Mit einer raschen Geschäftsexpansion geht oft eine Datensilo-Bildung einher, bei der eine Abteilung ihre Daten mit keiner anderen teilt. Während dies in einem kleinen Unternehmen schnell bemerkt und behoben werden kann, ist es in einem größeren Unternehmen mit vielen Standorten und einem globalen Netzwerk deutlich schwieriger, dem entgegenzuwirken.
Ich habe gelesen, dass 73 % der Unternehmensdaten nie mithilfe von Datenanalyse ausgewertet werden. Viele dieser ungenutzten Daten lassen sich darauf zurückführen, dass die Menschen gar nicht wussten, dass sie vorhanden sind. Unabhängig davon, ob sie keinen Zugriff auf die Dateien haben oder nicht wissen, wo sie suchen sollen: Datensilos können datengetriebenes Marketing zunichtemachen, effektive Entscheidungsfindung beeinträchtigen und die Optimierung von Geschäftsprozessen ausbremsen.
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Was ist ein Datensilo?
Bei Unternehmensdaten spricht man von einem Datensilo, wenn eine Abteilung ihre Daten – absichtlich oder unabsichtlich – hortet und andere Teams keinen Zugriff darauf haben. Wenn dies versehentlich in ein oder zwei Abteilungen geschieht, stellt das kein großes Problem dar. Wenn jedoch jedes einzelne Team in Ihrem Unternehmen unter Datensilos leidet, werden Sie wahrscheinlich einige drastische Folgen beobachten.
Wenn eine Abteilung Daten veröffentlicht, diese aber für niemanden außer den Mitgliedern des eigenen Teams sichtbar sind, entsteht faktisch ein Datensilo: Die Daten häufen sich an, werden aber nie unter allen Teams verteilt.
Warum ist Datentransparenz wichtig?
Der interne Datenaustausch, das Gegenteil von Datensilo-Bildung, ermöglicht den freien Informationsfluss von Abteilung zu Abteilung innerhalb Ihres Unternehmens. Das bedeutet: Ohne Daten erst mühsam suchen zu müssen, hat jeder, der eine bestimmte Statistik oder einen Datensatz benötigt, um seine Arbeit effektiver zu erledigen, Zugriff darauf.
Wenn Sie ein Unternehmen aufbauen, das Datensilos bekämpft und auf eine datenbewusste Unternehmenskultur hinarbeitet, können Sie diese und weitere Vorteile nutzen, darunter:
Datengetriebene Entscheidungen
Vom Produktdesign bis zum Marketing können Daten genutzt werden, um bei der Arbeit effektivere Entscheidungen zu treffen. Bei vollständiger Datentransparenz haben alle Zugriff auf aktuelle Daten und können so auf Grundlage aller Fakten die richtige Entscheidung treffen. In Unternehmen, die unter Datensilos leiden, kommt es deutlich häufiger zu Fehlentscheidungen, weil die richtigen Daten als Entscheidungsgrundlage fehlen. Diese schlechten Entscheidungen können die Unternehmensgewinne erheblich schmälern.
Abteilungsübergreifende Kommunikation
Zu einer vernetzten Unternehmenskultur gehört, dass Daten auf natürliche Weise zwischen verschiedenen Bereichen fließen können. Sowohl der Abbau von Silos als auch die Förderung des Austauschs zwischen Abteilungen können zu einer deutlich kollaborativeren Unternehmenskultur führen und die Teamarbeit im Büro stärken.
Produktivitätssteigerungen
Ohne aktiv nach Daten suchen oder einen Mitarbeiter um die Weitergabe seiner Erkenntnisse bitten zu müssen, können sich Beschäftigte intensiver mit der Analyse der Daten befassen, auf die sie stoßen. Dadurch sind sie besser in der Lage, ihren Arbeitstag effektiv zu gestalten, stoßen auf weniger Hindernisse und bleiben auf dem Weg zur digitalen Transformation.
So fördern Sie eine datenbewusste Unternehmenskultur
Auf dem Weg zum Abbau von Datensilos und zum Aufbau einer Unternehmenskultur, die den Wert von Daten versteht und sie nutzt, können Sie einige Schritte unternehmen, um den Prozess zu beschleunigen. Da die Mehrheit der Unternehmen über Datensilos verfügt, ist es immer eine gute Idee, die eigenen Prozesse zu überprüfen und sicherzustellen, dass alles so transparent wie möglich ist.
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Mitarbeiter über die Bedeutung des Datenaustauschs informieren
Die meisten bewährten Geschäftspraktiken laufen darauf hinaus, sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter genau verstehen, warum sie etwas tun sollten. Das gilt auch für die Förderung des Datenaustauschs: Wenn man die Bedeutung von Daten für ihre Arbeit hervorhebt, haben sie einen zusätzlichen Grund, wichtige Erkenntnisse – sofern angemessen – stets weiterzugeben.
Sie können Datenbewusstsein zwar als einen zentralen Unternehmenswert verankern, doch viele Menschen übersehen dies möglicherweise bei ihrer Einarbeitung in Ihr Unternehmen. Am besten stellen Sie sicher, dass sie zuhören, indem Sie zeigen, wie Daten in ihrem Arbeitsalltag zum Einsatz kommen. Wenn Sie darauf hinweisen, wann sie die Daten einer anderen Abteilung verwenden, oder verdeutlichen, wann sie Unternehmensinformationen zur Entwicklung einer Geschäftsstrategie nutzen, trägt allein die Sensibilisierung schon viel dazu bei.
Zusammenarbeit zwischen Teams verstärken
Datensilos können zwar aus vielen Gründen entstehen, doch häufig übersehen wird ein unzureichendes Maß an Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen verschiedenen Abteilungen. Wenn es keine Kommunikationswege gibt, über die eine Abteilung eine andere nach bestimmten Daten oder ihrer Meinung zu einem Projekt fragen kann, ist es schwierig, den Austausch in Gang zu bringen.
Zu einem datenbewussten Unternehmen gehört auch, dass es Zusammenarbeit priorisiert. Indem Sie durch größere Besprechungen, gesellige Veranstaltungen, gemeinsame Kaffeepausen und mehr Beziehungen zwischen verschiedenen Abteilungen fördern, können Sie sicherstellen, dass es Verbindungen zwischen all Ihren Abteilungen gibt.
Sind diese Wege erst einmal offen, wird es viel unkomplizierter, nach Daten zu fragen. Das hilft, die Bildung von Silos zu reduzieren, und erinnert die Menschen ständig daran, dass auch andere Teams auf die von ihnen erzeugten Daten angewiesen sind.
Dateninfrastruktur bereitstellen und integrieren
Egal, wie datenbewusst oder kollaborativ Ihre Teams sind: Wenn sie kein gemeinsames Portal haben, in das sie all ihre Daten hochladen können, wird es ihnen schwerfallen, überhaupt etwas zu teilen. Sie sollten stets sicherstellen, dass Sie entweder über Speicherplatz vor Ort verfügen oder einen Cloud-Data-Warehouse-Service abonnieren, damit Ihre Mitarbeiter einen Ort haben, an den sie ihre Daten senden können.
Ein Data-Warehouse-System ist wahrscheinlich der wichtigste technische Aspekt, den Sie für Ihr Unternehmen bereitstellen müssen. Während sich lokale Speicherlösungen unterscheiden, hat die Expansion des Cloud-Marktes zur Entstehung einer Reihe von Cloud-Data-Warehouse-Anbietern geführt.
Achten Sie außerdem darauf, in Dienste zu investieren, die Datenanalyse und Datenerfassung in die tägliche Arbeit Ihrer Mitarbeiter integrieren. Wenn Systeme und Plattformen Daten innerhalb des CRM-Systems und der von Ihren Mitarbeitern ständig genutzten Oberflächen erfassen, können Sie einen großen Teil des Datenaustauschs automatisieren.
Eine datenbewusste Unternehmenskultur schaffen
Beim Aufbau einer datenbewussten Belegschaft sollte es zunächst immer darum gehen, sicherzustellen, dass sie über die erforderlichen Plattformen zur Speicherung und Verarbeitung ihrer Daten verfügt. Sobald diese Systeme vorhanden sind, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter den Wert der von ihnen erzeugten Daten verstehen und wissen, wie sie Daten nutzen können, um die Effizienz ihrer eigenen Entscheidungsfindung zu steigern.
So können Sie Datensilos problemlos abbauen und eine datenbewusste Unternehmenskultur schaffen.
Siehe auch: Data-Mining-Techniken
Über den Autor:
Ralph Tkatchuk von TK DataSec Consultancy

