OpenAI und Google müssen sich wegen KI-Zugangs für gesperrte chinesische Unternehmen Fragen stellen

AI chatbot used by a person on a smartphone with the world map featuring countries with access to it.

Image: Kannapat/Adobe

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David Curry
David Curry
Jul 10, 2026
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Zwei Entwickler von KI-Spitzenmodellen, OpenAI und Google, sollen chinesische Technologiekonzerne unter Verstoß gegen eine schwarze Liste des Pentagon beliefert haben.

Beide Unternehmen haben Tochtergesellschaften von Alibaba, Baidu und Tencent in Singapur Zugang zu ihren KI-Modellen verkauft – drei der führenden chinesischen Technologieunternehmen. Das deutet darauf hin, dass die Bemühungen der US-Regierung, Chinas KI-Entwicklung zu bremsen, nicht wirksam durchgesetzt werden und dass mehr als eine einfache schwarze Liste nötig sein könnte, um chinesische Unternehmen am Zugriff auf diese Dienste zu hindern.

OpenAI teilte der Financial Times, die zuerst über den mutmaßlichen Verstoß berichtet hatte, mit, dass der API-Zugang für Nutzer mit Verbindungen zu Alibaba gesperrt worden sei. Auch Anthropic sperrte Alibaba im vergangenen Monat und beschuldigte das Unternehmen, sein Claude-Modell destilliert zu haben und dafür 28 Millionen Antworten zu verwenden.

Google erklärte, dass seine KI-Dienste sowohl in Hongkong als auch in Singapur verfügbar seien, das Unternehmen jedoch Destillation verbiete – ein Verfahren, bei dem ein kleineres Modell darauf trainiert wird, die Ausgaben eines größeren, fortschrittlicheren Modells nachzubilden.

Wie chinesische KI-Unternehmen von US-Modellen profitieren

Alibaba, Baidu und Tencent investieren allesamt Milliarden in das Training und die Inferenz von KI-Modellen, doch die Kosten für Verbraucher und die eigenen Gewinne liegen deutlich unter denen ihrer US-amerikanischen Konkurrenten. Anthropic, OpenAI und andere haben erklärt, dass dies teilweise daran liege, dass chinesische KI-Modellentwickler regelmäßig US-Modelle destillieren und so die Kosten für das Training ihrer eigenen Systeme senken.

Während diese chinesischen Unternehmen US-Modelle aktiv einsetzen und aus ihnen lernen, können chinesische Verbraucher auf die meisten davon nicht zugreifen, weil sie von der Great Firewall des Landes blockiert werden. Dadurch sehen sich viele der großen chinesischen Technologieunternehmen weniger ausländischer Konkurrenz gegenüber, sodass der TikTok-Entwickler ByteDance, Alibaba und DeepSeek sich als Marktführer etablieren konnten.

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Die chinesische Regierung hat außerdem erwogen, Außenstehenden den Zugriff auf von chinesischen Unternehmen entwickelte KI-Modelle zu verwehren. Dies geschieht als Reaktion darauf, dass Entwickler in der Entwicklungsphase zunehmend von Opus, GPT und Gemini auf günstigere chinesische Modelle für den täglichen Betrieb umsteigen.

US-Regierung holt sich einige Tipps aus China 

Auf der anderen Seite des Pazifiks verschärft auch die US-Regierung ihren Zugriff auf inländische KI-Modellentwickler. Die Trump-Regierung hat kürzlich die Ausfuhr der beiden leistungsfähigsten KI-Modelle von Anthropic, Fable 5 und Mythos 5, gestoppt, woraufhin das Unternehmen sie abschaltete. Seitdem wurde dem Unternehmen gestattet, sie in ausgewählten Ländern zu vertreiben.

OpenAI wurde bei der Einführung von GPT-5.6 ähnlich behandelt, wobei die US-Regierung das Unternehmen aufforderte, die Veröffentlichung zunächst über eine verifizierte Gruppe von Partnern zu staffeln, bevor das Modell breiter verfügbar gemacht werde. Dies hat Berichten zufolge bei OpenAI interne Diskussionen darüber ausgelöst, der US-Regierung eine kleine Beteiligung an dem Unternehmen einzuräumen, wenn das Unternehmen an die Börse geht, was künftige Genehmigungsverfahren möglicherweise beschleunigen könnte.

Für Unternehmen, die KI einsetzen wollen, könnte eine mögliche Verschärfung der Beschränkungen die Kosten für Training und Bereitstellung erhöhen, da günstigere Modelle künftig möglicherweise nicht mehr zugänglich sind. Auch andere Unternehmen in Ländern mit unklaren Loyalitäten gegenüber den USA oder China könnten geschädigt werden, da sie mit Beschränkungen rechnen müssten, um dem jeweils anderen den Zugriff zu verwehren.

Mehr dazu: Der neue ChatGPT-Work-Agent von OpenAI kann Dokumente erstellen, Arbeitsplatzdaten analysieren und mehrstufige Geschäftsaufgaben erledigen, doch sein Zugriff auf verbundene Systeme wirft neue Fragen zur Überwachung und Sicherheit auf.

David Curry

David Curry is a tech journalist and analyst with over a decade of experience writing for established outlets. He holds a master’s degree in International Journalism from the University of Leeds and has covered the technology sector since the early 2010s. His work focuses on B2B technology, data journalism, mobile apps and app markets, artificial intelligence, digital platforms, and emerging technologies. He earned a BA from the University of Lincoln and an MA from the University of Leeds.

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