In der im Januar 2025 veröffentlichten Ausgabe seines halbjährlichen Future of Jobs Report erklärte das Weltwirtschaftsforum (WEF), dass 41 Prozent der Unternehmen in den nächsten fünf Jahren aufgrund künstlicher Intelligenz mit einem Personalabbau rechnen. Als Grund nannte es die durch KI und andere technologische Fortschritte verursachte Veralterung von Kompetenzen. Das WEF, eine internationale Nichtregierungsorganisation sowie Interessenvertretung und Denkfabrik, veröffentlichte den Bericht im Vorfeld seines jährlichen Treffens in Davos-Klosters in der Schweiz, das vom 20. bis 24. Januar stattfinden wird. Die Ergebnisse zeigen die Auswirkungen, die KI bereits auf die Arbeitswelt hat und deuten auf die dramatischen Veränderungen hin, die sie künftig mit sich bringen könnte.
KI-Statistiken aus dem Future of Jobs Report
Für diese Ausgabe des Future of Jobs Report, befragte das WEF mehr als 1.000 Arbeitgeber weltweit, die mehr als 14 Millionen Beschäftigte, 22 Industriecluster und 55 Volkswirtschaften rund um den Globus repräsentieren. Diese große Stichprobe liefert Einblicke in die Beschäftigungstrends und KI-Statistiken, die Unternehmen in den nächsten fünf Jahren erwarten.
Stellenabbau war nicht die einzige Auswirkung von KI, die der Bericht aufzeigte. Auf Fragen zu verschiedenen Aspekten künstlicher Intelligenz und der Arbeitswelt stellte er Folgendes fest:
- Die Hälfte der Arbeitgeber plant, ihr Unternehmen als Reaktion auf künstliche Intelligenz
- neu auszurichten.Zwei Drittel der Arbeitgeber planen, Fachkräfte mit spezifischen KI-Kenntnissen einzustellen, etwa im
- Prompt Engineering.
40 Prozent der Arbeitgeber rechnen mit einem Personalabbau insbesondere dort, wo
KI Aufgaben automatisieren kann.Prognosen zum KI-bedingten Stellenabbau hängen von der jeweiligen Rolle abNicht alle Tätigkeiten sind gleichermaßen durch KI-bedingten Stellenabbau gefährdet
. Bei Büro- und Sekretariatsberufen wird der größte Rückgang bei den offenen Stellen erwartet, während die Zahl der Arbeitsplätze in den Bereichen Technologie und grüne Energie wachsen dürfte. Bei den konkreten Berufsbezeichnungen nannte der Bericht Kassierer, Fahrkartenverkäufer, Verwaltungsassistenten und Chefsekretäre als einige der Berufe, bei denen der stärkste absolute Rückgang erwartet wird. Darüber hinaus werden Beschäftigte im Postdienst, Bankangestellte und Datenerfasser zunehmend durch KI-Modelle ersetzt, da die Automatisierung voranschreitet.
Im Gegensatz dazu wird bei technologiebezogenen Berufen prozentual das stärkste Wachstum erwartet. Zu den gefragtesten Positionen zählen unter anderem Big-Data-Spezialisten, Fintech-Ingenieure, Spezialisten für KI und maschinelles Lernen, Prompt Engineers sowie Software- und Anwendungsentwickler. Auch Berufe im Bereich der grünen Wirtschaft und der Energiewende, insbesondere technische Tätigkeiten, dürften in den nächsten fünf Jahren sehr schnell wachsen. Zu den im Bericht genannten konkreten Berufsbezeichnungen gehören Spezialisten für autonome und elektrische Fahrzeuge, Umweltingenieurinnen und -ingenieure sowie Ingenieurinnen und Ingenieure für erneuerbare Energien.

