Figure bringt das humanoide Roboter-Upgrade Helix 02 für Ganzkörperautonomie auf den Markt

Figure Robot

Image: Screenshot via Figure AI Demo Video

Feb 13, 2026
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Figure hat Helix 02 vorgestellt, seine bislang fortschrittlichste humanoide KI, die den gesamten Körper eines Roboters als ein einziges koordiniertes System steuern soll. 

Das neue Modell ermöglicht es einem humanoiden zu gehen, Gegenstände zu handhaben, das Gleichgewicht zu halten und sich kontinuierlich ohne menschliche Eingaben anzupassen – ein bedeutender Schritt hin zu praktischer Roboterautonomie. Das Unternehmen erklärt, dass das System über kurze Demonstrationen und vorprogrammierte Bewegungen hinausgeht und es Robotern ermöglicht, reale Aufgaben von Anfang bis Ende auszuführen.

Um das Upgrade zu demonstrieren, erledigte Helix 02 eine vierminütige autonome Aufgabe in einer Küche in Originalgröße. Der Roboter ging zu einer Spülmaschine, räumte Geschirr aus, verteilte Gegenstände im Raum, belud die Maschine erneut und schaltete sie wieder ein. Dabei führte er 61 einzelne Fortbewegungs- und Manipulationsaktionen ohne Neustarts oder Teleoperation aus.

Figure beschrieb die Demonstration als die „bislang längste und komplexeste Aufgabe, die je von einem humanoiden Roboter autonom abgeschlossen wurde“.

Der Test hebt eine zentrale Fähigkeit hervor: Der Roboter kann gehen und dabei empfindliche Gegenstände halten, beide Hände koordiniert einsetzen und sogar seine Hüfte oder seinen Fuß verwenden, um Türen und Schubladen zu bedienen, wenn seine Hände beschäftigt sind.

„System 0“ ersetzt mehr als 109.000 Codezeilen

Helix 02 basiert auf einer Architektur aus System 0, System 1 und System 2, wie Figure sie nennt, wobei jede Ebene mit einer anderen Geschwindigkeit arbeitet.

  • System 2 übernimmt das Denken auf hoher Ebene und versteht Sprachbefehle wie „Gehe zur Spülmaschine und öffne sie“ oder „Trage die Schüsseln zur Arbeitsfläche“. Es verarbeitet Szenen und Verhaltensabläufe, kümmert sich aber nicht um die Mechanik des Gehens oder Greifens.
  • System 1 übersetzt diese Ziele 200-mal pro Sekunde (200 Hz) in Ganzkörperbewegungen und verarbeitet dabei Daten von Kameras im Kopf, Kameras in den Handflächen, Sensoren an den Fingerspitzen sowie den Informationen des Roboters über seine eigene Position im Raum. Figure zufolge ist dies das erste Mal, dass das Unternehmen neuronale Netze demonstriert, die Eingaben von Handflächenkameras und taktilen Sensoren nutzen.
  • System 0 führt alles 1.000-mal pro Sekunde (1 kHz) aus und kümmert sich um das Gleichgewicht, Kontaktkräfte und die Koordination des gesamten Körpers.
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Die Grundlage bildet System 0, das Figure mit mehr als 1.000 Stunden aufgezeichneter menschlicher Bewegungsdaten trainiert hat. Statt separate Regeln für das Gehen, Drehen oder Greifen zu programmieren, lernte das System, wie sich Menschen bei gleichzeitiger Wahrung ihres Gleichgewichts auf natürliche Weise bewegen.

„System 0 ersetzt 109.504 Zeilen von Hand entwickelten C++-Codes durch einen einzigen neuronalen Prior für stabile, natürliche Bewegungen“, so das Unternehmen.

Über die Aufgabe mit der Spülmaschine hinaus demonstrierte Figure vier Manipulationsherausforderungen, die die neue taktile Sensorik und die in den Handflächen montierten Kameras des Roboters erfordern.

Der Roboter schraubte einen Flaschenverschluss ab und stabilisierte dabei den Behälter, ohne ihn zu zerdrücken. Er lokalisierte und entnahm eine einzelne Pille aus einem Medikamentenorganizer, obwohl die Pille für seine Kopfkamera verborgen war. Er drückte trotz variierendem Widerstand exakt 5 Milliliter aus einer Spritze. Außerdem entnahm er kleine Metallteile aus einer unübersichtlichen Kiste, in der sich Gegenstände während der Handhabung überlappten und verschoben.

Warum das wichtig ist

Roboter tun sich seit Jahrzehnten schwer mit der sogenannten „Loco-Manipulation“. Üblicherweise muss ein Roboter gehen, anhalten, sich stabilisieren und dann greifen. Helix 02 macht mit diesem Stop-and-go-Stil Schluss. Indem Figure den Roboter als ein einheitliches System betrachtet, das jeden Sensor mit jedem Motor verbindet, wendet sich das Unternehmen von choreografierten Kunststücken ab und Robotern zu, die tatsächlich auf den eigenen Beinen denken und arbeiten können.

„Die Ergebnisse stehen noch am Anfang – aber sie zeigen bereits, was kontinuierliche Ganzkörperautonomie möglich macht“, schrieb Figure.

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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