänger oder eine smarte Brille – schließlich kommuniziert die überwältigende Mehrheit der Menschen auf diese Weise mit ChatGPT und anderen Chatbots.
Gleichzeitig verfügt ein Smartphone der Oberklasse über hervorragende Front- und Rückkameras sowie beträchtliche Rechenleistung für anspruchsvolle KI-Aufgaben. Zudem ist es für Nutzer weitaus natürlicher, mit ihrem Smartphone zu sprechen als mit ihrer Brille oder einem Anhänger.
Angesichts der bereits in die KI-Infrastruktur fließenden Investitionen besteht die Sorge, dass dies zu versunkenen Kosten werden könnte. Meta verkaufte 2025 sieben Millionen smarte Brillen – eine bemerkenswerte Leistung, aber weiterhin nur ein kleiner Bruchteil der 1,2 Milliarden Smartphones, die in diesem Jahr verkauft wurden.
Und dabei ist eine mögliche Gegenreaktion gegen smarte Brillen, Anhänger und andere Always-on-Geräte, die im öffentlichen oder beruflichen Umfeld Datenschutzbedenken aufwerfen, noch gar nicht berücksichtigt. Der Missbrauch durch böswillige Akteure ist bereits ein Problem, was die Verbreitung einschränken und Nutzer zurück zu ihren Smartphones treiben könnte.
Weiterführende Lektüre: Sie wollen mehr über KI-Hardware erfahren? Gerüchten zufolge entwickelt OpenAI einen smarten Lautsprecher mit integrierter Kamera, der 2026 erwartet wird.

