Eine der Herausforderungen im IT-Umfeld nach der Pandemie besteht darin, dass sich die Geschäftsprioritäten von Wachstum und Neueinstellungen mit einem nahezu unbegrenzten Budget hin zu einer stärkeren Fokussierung auf Kosteneinsparungen verschoben haben – einschließlich des IT-Kostenmanagements (ITEM). Unternehmen haben zu viel ausgegeben, und nun ziehen Führungskräfte und Aufsichtsräte die Zügel an und fordern von CIOs, die Ausgaben zu drosseln.
Eine neue Studie von Tangoe untersucht die Praxis des IT-Kostenmanagements und vergleicht vollständig intern betriebene Programme, externe Lösungen von Drittanbietern und hybride Modelle.
Die in Zusammenarbeit mit Vanson Bourne durchgeführte Studie basiert auf den Antworten von 500 leitenden Fachleuten aus den Bereichen IT und Finanzen in den USA und Großbritannien. Sie arbeiten für Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz zwischen 500 Millionen und 50 Milliarden US-Dollar. Alle Unternehmen verfügen über eine IT-Kostenmanagementlösung. Im Folgenden einige der wichtigsten Ergebnisse der Studie.
Fortschritt erfordert Investitionen
Die Herausforderung besteht darin, dass Unternehmen vorankommen müssen – und das erfordert kontinuierliche Investitionen.
Da die IT-Ausgaben aufgrund der stetig steigenden Kosten für künstliche Intelligenz, und die Cloud, sowie für mobile Tools weiter steigen, geraten die Budgets der Unternehmen zunehmend unter Druck. Dadurch wird die Fähigkeit, Ausgaben nachzuverfolgen und zu verwalten, Kosten zu steuern und IT-Budgets effektiv anzupassen, zu einer Notwendigkeit.
Die Tangoe-Studie ergab, dass IT-Kostenmanagementlösungen (ITEM) von Drittanbietern ausgereiftere Finanzmanagementprogramme (FinOps) fördern und schneller geschäftliche Erkenntnisse und Einsparungen ermöglichen als alternative Ansätze.
Darüber hinaus beinhalten solche Lösungen häufig automatisierte Prozesse, die dazu beitragen, die Risiken und Kosten im Zusammenhang mit IT-Ausfällen zu reduzieren. Den Daten zufolge hat sich dieser Ansatz als fünfmal kosteneffizienter als seine Alternativen erwiesen und bietet eine überlegene Methode zur Verwaltung von IT-Ausgaben.
Unterschiede bei der Kosteneffizienz
Zu den herausragenden Ergebnissen gehört der Kostenunterschied zwischen den verschiedenen Ansätzen beim Ausgabenmanagement.
Unternehmen, die eine vollständig ausgelagerte ITEM-Lösung nutzen, gaben im Durchschnitt rund 442.000 US-Dollar aus – deutlich weniger als die 2,35 Millionen US-Dollar, die bei Unternehmen mit einem hybriden Ansatz anfielen. Durch das Outsourcing sparen Unternehmen nicht nur Geld, sondern setzen auch interne Ressourcen frei.
Anders als interne Programme, die sich typischerweise auf von Anbietern bereitgestellte Tools stützen, bieten Drittanbieter spezialisierte Analyseplattformen zur Ermittlung von Möglichkeiten zur Kostenoptimierung sowie Managed Services, mit denen Unternehmen diese schnell umsetzen können. So können sich Unternehmen auf kritische Investitionen und Entscheidungen konzentrieren, statt auf Routineaufgaben wie die Rechnungsverarbeitung, Ausgabenanalyse und Anpassung von Services.
Fortschrittliche FinOps-Programme
Unternehmen, die Lösungen von Drittanbietern für das IT-Kostenmanagement einsetzen, verfügen mit höherer Wahrscheinlichkeit über eine ausgereifte FinOps-Praxis: 94 Prozent der Unternehmen haben ein eigenes Team zur Optimierung der Cloud-Ausgaben.
Unternehmen, die einen externen Anbieter nutzen, sind bei der Einführung ihrer FinOps-Praxis erfolgreicher: 61 Prozent erreichen eine vollständige Einführung, verglichen mit 53 Prozent der Unternehmen, die andere Methoden nutzen. Ein bestehendes FinOps-Programm senkt nachweislich auch die Ausgaben für Cloud-Infrastruktur und Software um jeweils 20 Prozent und 28 Prozent.
Bessere Erkenntnisse und Einsparungen
Nahezu alle (99 Prozent) leitenden Entscheidungsträger aus IT und Finanzen verzeichneten durch das Outsourcing erhebliche Vorteile. Drittanbieter-ITEM-Lösungen bewältigen gängige Herausforderungen bei der Datenanalyse, der Verwaltung des IT-Servicebestands und manuellen Prozessen.
Unternehmen, die diese Lösungen nutzen, berichteten von einer 90-prozentigen Verbesserung der Produktivität und Prozesseffizienz; 88 Prozent erhielten schneller Zugriff auf geschäftliche Erkenntnisse und Kosteneinsparungen.
Durch das Outsourcing an Drittanbieter sparten Unternehmen im Durchschnitt jährlich mehr als 10,5 Millionen US-Dollar. Zudem erzielten 88 % der Unternehmen mit vollständig ausgelagerten Lösungen schneller geschäftliche Erkenntnisse und Einsparungen.
Automatisierung ist notwendig
Etwa 43 Prozent der Aufgaben im IT-Kostenmanagement werden noch immer manuell ausgeführt. Zu den Folgen dieser Abhängigkeit von manuellen Prozessen gehören durch verspätete Zahlungen verursachte Serviceausfälle, von denen 85 Prozent der Unternehmen betroffen waren. Dies kann zu erheblichen Umsatzeinbußen führen und den Betrieb möglicherweise vollständig zum Erliegen bringen.
Den Ergebnissen zufolge verringerte die Automatisierung die Häufigkeit regulärer Ausfälle von 41 Prozent in Umgebungen mit überwiegend manuellen Prozessen auf 32 Prozent in Umgebungen mit automatisierten Prozessen – ein Rückgang um 22 Prozent.
Fazit: Drittanbieter-ITEM unterstützt Kosteneinsparungen
Wenn Unternehmen expandieren und wachsen, ist das IT-Kostenmanagement ein entscheidendes Instrument zur Steigerung der Rentabilität. ITEM-Lösungen von Drittanbietern helfen Unternehmen, die Komplexität des modernen IT-Kostenmanagements zu bewältigen, indem sie fortschrittliche FinOps-Praktiken unterstützen, den manuellen Arbeitsaufwand reduzieren und erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.
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