Nach umfangreichen Entlassungen bei Salesforce im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Tools erklärt das Unternehmen nun, den Einsatz von KI zur Automatisierung von Arbeitslasten zu verstärken.
In einem Interview mit Bloomberg, sagte Salesforce-CEO Marc Benioff, dass KI etwa 30 % bis 50 % der Arbeit des Unternehmens erledige. Zur Ethik des Personalabbaus erklärte Benioff, KI treibe eine „digitale Arbeitsrevolution“ voran, die „alles von KI-Agenten bis zu Robotern“ hervorbringen werde. CEOs, so sagte er, müssten „sicherstellen, dass ihre Werte richtig ausgerichtet sind.“
Salesforce hat in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 Stellen gestrichen.
Der verstärkte Einsatz von KI und sinkende Mitarbeiterzahlen sind ein globaler Trend
Salesforce ist nur eines von vielen Unternehmen, die den Einsatz von KI beschleunigen. Eine im Januar vom World Economic Forum durchgeführte Umfrage ergab, dass bis 2030 mehr als 40 % der Unternehmen weltweit erwarten, ihre Belegschaften aufgrund der Einführung von KI zu verkleinern.
Viele Technologieunternehmen betrachten KI inzwischen als praktischen Hebel, um Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und ihre Belegschaften neu auszurichten. Laut einem Bericht von PwC bauen 100 % der Branchen ihren Einsatz von KI aus. Zu diesen Branchen zählen traditionell technologieferne Bereiche wie Bergbau und Bauwesen.
Der Bericht stellt fest, dass Unternehmen dank KI zunehmend konkrete Zuwächse bei den pro Mitarbeiter erzielten Umsätzen verzeichnen. Während viele Organisationen beginnen, KI für einzelne Anwendungsfälle einzusetzen, liege „der tatsächliche Nutzen darin, dass KI unternehmensweit zur Transformation der Wertschöpfung eingesetzt wird, wodurch neue Umsatzquellen entstehen und Wettbewerbsvorteile gewonnen werden“, heißt es in dem Bericht.
Benioff schätzte, dass Salesforce mit KI eine Genauigkeit von 93 % erreicht habe. Er fügte hinzu, dass die Technologie zwar „ziemlich gut“ sei, es aber nicht „realistisch“ sei, dass sie 100 % erreiche. Andere Anbieter, so Benioff, lägen auf „deutlich niedrigeren Niveaus, weil sie nicht über genügend Daten und Metadaten“ verfügten, um eine höhere Genauigkeit zu erzielen.
PwC betonte außerdem, dass seine Untersuchungen zeigen, dass viele Unternehmen KI nicht nur einsetzen, um die Mitarbeiterzahl zu begrenzen, sondern auch, um Beschäftigte dabei zu unterstützen, einen größeren Mehrwert zu schaffen. Der Bericht warnte, dass Organisationen, die sich ausschließlich auf den Personalabbau konzentrieren, Gefahr laufen, umfassendere Chancen zum Eintritt in neue Märkte und zur Erschließung zusätzlicher Umsatzquellen zu übersehen.
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