Midjourneys V1-KI-Videomodell: Ein neuer ernstzunehmender Konkurrent für Google und OpenAI-Produkte

Screenshot from a Midjourney V1 demo video.

Screenshot from a Midjourney V1 demo video. Image: Midjourney

Jun 20, 2025
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Midjourney, die vor allem für ihre beeindruckenden Bildgenerierungen bekannte KI-Plattform, ist in den Videobereich vorgedrungen. Am Mittwoch stellte das Unternehmen sein erstes Videogenerierungsmodell überhaupt vor, genannt V1. Dieses Bild-zu-Video-Tool verwandelt statische Bilder in kurze animierte Clips.

Die Einführung von V1 markiert einen Wendepunkt für Midjourney, das sich seit seiner Gründung hauptsächlich auf statische Bilder konzentriert hat. In dem Beitrag des Unternehmens zur Veröffentlichung von V1 erklärte Midjourney-Gründer David Holz: „Wie ihr wisst, lag unser Fokus in den vergangenen Jahren auf Bildern. Was ihr vielleicht nicht wisst: Wir glauben, dass das unvermeidliche Ziel dieser Technologie Modelle sind, die Echtzeit-Simulationen offener Welten ermöglichen. Dafür brauchen wir Bausteine. Wir brauchen visuelle Darstellungen (unsere ersten Bildmodelle). Wir müssen diese Bilder in Bewegung versetzen (Videomodelle). Wir müssen uns selbst durch den Raum bewegen können (3D-Modelle), und all das muss schnell geschehen (Echtzeitmodelle).“

So funktioniert Midjourneys V1

V1 nutzt einen unkomplizierten „Bild-zu-Video“-Prozess. Nutzer können entweder innerhalb von Midjourney ein Bild erstellen oder eines aus einer externen Quelle hochladen. Anschließend klicken sie auf „Animate“, um es in ein Video umzuwandeln. Danach können sie ein „Startbild“ festlegen und einen „Bewegungs-Prompt“ eingeben, um den Ablauf der Szene zu steuern.

Es stehen zwei Animationsmodi zur Verfügung: Die Einstellung „automatisch“ liefert einen standardmäßigen „Bewegungs-Prompt“, der Dinge in Bewegung versetzt. Für mehr Kontrolle können Nutzer über die Schaltfläche „manuelle“ Animation genau beschreiben, wie sich die Szene und die Objekte darin bewegen sollen.

Das Modell bietet außerdem Modi für „starke Bewegung“ und „geringe Bewegung“. „Geringe Bewegung“ empfiehlt sich für subtile Bewegungen und atmosphärische Szenen, in denen die Kamera weitgehend statisch bleibt. „Starke Bewegung“ eignet sich ideal für dynamische Szenen mit deutlichen Bewegungen des Motivs und der Kamera. Auch wenn starke Bewegung aufregend sein kann, weist Midjourney darauf hin, dass „all diese Bewegung manchmal zu kuriosen Fehlern führen kann“.

Jedes Video beginnt als fünf Sekunden langer Clip. Nutzer können Clips pro Segment um etwa vier Sekunden verlängern, und das bis zu viermal.

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So greifen Sie auf Midjourneys V1 zu

Laut Midjourney erfordert jede Videogenerierung achtmal mehr Rechenleistung als ein Standardbild. Das entspricht ungefähr den Kosten eines Bildes pro Videosekunde.

Der Zugriff ist derzeit auf Webnutzer mit einem aktiven Midjourney-Abonnement beschränkt, das bei 10 US-Dollar pro Monat beginnt. Midjourney zufolge ist sein Tool bis zu 25-mal günstiger als andere KI-Videotools.

Wie sich Midjourneys V1 von der Konkurrenz abhebt

Der Markt für generative KI-Videotools wird zunehmend umkämpft. Zu den Konkurrenten gehören OpenAI’s Sora, Google’s Veo 3, Adobe’s Firefly, und Runway’s Gen-4, die allesamt die Grenzen der Umwandlung von Text oder Bildern in Videos ausloten.

Im Vergleich zu eher filmischen oder fotorealistischen Modellen ist Midjourneys Tool lockerer und benutzerfreundlicher. V1 kann beim Feinschliff vielleicht noch nicht mit der Konkurrenz mithalten, doch die einfache Bedienung und der vergleichsweise niedrige Preis könnten es für Künstler, Designer und neugierige Hobbyanwender attraktiv machen.

Wie Midjourney auf die Klage von Disney und Universal reagiert hat

In der vergangenen Woche haben Disney und NBCUniversal eine Urheberrechtsklage gegen Midjourney eingereicht. In der Klageschrift wird behauptet, dass Midjourneys KI-Modelle anhand geschützter Inhalte trainiert wurden und dabei nicht autorisierte digitale Versionen ikonischer Figuren wie Darth Vader und Homer Simpson entstanden sind.

Midjourney hat keine direkte Stellungnahme zur Klage abgegeben, fordert Nutzer jedoch weiterhin dazu auf, „diese Technologien bitte verantwortungsvoll zu nutzen“ – eine Bekräftigung der langjährigen Haltung des Unternehmens zur ethischen Nutzung von KI.

Lesen Sie eWeeks ausführlichen Vergleich von Midjourney vs. DALL-E.  

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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