
KI-Roboter sitzt da und wartet auf ein Bewerbungsgespräch. 3D-Illustration
Das KI-Entwicklungsunternehmen Hugging Face hat am 29. Mai die Veröffentlichung von zwei Open-Source-Humanoiden angekündigt: Reachy Mini ist ein Desktop-Gerät, und HopeJR ist ein Roboter in voller Größe.
Reachy Mini wird sprechen, zuhören und den Kopf bewegen können und lässt sich zum Testen von KI-Apps einsetzen. HopeJR wird seine Arme bewegen und arbeiten sowie 66 unabhängige Bewegungen ausführen können.
Der Mitgründer und CEO von Hugging Face, Clem Delangue, äußerte sich zur neuen Entwicklung des Unternehmens: „Der entscheidende Aspekt ist, dass diese Roboter Open Source sind, sodass jeder sie zusammenbauen, neu aufbauen und verstehen kann, wie sie funktionieren. Außerdem sind sie erschwinglich, damit die Robotik nicht von nur wenigen großen Akteuren mit gefährlichen Blackbox-Systemen dominiert wird.“
Preis und Verfügbarkeit
Hugging Face schätzt die Kosten für die humanoiden Roboter auf etwa 3.000 US-Dollar pro Einheit für HopeJR und 300 US-Dollar für das kleinere Reachy-Mini-Desktopgerät. Zölle könnten die endgültigen Preise beeinflussen.
Die Preise dieser Produkte liegen deutlich unter denen konkurrierender Robotikunternehmen. So soll Teslas humanoider Roboter Optimus Gen2 mindestens 20.000 US-Dollar kosten, während Unitrees G1 16.000 US-Dollar kostet.
Das Unternehmen hat noch keinen genauen Zeitplan für den Versand dieser Roboter bekannt gegeben, doch beide könnten bereits Ende 2025 ausgeliefert werden.
Ausbau des Robotikangebots
Hugging Face ist bereits seit einiger Zeit im Bereich der humanoiden Robotik aktiv und hat 2024 LeRobot veröffentlicht, eine Sammlung frei nutzbarer Tools, Datensätze und KI-Modelle, mit denen Nutzer Robotiksysteme entwickeln können. Die Veröffentlichung von HopeJR und Reachy Mini folgt auf die Übernahme von Pollen Robotics durch das Unternehmen im April 2025. Durch die Übernahme des Start-ups konnte Hugging Face die für die Entwicklung seiner neuen Roboter erforderlichen Arbeiten übernehmen.
Seitdem hat sich die Plattform im Bereich der Robotik weiterentwickelt und eine aktualisierte Version ihres Roboterarms SO-101 veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit dem französischen Robotikunternehmen The Robot Studio entwickelt wurde. Hugging Face baut seine LeRobot-Plattform außerdem aus, um durch eine Partnerschaft mit dem KI-Start-up Yaak Trainingsdaten für selbstfahrende Maschinen einzubinden.

