Der Anbieter für Ausgaben- und Asset-Management Tangoe hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der die Herausforderungen beim Management von Multi-Cloud-Umgebungen eingehend untersucht. Das Unternehmen arbeitete mit CIO Magazine und Foundry zusammen und befragte 200 IT-Entscheidungsträger in Großunternehmen.
Zusammenfassend stellte der Bericht fest, dass die Cloud intensiv genutzt wird – eine Reihe von Problemen, von Kosten bis hin zu Sicherheitsherausforderungen, schmälert jedoch ihren Gesamtnutzen.
Werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse.
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Höhere Ausgaben, aber die Unsicherheit bleibt
Cloud Computing ist offensichtlich weit verbreitet und verzeichnete während der Pandemie eine Wachstumsbeschleunigung. Es ermöglichte Unternehmen, Workloads von ihren Standorten zu entkoppeln, und war damit ideal für Firmen, die auf Remote- oder hybride Arbeit setzen – also heute praktisch jedes Unternehmen.
Die Cloud garantiert jedoch nicht in allen Szenarien Kosteneinsparungen, und für IT-Entscheidungsträger ist es wichtig, vollständig zu verstehen, wie der Einsatz der Cloud schieflaufen kann.
Die Umfrage ergab, dass 82 % der Unternehmen ihre Ausgaben für Software as a Service (SaaS), Unified Communications as a Service (UCaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) erhöhen wollen. Doch fast ebenso viele, nämlich 80 %, betrachten die Kosten bei ihren aktuellen Cloud-Bereitstellungen als Herausforderung.
Das stellt Unternehmen vor ein echtes Dilemma. Die Nachfrage nach der Geschwindigkeit, Agilität und Innovationskraft der Cloud ist groß, doch die Kosten können die Vorteile aufwiegen und es dadurch schwierig machen, eine Rendite auf die Investition (ROI) zu berechnen. Zu den wichtigsten Ergebnissen, die die Ursachen dieser Herausforderungen verdeutlichen, gehören:
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Wenn Clouds außer Kontrolle geraten
Die Studie ergab, dass Unternehmen Dutzende Cloud-Services nutzen, um von veralteten On-Premises-Systemen wegzukommen. Ein durchschnittliches Unternehmen verwendet 14 SaaS-Apps, 11 UCaaS-Services und neun IaaS-Plattformen. Auch bei den Cloud-Modellen gibt es eine große Vielfalt: 39 % der Befragten nutzen Public-Cloud-Services, 31 % Private Clouds und 30 % hybride Clouds.
Nicht realisierter ROI
IT-Führungskräfte hatten große Erwartungen an die Cloud, doch Käufer befinden sich oft in einer „caveat emptor“-Situation, da weniger als die Hälfte der UCaaS- und IaaS-Investitionen die erwarteten Kosteneinsparungen vollständig erbrachten. Das habe ich von vielen IT-Fachleuten gehört, denn bei einer Bereitstellung gibt es so viele unbekannte Faktoren.
Ein einfaches Beispiel ist UCaaS: Unternehmen stellen häufig fest, dass sich ihre WAN-Anforderungen zu einem SD-WAN weiterentwickeln müssen, um die erforderliche Dienstqualität für Sprache und Video zu gewährleisten. Auch eine nutzungsbasierte Preisgestaltung mag attraktiv erscheinen, führt aber zu Unwägbarkeiten bei der Budgetplanung. Tatsächlich weiß man erst dann, was man nicht weiß, wenn die Bereitstellung bereits läuft.
Shadow IT wirft einen Schatten auf Unternehmen
Ganze 70 % der Befragten nannten Shadow IT als ihre größte Herausforderung bei Cloud-Apps. Geschäftsbereiche sind sehr vertraut damit geworden, eigene Services zu kaufen. Das kann zu redundanten Abonnements führen und Managementprobleme verursachen.
Verschwendete Ressourcen verschwenden Geld
Die Studie ergab, dass 29 % der Cloud-Ressourcen im Hinblick auf die monatlichen Cloud-Lizenzen ungenutzt oder unterausgelastet bleiben. Unternehmen investieren viel Zeit und Energie in die Optimierung ihrer Cloud-Ausgaben, doch das ist sinnlos, wenn die Organisation ihre Ausgaben nicht zunächst bedarfsgerecht dimensionieren kann.
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Mehr Geld, mehr Sorgen
Große Unternehmen, also solche mit einem Umsatz von mehr als 5 Milliarden US-Dollar, haben deutlich häufiger mit Herausforderungen bei bestehenden Cloud-Bereitstellungen zu kämpfen, etwa in den Bereichen Sicherheit, Kosten, einfache Verwaltung und Leistungsverbesserungen.
Tatsächlich hatten 68 % der größeren Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten, mit der Cloud Kosteneinsparungen zu erzielen, verglichen mit 36 % der kleineren Unternehmen.
Der Bericht gibt auch einige Hinweise darauf, wie Unternehmen mit diesen Problemen umgehen können. Die Studie stellt die folgenden drei entscheidenden Fähigkeiten für das Cloud-Management in den Vordergrund.
Dazu gehören:
- Cloud-Ausgaben optimieren und bedarfsgerecht dimensionieren.
- Alle Cloud-Investitionen messen und nachverfolgen.
- Die Nutzung der Cloud messen.
Ausgabenmanagement kann Cloud-Probleme lindern
Da Tangoe Anbieter für Asset- und Ausgabenmanagement ist, stehen diese Empfehlungen im Einklang mit den Produkten des Unternehmens. Die Studie ergab, dass 98 % der IT-Führungskräfte von einer zentralen Plattform für Ausgaben- und Asset-Management profitieren würden, mit der sie Kosten vergleichen und bewerten können, wie effektiv sie die einzelnen Services nutzen. 61 % nannten Cloud-Optimierung und bedarfsgerechte Dimensionierung als einige ihrer wichtigsten Anforderungen an das Cloud-Management.
In vielen Unternehmen erfolgt das Asset- und Ausgabenmanagement mithilfe selbst entwickelter Tools und Tabellenkalkulationen. Das kann schnell zu der in der Umfrage festgestellten Komplexität und Budgetverschwendung führen. Dies geschieht, weil Cloud-Bereitstellungen typischerweise klein beginnen und wachsen. Anfangs kann die manuelle Nachverfolgung funktionieren, doch mit zunehmender Cloud-Nutzung ist ein stärker automatisierter und ganzheitlicher Ansatz erforderlich.

