OpenAIs erstes KI-Gerät könnte ein Smart Speaker sein, der „sieht und hört“

A black portable Bluetooth speaker sits on a small wooden table, with a woman sitting on a grey sofa in the blurred background using her smartphone.

Source: RossHelen/Envato

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Liz Ticong
Liz Ticong
Feb 23, 2026
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OpenAI bereitet den Einzug in die Wohnzimmer vor. 

Laut The Information entwickelt der ChatGPT-Macher sein erstes Gerät für Endverbraucher: einen KI-gestützten Smart Speaker, der sehen, zuhören und auf proaktivere Weise reagieren soll. Sollte er auf den Markt kommen, wäre der Lautsprecher mit Kamera OpenAIs Hardware-Debüt und würde die Reichweite des Unternehmens über Software hinaus erweitern.

Das Team und der Zeitplan

Das Projekt ist zu einem umfangreichen internen Vorhaben angewachsen. Rund 200 Mitarbeiter arbeiten an dem Gerät – ein Zeichen für die koordinierte Entwicklung.

Der Smart Speaker soll voraussichtlich zwischen 200 und 300 US-Dollar kosten und wäre damit für eine breite Käuferschicht erschwinglich, sollte er auf den Markt kommen. Die Entwicklung folgt auf OpenAIs Übernahme des Start-ups von Jony Ive, durch die das Hardware-Design ins Unternehmen geholt und die Produktambitionen erweitert wurden.

Der Lautsprecher ist nicht das einzige Konzept, das in Betracht gezogen wird. Zu den Prototypen gehören Berichten zufolge smarte Brillen und eine smarte Lampe. Unklar ist jedoch, welche Entwürfe über die Testphase hinauskommen oder wann ein fertiges Produkt ausgeliefert werden könnte.

Ein Marktstart ist noch in weiter Ferne; mit Auslieferungen wird frühestens 2027 gerechnet.

Ein Assistent, der handelt

Das Gerät wird so entwickelt, dass es den Kontext anhand von Audio- und Bildeingaben aus seiner Umgebung interpretieren kann. Indem es verarbeitet, was es sieht und hört, soll es in Echtzeit auf Situationen reagieren, die sich in der Nähe abspielen.

Intern geht das Konzept über das Beantworten von Fragen hinaus. Das System soll Objekte in seinem Sichtfeld erkennen und Gespräche in der Nähe verfolgen, um darauf bezogene Vorschläge oder Erinnerungen einzublenden. 

Die Interaktion soll hauptsächlich per Sprache erfolgen, während das Gerät kontinuierlich im Hintergrund arbeitet.

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Designhoheit und interne Spannungen

Die Kontrolle über das Aussehen und die Anmutung des Produkts liegt weitgehend bei Jony Ives Designfirma LoveFrom, die auch dann Einfluss auf wichtige Entscheidungen behält, wenn sie unabhängig von der alltäglichen Struktur OpenAIs arbeitet. Diese Konstellation hat eine ungewöhnliche Dynamik geschaffen: Ein externes Studio gestaltet ein Vorzeigeprodukt in einem der sich am schnellsten entwickelnden KI-Unternehmen.

Die Zusammenarbeit bringt zwei sehr unterschiedliche Arbeitsweisen zusammen. Ehemalige Apple-Führungskräfte sind für strikte Geheimhaltung, sorgfältige Prüfprozesse und schrittweise Weiterentwicklung bekannt, während OpenAI seinen Ruf auf schnelle Veröffentlichungen und häufige Aktualisierungen aufgebaut hat. 

Diese Dynamik in die physische Fertigung zu übertragen, bringt neue Einschränkungen mit sich – von der Beschaffung von Komponenten bis zur Koordination von Produktionspartnern. Ob das Unternehmen diese Ansätze miteinander vereinbaren und in großem Maßstab liefern kann, bleibt eine der größten offenen Fragen rund um das Projekt.

Das Datenschutzdilemma

OpenAIs Konzept setzt auf ein System, das Objekte im Sichtfeld erkennen und Gespräche in der Nähe verfolgen kann, wodurch die KI noch tiefer in private Räume vordringt. Kontext zu interpretieren bedeutet, ihn zu erfassen – und wirft Fragen dazu auf, wie die Daten verarbeitet, gespeichert und geschützt werden.

Anders als frühere Smart Speaker, die sich hauptsächlich auf reaktive Sprachbefehle stützen, basiert dieser Ansatz auf einer kontinuierlichen Wahrnehmung der Umgebung. Das verändert die Erwartungen daran, was ein Heimassistent tut und was er wahrnimmt.

Unternehmen wie Amazon und Google standen bereits in der Kritik, nachdem Berichte bekannt geworden waren, wonach menschliche Prüfer Ausschnitte von Aufnahmen von Alexa und Google Assistant angehört hatten. Unterdessen lösten Metas Portal-Geräte mit Kamera eine Debatte über die Erfassung von Daten in den eigenen vier Wänden aus.

Bei einem System, das die Umgebung in Echtzeit beobachten und darauf reagieren soll, würden ähnliche Fragen wahrscheinlich früh aufkommen und Vertrauen und Transparenz in den Mittelpunkt der Einführung rücken.

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In einem neuen Interview lobte Sam Altman die Geschwindigkeit der Fortschritte Chinas im gesamten KI-Stack.

Liz Ticong

Liz Ticong is a staff writer for eWeek and TechRepublic focused on AI, cybersecurity, enterprise software, and data. She has more than 10 years of editorial experience as a technology industry writer, combining reporting, product research, and hands-on software testing in her coverage. Her work has been published on Datamation, Enterprise Networking Planet, and TechnologyAdvice.com. She writes technology news, software reviews, product comparisons, and buyer’s guides for business and IT readers.

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