Datenmanagement 2022: DataOps, Fachkräftemangel, Speicherüberlastung

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eWEEK EDITORS
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Jan 3, 2022
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2022 werden die Belastungen durch das Datenmanagement in Unternehmen weiter zunehmen – maßgeblich bedingt durch das wachsende Datenvolumen sowie neue Trends von DataOps und CloudOps bis hin zum zunehmenden Bedarf, Daten zu schützen.

Im Folgenden einige der bedeutenderen Schritte, die wir 2022 in der Entwicklung des Datenmanagements beobachten werden.

Speicherexperten konzentrieren sich auf DataOps und CloudOps

Da Unternehmen immer mehr Daten in der Cloud speichern, ist der Aufwand für die Verwaltung des lokalen Speichers deutlich zurückgegangen. Automatisierung und Fortschritte bei Speichertechnologien haben einige der grundlegenden Aufgaben vereinfacht. Dies wird zu einer stärkeren Konzentration auf kollaborative IT-Technologien wie DataOps und CloudOps führen. 

Tatsächlich entwickeln sich traditionelle Speicherrollen rasch weiter. Statt sich auf die detaillierten technischen Konfigurationen bei der Bereitstellung von Speicher und der Behebung von Problemen zu konzentrieren, wird sich die Tätigkeit von Speicheradministratoren zu einer proaktiven Rolle wandeln, die ein umfassenderes Verständnis der gesamten hybriden Cloud-Infrastruktur, einschließlich Computing, KI und Automatisierung, DevOps und Containern, erfordert.

Speicherexperten müssen lernen, anderen IT- und Geschäftsfunktionen als vertrauenswürdige Berater zur Seite zu stehen und die künftige Ausrichtung der Daten voranzutreiben. Dafür sind eine kollaborative Denkweise und ein entsprechender Ansatz erforderlich, um Geschäftsanforderungen und Nutzerbedürfnisse zu verstehen. 

Darüber hinaus werden Speicheradministratoren enger mit Data Scientists, Projektteams und DevOps zusammenarbeiten. Einen Großteil ihrer Zeit werden Speicherexperten damit verbringen, Datentypen zu identifizieren, zu segmentieren und zu definieren sowie Daten entsprechend den geschäftlichen Anforderungen und Nutzerbedürfnissen granular zu verwalten. Für den Wechsel zu DataOps und CloudOps benötigen sie neue Werkzeuge für Zusammenarbeit, Analyse und Planung.

IT-Führungskräfte müssen den Mangel an Datenfachkräften angehen

Daten zur Verbesserung von Geschäftsergebnissen einzusetzen, entwickelt sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen erkennen, dass Data Science zur „Citizen Science“ werden muss. Das bedeutet: Um dem anhaltenden Mangel an Datenfachkräften zu begegnen, müssen Analysen so einfach werden, dass mehr Mitarbeiter diese Aufgaben übernehmen können. 

Unternehmen müssen klären: Wie können sie jeden Mitarbeiter in die Lage versetzen, Daten einfach zu analysieren und zur Verbesserung der Ergebnisse zu nutzen, ohne spezielle Data-Science-Kenntnisse vorauszusetzen? 

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Bei der Citizen Science dreht sich alles um Datenanalyse. Die Workflows müssen intuitiv, visuell, übersichtlich und sogar einladend sein. Anbieter von Business-Intelligence- und Analyselösungen, die Werkzeuge für Data Warehouses, Data Lakes und Datenmanagementlösungen entwickeln, arbeiten an automatisierten cloudbasierten Lösungen und einfachen, intuitiven Benutzeroberflächen – diese Arbeit ist entscheidend, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. 

Unter den Fachkräften müssen sich Data Scientists von der eigenständigen Erledigung sämtlicher Aufgaben dahingehend weiterentwickeln, dass sie Geschäftsanwender in die Datenerfassung und -aussonderung einbeziehen. Diese begrenzte Zahl hochqualifizierter Mitarbeiter muss lernen zu delegieren, wenn ein Unternehmen sich durch Daten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will. 

Sicherheit im Datenmanagement gewinnt an Bedeutung

Sicherheit und insbesondere Ransomware sind bereits wichtige Themen im Datenmanagement und werden im kommenden Jahr noch stärker in den Fokus rücken. Sicher ist: Der Schutz von Daten vor Ransomware kann aufgrund der Kosten für die Sicherung so großer Datenmengen prohibitiv teuer sein – die Kosten sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Sicherheit im Datenmanagement an Bedeutung gewinnen wird. 

Vor diesem Hintergrund wird ein „bedarfsgerechter“ Ransomware-Schutz statt des Ansatzes „eine Lösung für alle“ zunehmend auf Interesse stoßen. Dieser Ansatz erfordert, weniger häufig genutzte, „kältere“ Daten an einen kostengünstigeren Speicherort wie die Cloud zu verlagern, um Kosten für Backup-Lizenzen und Sicherungszyklen zu senken und zugleich Funktionen zu nutzen, die Daten unveränderlich machen, sodass sie nicht von Ransomware angegriffen werden können.

Ein weiterer Bereich des Datenmanagements, der an Sichtbarkeit gewinnen wird, ist die plattformübergreifende, portable Verwaltung von Tags. Dadurch können Datenmanager und Data Scientists Dateien in neue Clouds oder Anwendungen verschieben und gleichzeitig die Tags beibehalten, die für die schnelle Suche und Segmentierung von Daten zur Versorgung von Datenanalyse-Pipelines entscheidend sind. 

Das Ende der Speicherüberlastung: Zeit zum Löschen

Das explosive, unkontrollierte Wachstum unstrukturierter Daten hat die Notwendigkeit geschaffen, diese je nach Nutzung, Wert und Bedarf zu segmentieren und auf unterschiedlichen Speicherklassen oder -stufen abzulegen. Es bedeutet aber auch, dass es weder notwendig noch praktikabel ist, Daten für immer aufzubewahren. 

Dies stellt eine grundlegende Abkehr von den derzeitigen Praktiken dar, bei denen tendenziell alle Daten gespeichert – oder sogar gehortet – werden, „nur für den Fall“. Dies wird eindeutig zu teuer.

Als Reaktion darauf werden Datenspeicherexperten Richtlinien für den gesamten Lebenszyklus erstellen. Sobald Daten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und nicht mehr für Compliance oder Analysen benötigt werden, werden sie vollständig gelöscht. Zombiedaten oder tote Daten werden die gebührende Aufmerksamkeit erhalten, während Unternehmen versuchen, ihre Ausgaben für Speicher, Backups und Disaster Recovery besser zu segmentieren, zu klassifizieren, zu organisieren, zu bereinigen, zu verwalten und zu rechtfertigen. Das Horten von Daten wird als Teil erfolgreicher Initiativen zur digitalen Transformation ein Ende finden.

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Das schiere Datenvolumen ist in den vergangenen Jahren zu einer Herausforderung für Unternehmen geworden. Berücksichtigt man zusätzlich die Auswirkungen der Cloud und des Edge, den Anstieg unstrukturierter Daten sowie die wachsenden Anforderungen an eine höhere Datensicherheit, sind Veränderungen erforderlich. Unternehmen sehen sich mit einem sich rasch wandelnden Datenmanagement-Umfeld konfrontiert, das sie dazu zwingen wird, Wege zu finden, sich schnell an diese Anforderungen anzupassen. Die Branche wird sich im kommenden Jahr vorrangig damit befassen müssen.

Über den Autor:

Darren Cunningham ist VP of Marketing bei Komprise.

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