Ciscos jüngster „AI Readiness Index“ warnt, dass britische Unternehmen mit dem konfrontiert sind, was Cisco ein „KI-Schwarzes Loch“ nennt.
Laut der Studie des Unternehmens verfügen nur 16 % der Organisationen über die Voraussetzungen, um KI sicher zu skalieren, da vielen die notwendige Infrastruktur, die entsprechenden Datensysteme und Sicherheitsrahmenwerke fehlen, um KI effektiv einzusetzen.
Die Studie hebt Probleme wie veraltete Infrastruktur, eine unzureichende Datenintegration und Sicherheitslücken hervor und bezeichnet diese Herausforderungen als „KI-Infrastrukturschulden“.
Die Ergebnisse decken sich mit einer im vergangenen Monat veröffentlichten separaten Studie der FDM Group mit dem Titel „Workforce 2.0: AI Adoption and the Future of Jobs“ , die in der Mitteilung zitiert wird. Demnach geben 32 % der Unternehmen an, dass die Einführung von KI aufgrund eines Fachkräftemangels ins Stocken gerät, während mehr als die Hälfte der Organisationen gerade erst beginnt, KI zu erforschen, und lediglich 2 % sie vollständig in ihre Abläufe integriert haben. Darüber hinaus verfügen die meisten Teams (58 %) lediglich über KI-Kenntnisse in einem frühen Entwicklungsstadium, und nur 6 % berichten von umfassender Expertise.
Sheila Flavell, CBE, COO der FDM Group, warnte: „KI hat das Potenzial, unsere Arbeitsweise zu verändern. Ohne die richtigen Kompetenzen werden Organisationen jedoch nicht in der Lage sein, das volle Potenzial von KI auszuschöpfen. Ein Drittel der Unternehmen steht bereits vor einem KI-Hindernis: Der Wille zur Einführung von KI ist vorhanden, doch die Bereitschaft der Belegschaft, dieses Vorhaben umzusetzen, fehlt.“
Zusammengenommen stellen die Herausforderungen bei Infrastruktur und Kompetenzen eine erhebliche Innovationsbarriere dar und erschweren es Unternehmen, KI effektiv und sicher einzusetzen. In Ciscos Pressemitteilung wird betont, dass moderne, sichere und integrierte Systeme für die KI-Bereitschaft unerlässlich sind.
Cisco verweist auf die eigene Lösung
Auch wenn der Bericht berechtigte Bedenken bei IT-Führungskräften weckt, ist es wichtig festzuhalten, dass Ciscos Kerngeschäft eng mit den darin hervorgehobenen Herausforderungen verbunden ist. In diesem Sommer stellte Cisco seine neue sichere Netzwerkarchitektur vor, die sich mit den KI-Herausforderungen von Unternehmen befasst und dabei den Schwerpunkt auf die Skalierung von KI-Lösungen sowie den Umgang mit zunehmenden Sicherheitsbedrohungen legt.
Dennoch bietet die Studie Cisco die Gelegenheit, seine Lösungen für Netzwerke, Cloud und Cybersicherheit als unverzichtbare Bestandteile für Unternehmen zu positionieren, während diese den Wandel hin zu einer robusteren Infrastruktur vollziehen.
Die Zukunft der KI
Trotz des kommerziellen Aspekts liefert der Bericht eine wertvolle Momentaufnahme des aktuellen Stands der KI-Bereitschaft im Vereinigten Königreich. Er legt nahe, dass Unternehmen ihre technologische Infrastruktur modernisieren und in Kompetenzen und Prozesse investieren müssen, um die Möglichkeiten von KI vollständig auszuschöpfen.
Das „KI-Schwarze Loch“ kann ebenso als Warnung wie als Chance für Unternehmen verstanden werden, die Initiative zu ergreifen. Während diejenigen, die zögern, mit wachsenden betrieblichen und wettbewerblichen Risiken rechnen müssen, sind Unternehmen, die Infrastruktur- und Kompetenzlücken jetzt schließen, besser aufgestellt, um KI sicher und in großem Maßstab zu nutzen.
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