Es sieht nach einem Kurswechsel oder zumindest einer Umstrukturierung aus, während Meta mit unserer sich ständig wandelnden Zeit zurechtkommen muss.
Metas Metaverse-Chef Vishal Shah wurde von seinen Aufgaben im Bereich Virtual Reality abgezogen und direkt in den existenziellen KI-Kampf des Unternehmens versetzt – ein Schritt, der wohl wie der dramatischste strategische Rückzug in der Geschichte der Techbranche wirkt.
Der Schritt, über den zuerst die Financial Times berichtete, erfolgte unmittelbar, nachdem Meta in der vergangenen Woche 600 KI-Stellen gestrichen hatte, während Rivalen wie OpenAI die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zogen. Shah berichtet nun direkt an Nat Friedman, Metas KI-Produktchef, in einer Rolle, die darüber entscheiden könnte, ob der Social-Media-Riese auf der KI-Welle reitet oder von ihr verschlungen wird.
Da Metas KI-Sparte 2025 Investitionsausgaben von rund 40 Milliarden US-Dollar einsetzt, könnte der Druck auf Shah kaum größer sein. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Meta seinen Fokus auf KI verstärkt und sich Rivalen wie Microsoft, OpenAI und Anthropic in einem Wettrüsten nach dem Prinzip „ausgeben, um zu gewinnen“ anschließt, das immer teurer wird.
Es fühlt sich an, als wären wir schon einmal hier gewesen: Im April 2023 sagte Meta-CEO Mark Zuckerberg, er gebe das Metaverse nicht auf, obwohl die Sparte des Unternehmens, die seine Virtual- und Augmented-Reality-Projekte betreut, im ersten Quartal 4 Milliarden US-Dollar Verlust verzeichnete. Aber dieses 2025.
Die Mission
Shahs Mission ist klar: die Lücke zwischen Metas KI-Forschung und Produkten zu schließen, die tatsächlich von Milliarden Menschen genutzt werden. Seine Rolle wird entscheidend dafür sein, Metas KI-Fähigkeiten in Reality Labs zu integrieren, dessen Schwerpunkt inzwischen auf intelligenten Brillen statt auf virtuellen Welten liegt.
Dieser Wechsel signalisiert Mark Zuckerbergs Wette darauf, dass Brillen und nicht VR-Headsets die wichtigste Hardware für KI-Erlebnisse sein werden.
Die gesammelten Erkenntnisse zeigen, dass die Initiative für intelligente Brillen zentral für Zuckerbergs Vision ist, „Superintelligenz“ anzustreben – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Metaverse-Träumen, die so viel Kapital verschlungen haben.
Die Ernennung vermittelt außerdem eine einfachere Botschaft: Das Metaverse war eine kostspielige Ablenkung von der eigentlichen Revolution im Bereich KI. Kommt dieser Kurswechsel zu spät, um OpenAI und den Rest noch einzuholen? Das ist die Billionen-Dollar-Frage, die über Metas Zukunft schwebt.
Mit seiner Erfolgsbilanz beim Ausbau von Instagram und im Umgang mit komplexen Produktökosystemen könnte er derjenige sein, der Meta davor bewahrt, zur warnenden Geschichte über eine Wette auf die falsche Technologierevolution zu werden.
Meta führt eine Reihe neuer Jugendschutzfunktionen ein, die Eltern dabei helfen sollen, zu kontrollieren, wie ihre Teenager mit KI-Chatbots interagieren – und reagiert damit auf monatelange öffentliche Besorgnis und regulatorische Prüfungen.

