Chinas Z.ai präsentiert erstes bedeutendes Modell, das vollständig auf Huaweis KI-Chip-Stack trainiert wurde

Z.ai GLM-Image

GLM-Image. Image: Z.ai

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eWEEK Staff
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Jan 15, 2026
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Das chinesische KI-Startup Z.ai hat GLM-Image vorgestellt, ein fortschrittliches multimodales KI-Modell, das einen Wandel im anhaltenden Technologiekonflikt zwischen den Supermächten markiert.

Z.ai (außerhalb Chinas bis zur Umbenennung im Jahr 2025 als Zhipu AI bekannt) teilte mit, dass GLM-Image Berichten zufolge das erste multimodale Spitzenmodell ist, das vollständig auf von Huawei Technologies entwickelten Ascend-Chips trainiert wurde.

Die Ankündigung besagt, dass es mithilfe der Huawei-Server Ascend Atlas 800T A2 und des MindSpore-Frameworks entwickelt wurde. Die Server waren mit Huawei-Kunpeng-Prozessoren und Ascend-KI-Chips ausgestattet. Damit handelt es sich um Chinas erstes vollständig im Inland trainiertes KI-Modell.

Chinesische Hardware

Das Training eines konkurrenzfähigen KI-Modells auf chinesischer Hardware aus dem Inland stellt eine technische Leistung dar.

Erst vor 2,5 Wochen hatte Z.ais GLM-4.7 weltweit den Spitzenplatz unter den Open-Source-KI-Modellen erobert, mit 68 Punkten im Artificial Analysis Intelligence Index und knapp vor der Konkurrenz. Nun hat Z.ai mit dem vollständig auf chinesischen Chips trainierten GLM-Image gezeigt, dass technologische Unabhängigkeit nicht nur möglich ist – sie findet bereits statt.

Leistungskennzahlen von Ende Dezember zeigen solide Fähigkeiten. GLM-4.7 erzielte bei den Programmierfähigkeiten 73,8 % im SWE-bench und 66,7 % im SWE-bench Multilingual. Bei mathematischen Fähigkeiten und Schlussfolgerungsvermögen gab es noch größere Fortschritte: Im anspruchsvollen Benchmark Humanity’s Last Exam erreichte das Modell 42,8 % – ein deutlicher Zuwachs von 12,4 Prozentpunkten gegenüber seinem Vorgänger.

Während sich die globalen Spannungen im Halbleitersektor im vergangenen Jahr verschärft haben, hat Z.ai still und leise eines der weltweit wettbewerbsfähigsten KI-Ökosysteme aufgebaut – und dabei vollständig auf heimische Infrastruktur gesetzt. Das verändert die Ausgangslage sowohl für internationale Technologieunternehmen als auch für politische Entscheidungsträger, die davon ausgingen, dass die Entwicklung chinesischer KI durch Hardwarebeschränkungen gebremst würde.

Geld spricht

Der übergeordnete finanzielle Blick auf das Unternehmen zeigt, wie ehrgeizig es inzwischen geworden ist.

Vor zwei Wochen startete das Startup eine umfangreiche Finanzierungsinitiative und nahm 4,35 Milliarden HK-Dollar (560 Millionen US-Dollar) ein.

Z.ai will der erste Entwickler großer Sprachmodelle werden, der in Hongkong an die Börse geht, und sich damit an die Spitze der KI-Revolution setzen. Finanzdaten von vor 2,5 Wochen zeigen, dass der Umsatz von 57,4 Millionen RMB (8,2 Millionen US-Dollar) im Jahr 2022 auf 312,4 Millionen RMB (44,9 Millionen US-Dollar) im Jahr 2024 gestiegen ist – eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 130 %.

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Unterstützung in erheblichem Umfang kam von Chinas Technologieriesen, darunter Alibaba, Tencent, Ant Group, Meituan, Xiaomi und HongShan. Eine bemerkenswerte Finanzierungsrunde im Jahr 2023 brachte 2,5 Milliarden Yuan (350 Millionen US-Dollar) ein.

Der Blick nach vorn

Strategien für die globale Expansion sind bereits angelaufen. Das Unternehmen benannte sich 2025 international um und positioniert sich als direkter globaler Konkurrent etablierter KI-Plattformen wie ChatGPT und Claude. Es geht nicht um die Vorherrschaft auf dem heimischen Markt, sondern darum, die amerikanische KI-Dominanz auf der Weltbühne herauszufordern.

Die geopolitischen Spannungen erschweren diese Entwicklung jedoch weiterhin. Im Januar 2025 setzte das US-Handelsministerium Z.ai aus Gründen der nationalen Sicherheit auf seine Entity List, wodurch der Zugang zu bestimmten amerikanischen Technologien möglicherweise eingeschränkt wird.

Die jüngste Ankündigung von Z.ai deutet jedoch darauf hin, dass diese Beschränkungen Chinas Streben nach technologischer Eigenständigkeit möglicherweise sogar beschleunigt haben, anstatt es zu bremsen.

Einige Experten bieten eine eher bodenständige Perspektive dazu, ob China im KI-Rennen weiter vorankommen wird.

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