Arbeiten Sie in einem KI-Job mit hohem Risiko? Neue Studie zeigt die am stärksten gefährdeten Berufe

fired business people leaving the office

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David Curry
David Curry
Mar 17, 2026
3 minute read
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Künstliche Intelligenz dürfte den Arbeitsmarkt ins Chaos stürzen. Branchenführer und politische Entscheidungsträger warnen, dass ganze Berufe und Wirtschaftszweige in den nächsten Jahren verschwinden könnten.

Neue Forschung legt nahe, dass Anpassungsfähigkeit und nicht die Exposition der entscheidende Faktor dafür sein könnte, wie lange jemand aufgrund von KI vorübergehend arbeitslos ist. Die Forschenden ordneten Tausende Berufe anhand dieser Skala ein. Die Anpassungsfähigkeit wurde dabei anhand von Faktoren wie Bildungsniveau, Vermögen, Alter und dem Angebot an Arbeitsplätzen in der jeweiligen Region definiert.

In einer Studie von Forschenden bei GovAI und der Brookings Institution, argumentieren die Autoren, dass Beschäftigte in einigen Berufen trotz einer starken KI-Exposition möglicherweise besser in der Lage sind, sich an den Druck des Arbeitsmarkts anzupassen und sich weiterzubilden. Ein gutes Beispiel sind persönliche Finanzberater oder Designer von Web- und digitalen Benutzeroberflächen. Obwohl beide Berufsgruppen stark der KI ausgesetzt sind, weisen sie auch eine hohe Anpassungsfähigkeit auf.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Etwa 6,1 Millionen dieser Beschäftigten sind derzeit in den USA angestellt.
  • Zu den Berufen, die sowohl der KI ausgesetzt als auch wenig anpassungsfähig sind, zählen viele kaufmännische und administrative Tätigkeiten.
  • Kundendienstmitarbeiter, Sekretäre und Büroangestellte gehören zu den am stärksten gefährdeten Berufsgruppen. 
  • Die Autoren der Studie sind der Ansicht, dass Gesetzgeber stärker darauf achten sollten, diese Berufsgruppen zu unterstützen.
  • Schätzungen zufolge machen Frauen 86 Prozent dieser stark exponierten und am wenigsten anpassungsfähigen Beschäftigten aus.

Ökonomen sind sich über die genauen Auswirkungen von KI auf die Wirtschaft weiterhin uneinig. Einige vermuten, dass Beschäftigte, die der KI ausgesetzt sind – auch in technischen oder kreativen Berufen –, als Erste ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Andere argumentieren, dass genau diese Beschäftigten bereits KI-Tools einsetzen, um ihre Produktivität zu steigern. 

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Gleichzeitig besteht kein klarer Konsens darüber, wie viele Arbeitsplätze verloren gehen, wie viele geschaffen werden oder wie weit eine mögliche „Job-Apokalypse“ noch in der Zukunft liegt.

Die aktuelle Hysterie um die Leistungsfähigkeit von KI-Modellen

Wenn man die Reaktion des Aktienmarkts auf Anthropics Einführung eines neuen Tools als Maßstab nimmt, scheint die KI-Job-Apokalypse unmittelbar bevorzustehen.

Das Unternehmen führte ein Tool für den Rechtssektor ein, das Dokumente schnell lesen und analysieren sowie Präsentationen und Diagramme für Beschäftigte erstellen kann. Mehrere Anwaltskanzleien verzeichneten nach der Ankündigung Kursverluste. Als Anthropic ein Finanztool einführte, das ähnliche Funktionen zum Lesen, Analysieren und Präsentieren von Dokumenten bot, waren im Finanzsektor ähnliche Erschütterungen zu spüren.

Anthropic selbst scheint einen Teil dieses Hypes zu glauben. CEO Dario Amodei warnte, dass KI Millionen von Arbeitsplätzen vernichten könnte. Gleichzeitig hat der offensichtliche Vorbote dieser Arbeitsplatzverluste einen Tracker zur Verdrängung von Arbeitsplätzen und ein Institut zur Untersuchung der Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung ins Leben gerufen. Viel treffender kann man einen Henker mit Gewissen wohl kaum beschreiben.

Derzeit zeigt die Wirtschaft keine eindeutigen Anzeichen für einen massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen, auch wenn Tech-Führungskräfte glauben machen wollen, dass die jüngste Entlassungswelle in erster Linie auf Fortschritte bei der KI zurückzuführen ist. Block-CEO Jack Dorsey behauptete kürzlich, dass die Entlassung von fast der Hälfte seiner Belegschaft auf KI zurückzuführen sei. Einige bezweifeln jedoch, dass dies tatsächlich der Grund ist, und fragen, ob das Unternehmen nicht einfach die Einstellungen aus der Zeit nach Covid rückabwickelt. 

Dieselbe Debatte gibt es um Berichte, wonach etwa 20 % der Meta-Belegschaft in naher Zukunft entlassen werden könnten, und zwar aufgrund von Fortschritten bei der KI.

David Curry

David Curry is a tech journalist and analyst with over a decade of experience writing for established outlets. He holds a master’s degree in International Journalism from the University of Leeds and has covered the technology sector since the early 2010s. His work focuses on B2B technology, data journalism, mobile apps and app markets, artificial intelligence, digital platforms, and emerging technologies. He earned a BA from the University of Lincoln and an MA from the University of Leeds.

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