Jede Organisation mit cloudbasierten Kollaborationstools sollte sich mit Sicherheit, Datenschutz und Compliance beschäftigen. Nach der Pandemie haben sich die Prioritäten der digitalen Transformation dahingehend verschoben, eine hybride Arbeitsumgebung zu unterstützen, in der die Kontrolle über Daten geringer ist und die Schatten-IT zunimmt.
Im vergangenen Jahr befragte ZK Research Führungskräfte aus Unternehmen, um zu verstehen, wie sich ihre Ausgabenprioritäten während der Pandemie verändert haben. Sicherheit und Datenschutz standen ganz oben auf der Liste, vor allem anderen. Ich habe dieses Thema in meinem jüngsten Webex-Produktmanagement-Leiter bei Cisco im Rahmen eines weiteren Gesprächs vertieft. Die Highlights des ZKast-Interviews, das in Zusammenarbeit mit eWEEK eSPEAKS geführt wurde, finden Sie unten.Interviews finden Sie unten.
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- Es ist eine Herausforderung, ein Sicherheitskonzept für die Kollaboration zu entwickeln. Sicherheitsverantwortliche machen sich bereits Sorgen über externe Angriffe und Sicherheitsverletzungen. Nun kommen zusätzliche Bedenken hinzu, dass Daten von innen heraus kompromittiert werden könnten, weil Organisationen keine Kontrolle über ihre eigenen Daten haben. Daten, die aus der Organisation abfließen, müssen sofort entfernt werden. Organisationen sollten über ein Governance-Modell verfügen, das dies berücksichtigt.
- Es gibt drei wesentliche Schritte, die Organisationen unternehmen können, um den Schutz ihrer Daten sicherzustellen. Erstens sollten sie die Data Governance der Organisation bewerten, um festzustellen, welche Daten sensibel sind und welche nicht. Zweitens müssen sie verstehen, wie sich die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben in der Plattform beziehungsweise den innerhalb der Organisation eingesetzten Kollaborationstools widerspiegeln wird. Drittens sollten sie sicherstellen, dass dem Plattform- beziehungsweise Tool-Anbieter vertraut werden kann, wenn es um die Sicherung der Unternehmensdaten geht.
- Laut der Cisco’s 2022 Data Privacy Benchmark Study gaben 92 Prozent der befragten Organisationen an, dass die Datenlokalisierung wichtig ist; derselbe Prozentsatz sagte, dass sie zum Schutz personenbezogener Daten erforderlich sei. Die meisten wünschen sich, dass sich ihre Daten näher an ihrer Organisation befinden, wodurch sie eine bessere Kontrolle hätten. Dies sollte bei der Auswahl eines Anbieters oder einer Technologie berücksichtigt werden, die diese Art von Funktionalität bietet.
- Die Datenlokalisierung umfasst zahlreiche unterschiedliche Vorschriften. Organisationen müssen sicherstellen, dass ihr Kollaborationsanbieter in ihrem Land vor Ort vertreten ist. Webex erfüllt beispielsweise weltweit verschiedene Anforderungen an das Datenmanagement. Das Unternehmen bietet unter anderem Lösungen für die Datenresidenz in der EU, Australien und Kanada.
- Bei der Datenresidenz verbleiben Benutzerdaten in regionalen Rechenzentren am Standort der Organisation. Webex hat kürzlich zwei Rechenzentren in Kanada eröffnet, die eine Datenresidenz und Redundanz innerhalb des Landes für nutzergenerierte Inhalte bereitstellen, die in Kanada verarbeitet und gespeichert werden. Dies wird wahrscheinlich in den meisten Ländern zu einer Anforderung werden.
- Im öffentlichen Sektor der USA und im globalen öffentlichen Sektor gelten strengere Anforderungen für die Speicherung und Verarbeitung von Daten. Webex bietet umfassende Compliance- und Zertifizierungsprogramme an, die Organisationen dabei unterstützen, diese Anforderungen zu erfüllen. Beispielsweise ist Webex mit dem Federal Risk and Authorization Management Program (FedRAMP) konform, wodurch das Unternehmen gegenüber anderen Anbietern im Vorteil ist. Viele kleinere Anbieter sind nicht bereit, diesen langwierigen und kostspieligen Prozess zu durchlaufen.
- Wie oben erwähnt, besteht eine Möglichkeit für eine Organisation, eine sichere Kollaborationsumgebung zu schaffen, darin, auf einen vertrauenswürdigen Anbieter zu setzen. Die Grundsätze oder Werte eines Anbieters – etwa Transparenz, Verantwortlichkeit und der respektvolle Umgang mit den Daten der Kunden – müssen Teil der DNA einer Organisation werden. Es ist nichts, was Mitarbeitende auf individueller Ebene nach Belieben auswählen können.
- Datenschutz, Sicherheit, Governance und Privatsphäre müssen in eine Kollaborationsplattform integriert sein, statt nachträglich aufgesetzt zu werden. Dadurch wird es für Organisationen einfacher, neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) einzuführen, die in der Kollaboration zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Unternehmensgrundsätze werden den Umgang mit von KI erzeugten Daten bestimmen.
- Ein Anbieter muss sein Engagement unter Beweis stellen und sich der Herausforderung stellen, auf die sich verändernden Bedürfnisse einer Organisation zu reagieren. Organisationen sollten sich nicht mit Anbietern zufriedengeben, die nur das absolute Minimum leisten. Sie sollten Anbieter wählen, die mehr tun als unbedingt nötig. Wenn Anbieter nicht bereit sind, die Extrameile zu gehen, wird die Benutzererfahrung entsprechend schlechter ausfallen.
Siehe auch: Leitfaden zur digitalen Transformation: Definition, Arten und Strategie

