Apples KI-Ambitionen werden bald deutlich schwerer zu ignorieren sein.
Nach einer langsamen und vielfach kritisierten Einführung bringt Apple mit iOS 27 endlich eine umfassende Erweiterung von Apple Intelligence auf den Weg und führt neue KI-Funktionen für Siri, Passwörter, Home, Safari, Nachrichten und Kurzbefehle ein, laut einem Bericht von BGR. Die Änderungen deuten darauf hin, dass Apple über isolierte KI-Funktionen hinausgeht und Intelligenz im gesamten Betriebssystem verankert.
Apple Intelligence wird nicht als eigenständiges Tool agieren, sondern zur agentischen Ebene werden, die Nutzer beim Verwalten von Geräten, Automatisieren von Aufgaben, Abrufen von Informationen und natürlicheren Interaktionen mit Apps unterstützt.
Apples jüngste Ausrichtung könnte den bedeutendsten Vorstoß des Unternehmens im Bereich KI seit der Einführung von Apple Intelligence markieren und zugleich die wachsende Kluft zwischen neueren iPhones, die fortschrittliche KI-Funktionen ausführen können und älteren Geräten verdeutlichen, die möglicherweise auf der Strecke bleiben.
Eine neue Art von Apple Intelligence – mit einem Haken
Seit der Einführung vor zwei Jahren wurde Apple Intelligence mehrfach überarbeitet, doch die diesjährige Version sticht am stärksten hervor, weil sie eine große Frustration von Apple-Nutzern mit Siri angeht – dem zentralen KI-System des Unternehmens. Apple hat sich mit Google Gemini zusammengetan , um Siri ein leistungsfähigeres Gehirn zu geben; Apple erklärt außerdem, dass die meisten Funktionen offline verarbeitet werden und nur solche, die einen Cloud-Zugriff benötigen, sicher übertragen werden.
Allerdings gibt es einen Haken, der Millionen von Apple-Nutzern nicht gefallen dürfte. Um das neue Apple Intelligence optimal zu nutzen, benötigen Nutzer ein iPhone 15 Pro, ein iPad mit M1- oder A17-Pro-Chip oder einen Mac mit M1- oder A18-Pro-Chip oder neuer.
Eine eigenständige, kontextbewusste Siri
Statt bestimmte Befehle zu benötigen, können Nutzer den Assistenten bitten, anhand vager Angaben Informationen zu finden – etwa einen Link, den ein Freund Wochen zuvor geteilt hat, oder eine Empfehlung, die in einem Gespräch erwähnt wurde.
Apple führt außerdem eine eigene Siri-App ein, mit der Nutzer Unterhaltungen beginnen, erneut aufrufen und fortsetzen können. Das Erlebnis rückt Siri näher an moderne KI-Chatbots heran, während der Assistent tief in Apples Ökosystem und Datenschutz integriert bleibt.
Die Fotos-App erhält leistungsstarke KI-Tools
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Apple bringt drei KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge in die Fotos-App, mit denen Nutzer Bilder nach der Aufnahme umfassend verändern können. Reframe nutzt für Vision Pro entwickelte Technologie, um die Komposition eines Fotos anzupassen und Motive innerhalb des Bildausschnitts neu zu positionieren.
Außerdem gibt es das Werkzeug „Erweitern“, das neue Bildbereiche über die ursprünglichen Ränder eines Fotos hinaus erzeugen und so die Szene effektiv vergrößern kann. Das überarbeitete Werkzeug „Bereinigen“ entfernt unterdessen unerwünschte Objekte und füllt die entstandenen Lücken intelligent auf.
Apple Intelligence erweitert seine agentischen Fähigkeiten
Safari bietet jetzt eine intelligente Tab-Organisation, eine "„Notify Me“-Funktion, die Änderungen auf Webseiten verfolgt, sowie KI-generierte Erweiterungen, die sich mithilfe einfacher Eingabeaufforderungen in natürlicher Sprache erstellen lassen.
Die Passwörter-App kann kompromittierte Passwörter automatisch aktualisieren. Home bringt jetzt 4K-Aufnahmen auf Kameras sowie die Möglichkeit, wichtige Ereignisse von Sicherheitskameras zu erkennen und zu priorisieren und gleichzeitig doppelte Warnungen zu reduzieren.
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Kurzbefehle lassen sich jetzt dank Eingabeaufforderungen in natürlicher Sprache statt eines starren Schritt-für-Schritt-Prozesses leichter verwenden.
Apple erweitert seine visuelle Intelligenz außerdem auf iPad, Mac und Vision Pro. Darüber hinaus kann die Funktion nun im Auftrag der Nutzer Aktionen ausführen. Bei seiner WWDC-Demo zeigte Apple, wie nützlich Siri die Funktion gemacht hat, indem die visuelle Intelligenz eine Rechnung allein durch das Zeigen auf die entsprechende Funktion aufteilte.
Verbesserte Schreib- und Bildwerkzeuge
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Auf die Schreibwerkzeuge kann jetzt im gesamten Betriebssystem zugegriffen werden. Sie helfen Nutzern dabei, Texte mithilfe von Anweisungen in natürlicher Sprache zu entwerfen, umzuschreiben, zu bearbeiten und zu verfeinern.
Die Funktion wird außerdem persönlicher: Siri kann seinen Schreibstil an das Gespräch und den Empfänger anpassen. Auch Image Playground erhält Verbesserungen – mit realistischeren Bildgenerierungen, verbesserten Genmoji-Funktionen und einer größeren Auswahl an kreativen Stilen.
Fazit
Die einzelnen Funktionen sind beeindruckend, deuten jedoch auf einen größeren Wandel hin, der sich bei Apple vollzieht. Statt Nutzer aufzufordern, bei Bedarf eine KI-App zu öffnen, integriert das Unternehmen Apple Intelligence in alle Ebenen seines Betriebssystems.
Wenn diese Vision wie vorgesehen funktioniert, wird iOS 27 möglicherweise weniger für eine einzelne Funktion in Erinnerung bleiben als für den Moment, in dem Apple Intelligence Apples Ökosystem in ein intelligentes System verwandelt hat.
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