Google hat seine Strategie für die Bildschirmfreigabefunktion von Gemini Live geändert und sie über die Gemini-App kostenlos für alle Android-Nutzer verfügbar gemacht. Die Einführung erfolgt schrittweise; solange dein Android-Smartphone die neueste Version der Gemini-App ausführen kann, solltest du diese Funktion in den kommenden Wochen erhalten.
Diese KI-gestützte Funktion ermöglicht es Gemini, das auf deinem Bildschirm oder in deiner Kamera angezeigte Bild zu sehen und damit zu interagieren. Anfang dieses Monats wurde sie zunächst exklusiv für Nutzer von Pixel 9 und Samsung Galaxy S25 eingeführt. Googles ursprünglicher Plan sah vor, die Funktion für die meisten Android-Nutzer auf zahlende Gemini-Advanced-Abonnenten zu beschränken. Nun hat sich das Unternehmen jedoch entschieden, sie im gesamten Android-Ökosystem kostenlos anzubieten.
„Wir haben großartiges Feedback zu Gemini Live mit Kamera- und Bildschirmfreigabe erhalten und uns deshalb entschieden, die Funktion mehr Menschen zugänglich zu machen“, teilte Google am 16. April auf X mit. „Ab heute und in den kommenden Wochen führen wir sie für alle Android-Nutzer mit der Gemini-App ein. Viel Spaß damit!“
Die Ankündigung markiert eine deutliche Abkehr von Googles bisheriger Strategie. Google kam vermutlich zu dem Schluss, dass eine Erweiterung der Nutzerbasis wertvoller ist, als von einer kleineren Gruppe zahlungswilliger Nutzer monatlich 20 US-Dollar einzunehmen. Die Strategie des Technologieriesen könnte darin bestehen, dass bei KI eine möglichst große Nutzerbasis ideal ist, um noch wertvollere Trainingsdaten für KI zu generieren. Dieser Ansatz unterscheidet sich von Wettbewerbern wie OpenAI, das für ähnliche Funktionen und Möglichkeiten weiterhin ein ChatGPT-Plus-Abo voraussetzt.
Gemini Live: Vergangenheit und Gegenwart
Ursprünglich als reines Audioerlebnis eingeführt, ermöglichte Gemini Live den Nutzern, sich mit dem KI-Assistenten von Google zu unterhalten, als würden sie telefonieren – nur ihre Stimme und die KI, die sich in Echtzeit abwechseln. Im März legte Google jedoch nach und führte Gemini Live with Video ein. Dieses Update brachte zwei wesentliche Neuerungen.
Erstens konnten Nutzer Gemini nun Zugriff auf die Kamera ihres Smartphones gewähren, sodass die KI sehen konnte, was sie selbst sahen. Ein Beispiel dafür wäre, die Kamera auf ein Schild in einer anderen Sprache zu richten und Gemini zu bitten, es in Echtzeit zu übersetzen. Zweitens konnten Nutzer den Bildschirm ihres Smartphones mit Gemini teilen und in Echtzeit Hilfe oder Erklärungen zu dem erhalten, was sie gerade taten.
Im März erweiterte Google die Funktionen seiner Gemini-Plattform und veränderte damit die Art und Weise, wie Nutzer an Projekten zusammenarbeiten können. Lies die Details auf unserer Schwestersite TechRepublic, um herauszufinden, wie sich das in Googles übergeordnete Entwicklung von Gemini.

