Obwohl Führungskräfte KI am Arbeitsplatz weiterhin propagieren und das Interesse der Beschäftigten an KI-Technologie wächst, steht die US-amerikanische Belegschaft vor Hürden, die ihre Einführung behindern. Eine aktuelle qualitative Studie des Slack Workforce Index ergab, dass die KI-Nutzung unter Beschäftigten in den USA von August bis Oktober im Vergleich zu einem Wachstum von 8 Prozent im Vorjahr.
Wenn die KI-Einführung ins Stocken gerät, entgehen US-Unternehmen Chancen
US-Unternehmen könnten durch die Einführung von KI in ihrer Belegschaft höhere Umsätze erzielen. Der Bericht „State of Revenue Growth 2025“ von Gong ergab, dass Vertriebsorganisationen, die 2024 KI einsetzten, ein um 29 Prozent höheres Umsatzwachstum meldeten als vergleichbare Unternehmen. KI bleibt für Führungskräfte in den USA ein Top-Thema: 99 Prozent geben an, in diesem Jahr in KI zu investieren, und 97 Prozent sagen, dass sie einen gewissen Handlungsdruck verspüren, KI in ihre Geschäftsabläufe zu integrieren. Damit sich ihre Investitionen auszahlen, ist jedoch eine erfolgreiche Implementierung am Arbeitsplatz erforderlich.
Die Untersuchungen von Slack zeigen, dass die Bereitstellung von Künstliche Intelligenz-Leitlinien für Beschäftigte die KI-Nutzung steigern könnte, indem sie die folgenden Einführungshürden überwinden helfen:
- Fehlende vom Arbeitgeber bereitgestellte KI-Schulungen
- Unsicherheit über die angemessene Nutzung von KI am Arbeitsplatz
- Der Druck auf Beschäftigte, zu KI-Experten zu werden, obwohl sie von der Führungsebene kaum Unterstützung erhalten
- Beschäftigte fühlen sich unwohl dabei, gegenüber Führungskräften die KI-Nutzung zuzugeben, weil sie eine negative Wahrnehmung befürchten
Zurückhaltung und Unsicherheit unter Beschäftigten in den USA
Die Daten von Slack zeigen, dass sich Beschäftigte in den USA unwohl fühlen im Umgang mit KI, weil es an Orientierung zu ihren sozialen und beruflichen Einsatzmöglichkeiten mangelt. Die Ergebnisse zeigen, dass es 48 Prozent aller Büroangestellten unangenehm wäre, ihrer Führungskraft zu sagen, dass sie KI für Aufgaben am Arbeitsplatz eingesetzt haben. Zu den Gründen zählten die Befürchtung, aufgrund der KI-Nutzung als faul, weniger kompetent oder als jemand wahrgenommen zu werden, der schummelt.
Untersuchungen deuten zudem auf Unsicherheit unter Beschäftigten hinsichtlich der zulässigen Nutzung von Künstliche Intelligenz bei der Arbeit hin. Als sie eine Liste mit 11 gängigen Arbeitsaufgaben vorgelegt bekamen, sagten 48 Prozent der Büroangestellten, dass es ihnen unangenehm wäre, ihren Führungskräften zu sagen, dass sie KI für eine oder mehrere der aufgeführten Tätigkeiten eingesetzt haben.
Das Problem der KI-Einführung angehen
Beschäftigte, die Anleitungen zur Nutzung von KI erhielten, verzeichneten seit Januar einen Anstieg der KI-Nutzung um 13 Prozent, verglichen mit 2 Prozent bei Beschäftigten ohne solche Anleitungen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass Beschäftigte, die sich wohl dabei fühlen, ihre KI-Nutzung gegenüber Führungskräften offenzulegen, KI bei der Arbeit eingesetzt haben, um 67 Prozent höher. Dennoch zeigen Untersuchungen, dass 61 Prozent der Beschäftigten weniger als fünf Stunden darauf verwendet haben, den Umgang mit KI zu erlernen, und dass fast zwei von fünf Büroangestellten sagen, ihr Unternehmen habe keine Richtlinien zur KI-Nutzung.
Für US-amerikanische Unternehmensleitungen könnte die Priorisierung von KI-Leitlinien und Mitarbeiterschulungen die KI-Nutzung fördern. Würden die Schulungslücken mithilfe von KI-Agenten geschlossen, erhielten Beschäftigte mehr Klarheit und Sicherheit im Umgang mit KI, was eine weitere Einführung in US-amerikanischen Unternehmen fördern würde.

